Kapitel 34

367 34 19

Pov. Max
Ich bereue es sofort das gesagt zu haben und beiße mir auf meine Unterlippe. "Scheiße." ,sagt Seppl plötzlich und ich sehe ihn verwirrt an. Müsste er nicht eigentlich ausrasten? Stört es ihn nicht das ich ihn einen seiner Freunde verknallt bin. "Oh Max das tut mir so leid." ,meint er und steht auf. Er nimmt meine Hände und zieht mich hoch in eine Umarmung. Ich umarme ihn zurück und eine Träne nach der andern verlässt meine Augen. "Weiß Luca davon?" ,fragt er mich vorsichtig. "Ja."  ,hauche ich gegen seine Schulter. "Was hat er gesagt?" "Seppl wir waren schon zusammen, ich hab es gerade beendet." ,sage ich verzweifelt und drücke mich von ihm weg. "Wieso?!" Ich sehe ihn fassungslos an. "Wieso? Wieso?! Seppl er wird unser Stiefbruder! Und du fragst mich warum ich die Beziehung beendet habe?!" ,schreie ich entgeistert. Ich wollte Sebastian nicht anschreien. Es tut mir jetzt schon wieder leid, aber die ganze Wut musste einfach mal raus. "Sorry." ,nuschel ich und schaue beschämt zu Boden. "Du musst dich nicht entschuldigen. War ne blöde Frage von mir." ,höre ich ihn sagen.

"Max?" "Mhh?" "Was hast du da an deinem Hals?" ,fragt er vorsichtig. Reflexartig fasse ich an den Knutschfleck und verziehe das Gesicht. Wieso muss man den nur so gut sehen können? "Siehst du doch." ,sage ich und sehe an ihm vorbei an die Wand. "Von wem ist der? Den hattest du vorhin noch nicht." "Von Luca." ,sage ich und versuche Seppl's Blick auszuweichen. "So kannst du nicht hoch. Die anderen würden es bemerken." ,meint er. "Naja wenn du ihn sogar entdecken konntest, hast du wohl recht." ,sage ich. "Ey." ,sagt Sebastian gespielt gekränkt. "Sorry Seppl und danke das du für mich da bist." ,entschuldige ich mich lächelnd. "Ist doch selbstverständlich und hier." ,sagt er und zieht seinen Schal aus. "Nimm ihn um deinen Knutschfleck zu verstecken. Ich glaube ich werde es ohne ihn überleben." ,meint er grinsend und hält ihn mir hin. Sebastian hat seit gestern eine leichte Erkältung und Mom musste übertreiben und hat gemeint das er es nur verschlimmert wenn er keinen Schal anzieht. Kurz gesagt, Seppl wurde von unserer Mutter gezwungen den Schal anzuziehen und ist jetzt wahrscheinlich froh ihn los zu sein. Ich nehme ihn dankend an und lege ihn mir um. "Bereit?" ,fragt er jetzt. "Ja, aber warte noch. Sieht man das ich geweint habe?" ,frage ich noch. "Ein wenig, aber sag einfach das du ausgerutscht bist und deshalb geweint hast." ,meint er und lächelt mir aufmunternd zu.

