Kapitel 56

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Pov. Max
Langsam öffne ich meine Augen und sehe auf eine nackte Brust. Erschrocken wollte ich mich von ihr stoßen, doch zwei Arme hinderen mich daran. Okay Max, ganz ruhig bleiben. Versuch dich an gestern zu erinnern.... Ich war auf Luna's Party und hab Alkohol getrunken. Irgendwann musste ich auf's Klo und bin die Treppe hochgelaufen...Im Gang war Jason und hat angefangen meinen Hals zu küssen. Aber was ist dann passiert? Das ist doch hoffentlich nicht Jason der mich gerade so umarmt. Die Person schläft anscheinend noch, denn ihr Atem ist flach.

Warte mal...Ist Luca nicht plötzlich da gewesen? Könnte er es sein. Langsam hebe ich den Kopf und sehe in das Gesicht, des noch unbekannten. Luca. Erleichtert atme ich aus und lege meinen Kopf wieder auf seine Brust. Zum Glück nicht Jason oder jemanden den ich nicht kenne. Aber wenn ich hier bin, hat mich doch Luca hergebracht. Das bedeutet doch das er mich noch mag oder wenigstens nicht hasst. Ich muss unbedingt mit ihm reden wenn er wach ist. Vielleicht kann er mir bei meinem Jason-Problem helfen. Es liegt ja auch hoffentlich in seinem Interesse, das Arschloch loszuwerden.

Meine Gedanken werden plötzlich unterbrochen, da Luca sich bewegt. Ich hebe den Kopf und sehe das seine Augen noch geschlossen sind. Bevor ich richtig begreife was passiert, hat er sich schon mit mir umgedreht und liegt jetzt halb auf mir. Er vergräbt sein Gesicht in meiner Halsbeuge und sein ruhiger Atem trifft auf meinen Hals. Das bewirkt das ich eine angenehme Gänsehaut bekomme. Eigentlich ist diese Position total unbequem für mich, da er meine eine Körperhälfte fasst zerquetscht aber andererseits genieße ich gerade seine Nähe. Plötzlich klammert er sich fest an mich und flüstert die ganze Zeit irgendetwas, doch ich verstehe nur meinen Namen. Irgendwann wird er lauter und ich kann ihn besser hören. "Nein Max bleib. Geh nicht. Nicht du auch noch! Ich brauch dich doch. Lass mich nicht allein! Ich liebe dich!" Bei seinem letzten Satz versteife ich mich ein wenig. Plötzlich kommt die Erinnerungen von gestern Abend zurück. Wie er mich vorsichtig in's Bett gelegt hat, wie ich ihn gebeten habe zu bleiben, wie ich mich an ihn gekuschelt habe, wie er ich liebe dich geflüstert hatte kurz bevor ich eingeschlafen bin.

Er liebt mich. Luca liebt mich. Der Junge in den ich verliebt bin liebt mich. Im ersten Moment verspüre ich nur freude, doch dann schaltet sich mein Gehirn ein. Was ist wenn es bei mir nur bei diesem 'verliebt sein' bleibt und ich Luca nicht das geben kann was er verdient hat? Oder wir sind zusammen und streiten uns über irgendwas und hassen uns danach. Außerdem könnten unsere Eltern was dagegen haben. Nicht zu vergessen dass meine Mutter gar nicht weiß das ich Schwul bin. Wieso muss ich mir immer alles so kompliziert machen?

Luca drückt mich plötzlich so stark an sich das mir fast die Luft wegbleibt und ich versuche ihn wegzudrücken. "Nein Max!" ,schreit er jetzt. "Luca wach auf! Ich bin hier!" ,schreie ich zurück. Luca's Griff lockert sich und er macht erschrocken die Augen auf. Verwirrt sieht er sich um bis sein Blick auf mir landet. "Du lebst." ,meint er plötzlich und umarmt mich wieder fester. "Ja ich lebe. Was hast du den geträumt?" ,frage ich und versuche ihn zu beruhigen. "Du warst da...und ich auch. Wir haben uns gestritten, Jason kam dazu und hat dich mitgenommen. Ich bin euch hinterher gerannt und im nächsten Moment hat Jason dich vor ein Auto geworfen. Es hat sich so real angefühlt." ,meint er unter Tränen und sieht mich an. Ich streiche ihm lächelnd eine widerspenstige Haarsträhne, die ihm während seinen Erzählungen immer wieder vor ein Auge gerutscht ist, aus seinem Gesicht. "Ich bin hier Luca. Alles ist okay, das ist niemals passiert hörst du?" ,sage ich beruhigend. "Ja ich weiß, trotzdem die Vorstellung dass das echt war ist schrecklich." Vorsichtig wische ich ihm die Tränen weg und merke erst jetzt wie nah wir uns gerade eigentlich sind. Luca bemerkt es anscheinend auch, denn sein Blick gleitet runter zu meinen Lippen. Meine Blick war starr auf seine Augen gerichtet. Sie sind ein wenig rot vom Weinen aber das lässt das Grün noch strahlender aussehen. Wie kann man nur solche Augen haben? Und genau diese Augen kommen mir auf einmal näher.

