Verrat!?

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Wir saßen alle gemütlich zusammen, aßen Pfannkuchen und tranken Kaffee, doch plötzlich stürmte ein Bote rein. Er rannte zu Christoph, der nicht sehr begeistert über die Entwicklung zu sein schien, und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Je länger er redete, desto sorgenvoller wurde Christophs Miene. Er sah erst jeden einzelnen von uns an und dann zu Cale. 

Ohne ein Wort erhob er sich und deutete Christoph, dass er ihn begleiten sollte. Wortlos verließen beide den Raum. Wir am Tisch sahen uns nur an, keine konnte auch nur einen einzigen Satz rausbekommen. Ich wollte aufstehen und den beiden hinterhergehen, doch meine beine spielten da nicht mit und so blieb mir nichts anderes übrig, als dem Geschehen um mich rum stumm zuzusehen. 

Zuerst sprang Anette auf und lief zur Tür. Jedoch wurde es ihr verweigert nach draußen zu gehen. Als nächstes war es Clarissa, die aus ihrer Trance erwachte. Sie schrie die Wachen vor der Tür an und versuchte alles um nach draußen zu gelangen, jedoch gelang es ihr nicht und so setzte sie sich verzweifelt in eine Ecke des Raumes, umschloss ihre Knie und schaukelte sich vor und zurück. Christian war in der Zeit auch schon aufgestanden und hatte die ganze Zeit versucht Clarissa zu beruhigen. Nun hockte er sich hinter sie, streichelte ihr zuerst ganz sanft über den Rücken und dann saßen beide Arm in Arm in der Ecke. 

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich nich nicht ganz verstanden, warum alle so aufgewühlt waren, immerhin waren wir doch nur in einem Raum eingesperrt und da hatte ich echt schon schlimmere Dinge erlebt. Meine Ziehfamilie saß ganz ruhig am Tisch und tat so, als ob es das normalste der Welt wäre. Sie unterhielten sich über irgendein belangloses Thema und lachten sogar ab und zu. Ich war dagegen immer noch in meiner Starre gefangen und konnte mich nicht bewegen 

Erst als einer der Offiziere das Zimmer betrat, fing ich wieder an normal zu denken. Ich hatte gar nicht die Gelegenheit in Panik auszubrechen, denn es strömten sehr viele Wachen und Bodyguards herein  und umzingelten uns. Panisch sah ich mich im Raum um und blickte dabei jeden einzelnen von ihnen ins Gesicht. Sie sahen alle sehr angestrengt aus und einige lief der Schweiß von der Stirn. 

Der Offizier meldete sich zu Wort: "Es tut uns wirklich sehr leid, dass sie in so eine Panik verfallen sind und das wir diese Maßnahme anwenden müssen, der es gibt momentan keine andere Lösung. Das wichtigste ist es ihre Sicherheit zu gewährleisten also verfallen sie bitte nicht in Panik. Im London Eye, im Big Ben und anderen Sehenswürdigkeiten unserer Hauptstadt wurden Bomben gefunden. Es sind auch keine kleinen Bomben. Nein, es sind Bomben die mit ihrer Sprengkraft einen Radius von 10 ha  zu Staub verwandeln können. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass wir sie schleunigst aus der Stadt bekommen und ein sicheres Gebiet fliegen. Wenn sie uns deswegen bitte Folgen könnten. Es besteht keinerlei Grund zur Aufregung..." 

Anette unterbrach ihn: "Nein, wirklich? Da draußen sind wer weiß wie viele Bomben und sie sagen uns, dass es keinen Grund zur Aufregung gibt! Sagen sie mir sofort wo mein Mann ist! Das ist ein Befehl!" 

Den Offizier schien es nicht wirklich zu interessieren, was Anette ihm befahl. Er setzte eine falsches besorgtes Lächeln auf: "Es tut mir wirklich leid, aber der König selbst hat mir befohlen ihnen nicht zu sagen, wo er sich in diesem Moment aufhält. Das gleiche gilt für seinen Begleiter." 

Anette wollte protestieren, jedoch hielt ich sie davon ab. Es würde nichts bringen. Das Wort des Königs steht nunmal über dem der Königin. Sie schoben uns aus dem Raum. Wir wurden zum Schlossgarten gedrängt und dort standen auch schon zwei Hubschrauber für uns bereit. Wir stiegen ein. Anette, Clarissa, Christian und ich in den ersten Hubschrauber und meine andere Familie in den zweiten. 

Der Hubschrauber stieg empor. Und mit einemmal hörte ich etwas, was mich zusammenfahren ließ. Es war ein lauter Knall, der aus der Innenstadt kam. gleich danach kam der nächste und dann der dritte. Nach einander hörten wir mehre Bomben explodieren. Mir strömten mir die Tränen über die Wangen. Ich drehte mich zu dem Offizier, der bei uns mit drin saß: "Sagen sie mir bitte, dass sie auch Menschen aus der Stadt evakuiert haben." 

Zu meiner Erleichterung nickte er: "Selbstverständlich. Wir konnten bis zu drei Millionen Menschen retten und sie erstmal aus dem Gefahrenbereich entfernen. Es haben sich jedoch auch manche geweigert ihr Hab und Gut zu verlassen." 

Ich sah aus dem Fenster des Hubschraubers. Obwohl wir schon relativ weit weg waren, sah man die Rauchwolken über der Stadt und das Feuer, das sich ausgebreitet hatte. Plötzlich kippte der Hubschrauber. "Ist er Pilot besoffen oder was ist hier los?" fragte Anette. 

"Nein, wir werden gerade verfolgt. Steven versucht nur den Kugeln auszuweichen." erklärte der Offizier hektisch. 

Besorgt drehte ich mich um, konnte jedoch nichts erkennen, da ein Hubschrauber ja kein Fenster hinten hat. Also fragte ich den Offizier: "Was ist mit dem anderen Hubschrauber? Sind sie in Ordnung." Anstatt mir zu antworten drehte er sich wieder zu Steven nach vorne und lenkte ihn durch den Kugelhagel. "Keine Sorge, ich habe schon bei unserem Abflug um Verstärkung gebeten. Si müssten bald da sein." sagte er an uns gerichtet. doch das interessierte mich nicht, ich hatte eher Angst um meine Familie. 

An uns sausten die Kampfjets vorbei. Sie beschossen sich jetzt gegenseitig, doch mich interessierte das nicht wirklich. Ich fragte mich stattdessen, was Cale mit der ganzen Sache zu tun hat.

Clair Maos - die Geschichte einer KöniginLies diese Geschichte KOSTENLOS!