Zusammen laufen wir zurück zu den anderen und setzten uns an den Tisch. Ich gegenüber von Luca, der mich mit seinen grünen Augen genau beobachtet. "Geht es dir gut Max?" ,fragt mich meine Mutter. Alle Augenpaare am Tisch schauen zu mir. "Ja alles gut. Ich bin nur ausgerutscht als Luca wieder gegangen ist." ,lüge ich und ringe mir ein Lächeln ab. "Hast du dich verletzt?" ,fragt sie besorgt. "Nein es tat nur kurz weh." "Dann ist ja gut. Ich hab schon für dich bestellt, ich hoffe das ist in Ordnung." "Ja danke Mom." ,sage ich und schaue vor mich auf den Tisch. Die Gespräche um mich herum starten wieder während ich nur stur auf den Tisch starre. Als ich irgendwann meinen Blick hebe, sehe ich direkt in ein grünes Augenpaar. Ich will eigentlich weg schauen aber seine Smaragdgrünen Augen ziehen mich in ihren Bann. Wie kann man nur solche Augen haben? Sie sind so wunderschön, aber ich sollte wegschauen. Das ist doch viel zu auffällig, wenn ich so starre. Plötzlich wird ein Teller vor mich gestellt und ich schrecke aus meiner Starre hoch. Ich sehe mich um und kann einen Mann neben mir erkennen. Dieser stellt gerade Seppl auch einen Teller hin und mein Bruder bedankt sich höfflich. Ich schaue zu allen anderen und bemerke das alle anfangen zu essen, auch Luca. Nur das Luca während er isst die ganze Zeit zu mir schaut. Seine Blicke machen mich wahnsinnig nervös. Ich versuche diese zu ignorieren und kontzentriere mich auf mein Essen. Plötzlich höre ich meinen Namen und sehe auf. "Was?" ,frage ich. "Ich habe dich gefragt ob Luca zu dir oder zu Sebastian in's Zimmer soll."  ,wiederholt meine Mutter ihre Frage nochmal. "W-wie?" ,frage ich geschockt. Luca soll in mein Zimmer? "Mom, du weißt das ich es hasse wenn andere in meinem Raum pennen." ,meint jetzt Sebastian. Oh vergiss es Sebastian. "Wieso schläft Luca nicht bei sich zuhause?" ,frage ich jetzt verwirrt. "Hast du mir in den letzten fünf Minuten zugehört?" ,fragt mich meine Mutter. "Ne nicht wirklich." ,gebe ich zu. "Jens und ich fanden es sei eine gute Idee, wenn wir alle bei uns zuhause schlafen und uns morgen noch besser kennenlernen. Jenny schläft in Chiara's Zimmer, Jens bei mir und jetzt ist die Frage in welchem Zimmer Luca schläft. Also entweder bei dir oder bei Sebastian.",erklärt sie mir. Oh nein. Luca darf nicht in meinem Zimmer schlafen. Das wird nicht gut ausgehen. "Wie schon gesagt, ich penn alleine. Luca kann zu Max in's Zimmer." ,meint Seppl und isst weiter. Er hat die ganze Sache anscheinend schon für sich abgeschlossen, doch nicht mit mir Bruderherz. "Aber Seppl und Luca verstehen sich doch viel besser. Die wohnen ja sowieso schon zusammen dann können sie sich auch ein Zimmer teilen." ,protestiere ich. "Seppl schnarcht aber." ,mischt sich jetzt auch Luca ein und fokussiert mich mit seinen Augen. "Dich hat keiner gefragt." ,sage ich kalt. Ich darf Luca einfacht nicht mehr an mich ranlassen. Ganz einfach. Früher hab ich ihn doch auch nicht leiden können. Das geht bestimmt ganz schnell ihn wieder zu hassen. "Maximilian!" Oh oh, wenn meine Mutter mich so nennt ist Ärger im Anmarsch. "Was?" ,frage ich genervt. "Du könntest wirklich mal netter zu ihm sein und ihm eine Chance geben. Vielleicht versteht ihr euch ja gut. Schließlich wird er vielleicht mal dein Stiefbruder." ,schimpft meine Mutter. Den Hunger, den ich bis jetzt verspürt habe, ist wie weggeblasen. Luca soll nicht mein verschissener Stiefbruder werden, er soll einfach nur mein Freund sein. Mehr will ich doch gar nicht. "Ja ist okay. Es tut mir leid Luca." ,entschuldige ich mich und schaue auf den Tisch. "Gut und Luca schläft bei dir im Zimmer." ,meint sie bestimmend. "Abe-" "Kein aber." ,meint sie streng. Ich nicke nur stumm und drehe meinen Kopf zu Luca um. Dieser isst grinsend weiter. Als er mein Blick bemerkt, sieht er mich an und zwinkert grinsend. Ich darf ihn nicht an mich ranlassen! Auf gar keinen Fall. Das würde alles nur noch schlimmer machen. Ich stelle einfach alle meine Gefühle in seiner Nähe ab. Ob das wirklich so einfach ist? Ja ist es Max. Das war nur eine kleine Schwärmerei für Luca. Nicht's ernstes. Ich vergesse ihn bestimmt ganz schnell wieder. Ach wem mache ich hier was vor? Wenn es nicht's ernstes für mich wäre, würde es mich nicht so fertig machen.

Die Zeit vergeht relativ schnell, ich habe eigentlich die ganze Zeit nur nachgedacht. Luca's Vater bezahlt alles und wir begeben uns zum Parkplatz. Ich habe null Bock darauf, das Luca in meinem Zimmer schläft. "Ah Max, kannst du mit Luca fahren? Jens und Jenny sind vorhin hier her gelaufen, weshalb ich die beiden jetzt mitnehme. Luca du kannst mir einfach hinterher fahren oder Max sagt dir wo es lang geht." ,meint meine Mutter und steigt schon in das Auto. Warte was? Ich soll mit Luca in einem Auto sitzten? Und das eine fucking halbe Stunde lang?! Okay wo ist die versteckte Kamera? Das ist nicht mehr lustig. Ich drehe mich zu Luca und seinem Auto um und sehen ihn grinsend davor stehen. Das kann ja was werden.

Mauz~Schicksal?Lies diese Geschichte KOSTENLOS!