Sanft legt er seine Lippen auf meine und lässt sie dort regungslos liegen. Nach einem kurzen Augenblick fängt er an sie ganz vorsichtig zu bewegen. Luca hat inzwischen seine Augen geschlossen, ich sehe ihn noch ein letztes mal an und schließe auch meine Augen. Der Kuss wird langsam intensiver, ich ziehe ihn weiter zu mir runter und fahre mit meinen Fingern durch seine weichen Haare. Seine Lippen hingegen sind Rau und bringen mich langsam aber sicher um den Verstand. Ich vergesse deswegen durch meine Nase zu Atmen und löse mich kurz von ihm um Luft zuholen. Luca grinst nur dumm und legt seine Lippen wieder auf meine. Dieses Mal artet es in einen Zungenkuss aus in dem Luca die Oberhand behält.

"Seppl hat zum Erstenmal recht. Ihr seid schon süß zusammen." Luca und ich fahren erschrocken auseinander und sehen zur Türe. Felix. Ich spüre schon wie mir die Röte in mein Gesicht steigt. Felix grinst mur noch stärker und lehnt gelassen am Türrahmen. "Was ist?" ,fragt Luca leicht genervt. "Ach so ja. Da drausen brummt und klingelt die ganze Zeit ein Handy. Das ist nicht mehr zum Aushalten. Gehört es vielleicht einem von euch?" ,fragt er jetzt. "Meins ist hier." ,meint Luca. "Es könnte meins sein." ,sage ich und schiebe Luca von mir. Ich schwinge die Beine über die Bettkante und stehe schwungvoll auf. Lasse mich aber zurück auf's Bett fallen und halte mir den Kopf. Ach du scheiße. Wieso hab ich das vorher noch nicht bemerkt? "Geht es dir gut?" ,fragt Luca sofort. "Mein Kopf." ,sage ich nur. "Sein Kopf?" ,höre ich Felix. "Jap." ,antwortet Luca. "Wieso?" "Alkohol." "Alkohol?" "Seppl." "Ah okay." ,meint Felix daraufhin und verlässt den Raum. "Was war das bitte für ein Gespräch?" ,frage ich verwundert. "Naja, er hat gefragt warum dein Kopf so weh tut weshalb ich gemeint hab, dass du zu viel getrunken hast. Er hat gefragt wie viel und ich hab geantwortet das es sehr viel war." ,erklärt er mir. "Hä? Du hast doch am Ende Seppl gesagt und nicht das ich sehr viel getrunken hab." ,stelle ich verwirrt fest. Mein Kopf tut schon wieder weh vom nachdenken. "Seppl trinkt immer zu viel und deshalb hab ich das gesagt. Es war ein Wunder das du gestern nicht gespuckt hast." ,meint Luca und wuschelt mir durch meine Haare. "Ich weiß das Seppl immer zu viel trinkt, rate mal wer es früher immer weg machen durfte." ,sage ich grimmig bei den Erinnerung. Gott war das Eklig. Luca lacht nur und hält mir ein Glas und eine Tablette hin. "Hier trink, das hilft. Ich hol mal dein Handy." ,meint er und geht schnell aus seinem Zimmer.

Als er zurückkommt, halte ich ein leeres Glas in der Hand und die Tablette befindet sich in meinem Mund. Während ich sie mit dem Wasser runterschlucke, gibt mir Luca mein Handy. Es brummt wirklich die ganze Zeit. Verwirrt sehe ich auf's Display. 375 Nachrichten und 31 Anrufe. Was ist denn jetzt passiert?

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Morgen erfahre ich ob ich operiert werde🤤wünscht mir glück😟😓😂😂🙈❤

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