Planung

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Die Wärme um mich rum verschwand mit dem Ende des Feuerwerks und ich war wieder alleine in einem Haufen von Menschen, die ich eigentlich gar nicht kannte. So wirklich reinpassen werde ich wohl nie aber ich kann immerhin mein bestes versuchen. 

Alle klatschten und die Masse verließ die Aussichtsplattform wieder. Wir kamen auf einen großen Platz wo die Menschen aus der ganzen Welt auf uns warteten und und freudig begrüßten. Alle bedankten sich bei Christoph und Anette für ein weiteres tolles Jahr ihrer Regentschaft. Langsam wurden auch wieder Autos herangefahren, die erst die Gäste und dann uns mitnahmen. Ich stieg mit meiner 'Familie' in ein Auto und wir fuhren zum Schloss zurück. 

Christoph drehte sich zu Clarissa und mir um: "Wie hat es euch denn gefallen?" 

Bevor ich antworten konnte fing Clarissa an zu reden: "Das war echt die Hölle. Ich hätte mir beinahe in die Hosen gemacht und Claire bedankt sich am Ende noch bei dem Schauspieler für diesen Horrortrip." Ich musste schmunzeln und auch Christoph lag ein Lächeln auf den Lippen. Anette drehte sich nun ebenfalls zu uns um und lachte Clarissa aus: "Ich hab es gewusst! Ich wusste mein Plan geht auf." 

Clarissa sah sie empört an: "Sag mir bitte nicht, dass du das geplant hast!" 

Anette sah sehr bemüht aus nicht zu lachen als sie antwortete: "So etwas könnte ich dir doch nie antun." Beleidigt verschränkte Clarissa ihre Arme vor der Brust. 

"Jetzt ist sie eingeschnappt" lachte Christoph. "Wie hat es eigentlich dir gefallen, Claire?"

Vorsichtig sah ich zu Clarissa hinüber: "Also eigentlich hat es mir sogar sehr gut gefallen. Wir haben das in Hastings ja fast nie gefeiert, geschweige denn so groß und so spektakulär. Ich persönlich liebe ja auch Gruselhäuser, aber das war tausendmal besser als so ein Haus. Vielen Dank, dass ich daran teilnehmen durfte." 

Alle drei sahen mich erstaunt an: "Wir wussten ja gar nicht, dass du so etwas noch nie gemacht hast. Das ist doch auch einer der wichtigsten Feste in England."

"Ja, ich weiß. Wir haben Feste generell immer sehr vernachlässigt und wir waren auch der Meinung, dass so etwas sehr unnötig ist und Geldverschwendung. Wir hatten damals kein Geld und haben lieber mit Freunden und Nachbarn Grillabende gemacht oder uns einen Film angesehen." erklärte ich Ihnen. 

"Was haltet ihr davon, wenn wir mal einen Grillend zusammen mit Claire's Ziehfamilie machen?" schlug Anette vor. 

"Das ist eine großartige Idee und am Abend gucken wir einen Film und essen Popcorn." stimmte auch Christoph zu. "Wenn ihr wollt können wir das auch schon in drei Tagen machen. Dann bleibt ihr beiden einen Tag länger und der Rest der Schule fährt schonmal zurück."

"Ich bin auch dafür." sagte Clarissa und ich stimmte ihr zu. 

Die restliche Fahrt redeten wir noch über den Abend und über das Feuerwerk, dass ich ja nur am Rand mitbekommen habe. Wir hielten nach einer gefühlten Ewigkeit vor dem Palast, stiegen aus und im Schloss angekommen, wünschten wir uns noch eine gute Nacht und dann trennten sich unsere Wege. Clarissa und ich gingen zu ihrem Fahrstuhl und fuhren hoch. Dann wünschten wir uns nochmals eine gute Nacht und wir gingen jeder in sein Zimmer. 


Clair Maos - die Geschichte einer KöniginLies diese Geschichte KOSTENLOS!