Kapitel 42

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Pov. Luca
"Sie kommen!" ,meint Max aufgeregt. Vor ungefähr Zehn Minuten haben wir meinem Seppl geschrieben und er meinte das sie demnächst kommen. Seine Mutter schließt die Türe auf und begrüßt uns lächelnd, doch im nächsten Moment stoppt sie und sieht uns fragend an. Dad und Seppl haben mittlerweile auch das Haus betreten. "Okay was ist hier los? Was habt ihr angestellt?" ,fragt sie und wirft Max und Seppl einen strengen Blick zu. "Was meinst du?" ,fragt Sebastian verwundert. "Du wolltest die ganze Zeit nicht nach Hause und als du irgendeine Nachricht bekommen hast, wolltest du ganz schnell hier her. Wir kommen an und die Beiden-" Sie stoppt kurz und deutet auf Max und mich. "-stehen hier als hätten sie auf uns gewartet. Außerdem rieche ich mein Lieblingessen und das kocht ihr immer nur, wenn ihr was ausgefressen habt. Also, was war es diesmal?" ,fragt sie und verschränkt ihre Arme. Seppl grinst nur wissend und legt seine Hand auf ihren Rücken. "Das siehst du dir am Besten selbst an." ,meint er und schiebt sie leicht zu der geschlossenen Türe. "Du auch Dad." ,sage ich und deute mit einem Nicken zu Seppl und seiner Mutter. Er sieht mich etwas verwundert an, folgt den Beiden anderen dann aber doch. Lächelnd sehe ich zu Max, der über etwas nachzudenken scheint. "Max?" ,frage ich und tippe ihn an. Er erwacht aus seiner Starre und sieht mich etwas verpeilt an. Ich lache nur und laufe den anderen hinterher. Max versteht und folgt mir schnell.

Anke und Dad bestaunen inzwischen den Tisch, den ich gedeckt habe. Seppl bemerkt mich und sieht mich anerkennend an. Ich grinse nur zurück während Max neben mir zum Stehen kommt. "Was...?" ,ist das Einzigste was sie herausbekommt. "Max und Luca haben das zusammen gemacht. Ich hatte die Idee und die Beiden haben es umgesetzt. Wir wollten euch einfach ein romatisches Essen zu Zweit schenken. Und es könnte sein, das ich euer Gespräch gestern belauscht habe. Ihr braucht euch keine Sorgen machen, wir kommen schon alle gut miteinander aus. Ich mein Jenny und Chiara sind sowieso schon Freunde. Luca und ich ebenfalls und die Beiden da-" ,er deutet grinsend auf Max und mich bevor er wieder weiter redet. "-haben es geschafft das hier hinzubekommen und beide leben noch. Also braucht ihr euch wirklich keine Sorgen machen das wir Kinder uns nicht vertragen." ,beendet Seppl seine kleine Rede. Meine Mutter lächelt erleichtert und umarmt ihren ältesten Sohn. Anke zieht jetzt auch meinen Vater und Max in die Umarmung. Max hat allerdings noch rechtzeitig nach meiner Hand gegriffen, weshalb ich jetzt auch in der Gruppenumarmung lande. "Ich bin so froh das ihr euch alle versteht." ,meint sie glücklich. "Vielleicht werden wir auch irgendwann zu einer glücklichen Familie." ,setzt sie noch hinterher. Ich merke wie sich Max neben mir leicht anspannt. Wir lösen uns alle voneinander und ich werfe Max einen kurzen Blick zu. Ich sehe das er wieder nachdenkt. Aber über was?

Manchmal wünsche ich mir ich könnte Gedanken lesen. Früher als ich noch ein kleiner Junge war wollte ich immer die Superkraft haben, Gedanken zu lesen. Ich weiß noch genau das Mom früher immer so getan hat, als könnte ich wirklich ihre Gedanken lesen. Das waren noch schöne Zeiten. Ich seufze leicht bei dem Gedanken an meine Mutter.

