Frühstück

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Nach fünf Filmen waren alle eingeschlafen, außer mir. Dank Cale war ich hellwach und er schlief natürlich. Ich konnte mich aber auch nicht aus seinem Griff befreien, ohne dass er aufwachen würde. Also blieb mir nichts anderes übrig, als noch einen Film zu sehen. Ich hatte mittlerweile schon alle großen Filmgenres durch und nun skippete ich durch die Empfehlungen von Netflix. So wirklich ansprechend war für mich aber keiner von ihnen und so beschloss ich einfach die Serie weiterzusuchen, die ich vor dem ganzen Prinzessinnenzeugs angefangen habe "Riverdale". So ein richtiger Klassiker, aber was will man denn machen. Mit meinen anderen Serien war ich total im Rückstand und bei den meisten wusste ich auch gar nicht mehr worum es ging.

Ich sah mir die letzten drei Folgen bis zum Staffelfinale der ersten Staffel an und überlegte dann, ob ich die zweite noch anfangen sollte. Aber ich lies es sein, da die Staffel zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig zur Verfügung stand und so was find ich echt ätzend. Ich bin ein Mensch, der an einem Tag gleich eine Staffel durchguckt.

Mittlerweile war mir mein rechter Arm eingeschlafen und jeder Versuch ihn zu befreien ohne Cale zu wecken missglückte und so beschloss ich einfach keine Rücksicht mehr auf ihn zu nehmen. Ich hob seinen Arm hoch und legte ihn zu ihm. Ich stand auf und schüttelte erstmal meinen Arm aus. Cale schien es nicht besonders gestört zuhaben er hatte mir den Rücken zugewandt und schlief weiter. Danke auch.

Mit meinem kribbelnden Arm ging ich in das Schloss und holte mir erstmal was zu essen. Ich hatte so einen Hunger. In der Küche des Schlosses war ich bis jetzt auch noch nicht gewesen und genau aus diesem Grund ging ich rein. Es war wie ausgestorben hier drin. Wirklich niemand war da und ich hörte nur, wie die Kühlschränke vor sich hin brummten. Was soll's? Ich wusste ja immerhin wie man sich ein Brot schmierte. So schwer war es nicht.

Ich öffnete einen der Kühlschränke und fand eine riesige Auswahl vor. Von Eiern bis zum Schweizer Käse war alles dabei. Gut der Kühlschrank war auch beschriftet mit "Eier und Milchprodukte" Ich fragte mich, wo die Nutella stand und ob sie hier im Kühlschrank gelagert wurde. Das macht ja doch jeder anders.

Nach einem kurzen Überblick über die große Auswahl beschloss ich Pfandkuchen zu machen. Ich suchte mir die Zutaten zusammen und schlug die Eier in die Schüssel. Plötzlich schwang die Tür der Küche auf und Clarissa kam herein. "Was machst du denn hier?" fragte sie mich erschrocken. "Ich hatte Hunger und hier war ja niemand also habe ich beschlossen mir selbst etwas zumachen." nebenbei machte ich unberührt weiter und legte die erste Kelle in die Pfanne. Nach kurzer Zeit wendete ich den Pfannkuchen. "Kannst du mir bitte 9 Teller für uns alle aus dem Schrank dort hinten holen." bat ich sie. Sie sah verzweifelt zu mir rüber: "Ich war hier doch auch nur ein oder zweimal drin, Claire. Wo stehen die Teller?" Lächelnd zeigte ich auf einen der vielen Schränke und Clarissa tat, worum ich sie gebeten hatte.

Der erste Pfannkuchen landete auf einem der Teller und ich legte die nächste Portion in die Pfanne. Claire beugte sich kritisch über den Teller und roch dran. "Keine Sorge, die sind nicht vergiftet." lachte ich sie aus.

"Die riechen echt gut. Ich wusste ja gar nicht, dass du kochen kannst." sagte sie.

"Ja ich habe ja auch einige Jahre alleine in einer Wohnung leben müssen, die insgesamt so groß ist wie diese Küche. Da sollte man schonmal wissen, wie man kocht, oder zumindest wie man eine Tiefkühlpizza warm macht." erklärte ich.

"Du kannst ja schonmal den Tisch decken. Das Besteck befindet sich in der Schublade direkt unter den Tellern." sagte ich.

Clarissa brauchte echt ewig um den Tisch zu decken aber am Ende war doch alles vorhanden. Mit den gefüllten Tellern auf dem Armen ging ich in das Esszimmer und stellte die Teller auf die Plätze. Die Anderen waren mittlerweile auch schon da. Die ersten fünf Teller stellte ich ab und dann holte ich den Rest.

Bevor ich aus der Küche rausgehen konnte stellte sich mir Clarissa in den Weg: "Sag mal, was läuft da eigentlich jetzt zwischen dir und Cale?" fragte sie.

"Was meinst du?"fragte ich unschuldig.

Sie sah mich böse an: "Jetzt tu doch nicht so. Der Typ sitzt dort draußen und sieht dich an, als ob er dich gleich auffressen möchte."

"Also ich denke, der hat einfach nur Hunger." antwortete ich ihr ganz sachlich. "Kannst du mich jetzt bitte durchlassen, die Teller werden langsam echt schwer."

Clair Maos - die Geschichte einer KöniginLies diese Geschichte KOSTENLOS!