"Du musst Morgen wieder mit dem Bus fahren. Ich muss wieder früher los." ,reißt mich Anke aus meinen Gedanken. "Och ne. Ich hasse Bus fahren." ,meint Max schlecht gelaunt. "Dann läufst du halt." "Mom. Ich hasse es mit dem Bus zu fahren und ich hasse es auch zur Schule zu laufen." ,meckert er weiter. "Max ich kann daran nicht's ändern." ,meint seine Mutter und lächelt leicht. Max will gerade etwas erwideren, doch ich komme ihm zuvor. "Ich könnte dich auch fahren." "Sicher? Du müsstest ziemlich früh aufstehen." ,meint Max nicht wirklich begeistert. "Also willst du doch lieber laufen?" ,frage ich zurück. Max sagt daraufhin nicht's sondern schüttelt nur seinen Kopf. "Das wäre wirklich nett von dir Luca. Willst du wieder hier schlafen?" ,fragt sie mich freundlich. Ich sehe kurz rüber zu Max, doch dieser starrt nur stumm auf den Boden. "Ja gerne." ,sage ich lächelnd. "So. Jetzt lassen wir euch mal alleine." ,meint Sebastian grinsend und läuft aus dem Zimmer. Max und ich hinterher. "Ich bin in meinem Zimmer." ,meint Seppl und läuft sofort die Treppe hoch, bleibt aber nochmal stehen und dreht sich zu uns um. "Ich muss schon sagen, ich bin beeindruckt. Bei Max war es zu erwarten das er es hinbekommt, aber ich hätte nicht gedacht das du es so gut hinbekommst." ,meint er anerkennend und läuft mit einem letzten Grinsen weiter die Treppe hoch. Ich wende den Blick von Sebastian ab und sehe zu Max. Dieser läuft einfach an mir vorbei, die Treppe hoch, in sein Zimmer. Verwirrt folge ich ihm. Wieso ist er denn jetzt so komisch? Seit der Gruppenumarmung ist er so seltsam. Oder war er es nicht schon davor?

Ich betrete sein Zimmer und mache die Türe hinter mir zu. Max sitzt an seinem Schreibtisch und holt etwas aus seinem Rucksack. "Max?" Ich muss einfach wissen warum er so drauf ist. Hab ich was falsch gemacht? Vorhin war doch alles noch gut und jetzt? "Max?" ,frage ich noch einmal weil er mir beim Erstenmal nicht geantwortet hat. "Ich kann grad nicht. Ich muss Hausaufgaben machen." ,kommt es gereizt von Max. "Ich will doch nur-" "Psst. Mathe ist schwer, ich muss mich konzentrieren. Also sei bitte leise." ,sagt er abweisend. "Aber-" "Luca jetzt halt doch einfach deine Fresse." ,sagt er genervt und dreht sich in seinem Stuhl kurz zu mir um. Er wirft mir einen wütenden Blick zu, bevor er sich wieder zu seinem Schreibtisch umdreht. Was hab ich ihm bitte getan? Der ist ja schlimmer wie meine Schwester. Ich merke, das es jetzt nicht's bringen würde, mit Max zu reden. Deshalb schnappe ich mir meinen Rucksack und fange an den Vlog zu schneiden. Der muss ja auch irgendwann mal fertig sein. Bei der Stelle mit dem Laden, fallen mir die Ketten wieder ein. Die sind noch in meiner Jacke, aber ich glaube ich werde sie Max wann anders geben. Jetzt ist devinitiv nicht der richtige Zeitpunkt.

Irgendwann habe ich es geschafft und lade den Vlog hoch. Etwas müde lehne ich mit dem Rücken an der Wand und beobachte Max von seinem Bett aus. Der kann doch nicht immer noch an den Hausaufgaben hängen. Was er bloß gerade denkt?

Pov. Max
Wie konnte ich auch nur für einen einzigsten Moment denken, dass das mit Luca und mir funktioniert?

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