Kapitel 31

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Pov. Luca
Das durchgehende brummen eines Handy's reißt mich aus meinem ruhigen Schlaf. Genervt mache ich meine Augen auf und sehe wie Max noch schläft. Wie kann er bei dem Krach noch schlafen? Müde strecke ich mich über Max zu meinem Nachttisch auf dem mein Handy liegt. Ich greife danach und sehe das mich mein Vater gerade anruft. Was will der den jetzt von mir? Verwirrt und noch ziemlich müde nehme ich hab und halte mir das Handy an's Ohr. "Was willst du von mir?" ,frage ich gähnend in mein Handy. Max hat sich mittlerweile im Schlaf zu mir umgedreht und kuschelt sich an mich. Mit einem Lächeln betrachte ich ihn und fahre mit meiner freien Hand durch seine Haare. Ein zufriedenes Brummen bekomme ich als Antwort und ich grinse vor mich hin. "Ich wollte dir nur sagen das du später zu mir kommen sollst. Jenny, du und ich gehen essen, ich muss euch was wichtiges erzählen." ,meint mein Vater fröhlich. "Wann später?" ,frage ich und schaue zu Max der sich über seine Augen reibt und leise gähnt. Das sieht so niedlich aus. "Wir gehen um Siebzehn Uhr essen, also sei eine halbe Stunde früher bei mir." "Okay Dad. War's das?" ,frage ich schnell. "Ja das war's, aber vergess nicht zu kommen Luca. Es ist mir wichtig." "Ich vergess es nicht Dad. Bis später." ,verabschiede ich mich und lege auf. Ich lege mein Handy weg und schaue zu Max runter der mich fragend ansieht. "Mein Vater will das ich nacher zu ihm komme." ,sage ich deshalb und ziehe Max zu mir. Er nickt und gähnt wieder müde. Ich küsse ihn auf die Stirn und er legt seinen Kopf in meine Halsbeuge. "Wie spät ist es?" ,nuschelt er gegen meinen Hals. Ich schauen auf meine große Uhr, die ich gegenüber von meinem Bett aufgehangen habe. "Kurz nach Zwei." "Mittags?" ,fragt er verschlafen. "Natürlich ist es Mittag." ,lache ich. Max brummt nur als Antwort. "Ich hab hunger." ,murmelt er irgendwann und drückt sich leicht von mir weg. "Dann solltest du was essen." ,meine ich grinsend. "Blödmann." ,murmelt Max und rollt sich von mir runter. "Hey wo willst du hin?" ,frage ich und hindere ihm am Aufstehen. Ich ziehe ihn an seiner Hüfte zurück zu mir in's Bett. "Ich wollte was essen." ,meint dieser und gähnt kurz darauf wieder. "Ich hol dir lieber was, es könnte sein das du deinem Bruder über den Weg läufst und das wollen wir nicht." ,sage ich und gebe ihm einen Kuss auf die Stirn. Max nickt müde und ich stehe langsam auf. Schnell decke ich Max noch zu und schließe meine Türe auf. Ich trete aus meinem Zimmer und schließe die Türe wieder zu. Auf dem Weg zur Küche strecke ich mich und fahre mir durch meine Haare.

Ich glaub ich werde einfach nur Rührei machen, das ist einfach und schmeckt gut. Immernoch müde fange ich an das Rührei zu machen. Irgendwann höre ich Schritte die sich mir nähern weshalb ich kurz über die Schulter schaue. Seppl kommt schlecht gelaunt in die Küche und schnappt sich ein Glas das er mit Wasser fühlt. Ich wende mich wieder dem Rührei vor mir zu und muss schmunzeln. "Wo sind die verdammten Tableten?" ,fragt er mich genervt. "Im Bad." ,antworte ich woraufhin Seppl genervt aus der Küche läuft. Kurz darauf kommt er wieder zurück und im Augenwinkel kann ich erkennen wie er sich an den Tisch setzt und seinen schmerzenden Kopf massiert. "War gestern wohl zu viel Alkohol oder?" ,frage ich grinsend und werfe ihm einen kurzen Blick über meine Schulter zu. "Wieso fragst du mich das, wenn du die Antwort sowieso schon weißt?" ,fragt er mich schlecht gelaunt. Ich zucke nur mit meinen Schulter und nehme jetzt den Teller in die Hand auf dem sich mittlerweile das Rührei befindet. Schnell schalte ich den Herd aus und schiebe die Pfanne von der noch heißen Herdplatte.

Ich hole mir noch eine Gabel und mache mich auf den Weg in mein Zimmer. "Ich ess in meinem Zimmer." ,teile ich Seppl noch mit der nur kurz brummt. Vorsichtig schließe ich die Türe wieder auf und laufe in mein Zimmer. Den Teller stelle ich auf meinem Nachttisch ab. Schnell drehe ich mich um und schließe die Türe wieder ab. Nicht das Seppl noch rein kommt. Jetzt laufe ich zu Max, der mittlerweile wieder in meinem Bett eingeschlafen ist. Lächelnd kniee ich mich auf mein Bett und beuge mich über ihn. "Max, aufwachen." ,sage ich küsse seine Wange. Max macht langsam seine Augen auf und sieht mich an. "Essen." ,sage ich grinsend und setzte mich auf die Bettkante. Max richtet sich langsam auf und lehnt sich mit seinem Rücken gegen das Kopfstück von meinem Bett. Ich gebe ihm schnell den Teller mit einer Gabel und setzt mich neben ihn. Max fängt sofort an zu essen und ich beobachte ihn schmunzelnd.

Als Max fertig ist stelle ich den Teller weg und wir kuscheln wieder. "Können wir das nicht den ganzen Tag machen?" ,fragt Max und sieht mich wieder mit seinen Teddybär Augen an. "Wie gern ich das machen würde." ,sage ich und schließe genießerisch meine Augen. "Max?" "Mhh?" "Erinnerst du dich noch an gestern Abend, kurz bevor du eingeschlafen bist?" ,frage ich ihn und streiche über seinen Rücken. "J-ja." ,meint er unsicher. Ich öffne wieder meine Augen und schaue suf ihn runter. Seine Wangen haben einen leichten rot Ton angenommen, was mich schmunzeln lässt. "Erinnerst du dich auch noch an deine Frage?" Diesmal nickt Max nur und versteckt seinen Kopf in meiner Halsbeuge. "Und was sagst du dazu?" "Wie meinst du das?" ,fragt er verwundert und hebt jetzt seinen Kopf. Er sieht mir direkt in meine Augen und ich grinse breit. "Na willst du jetzt mein Freund sein?" ,frage ich grinsen. Max fängt jetzt auch breit an zu grinsen und küsst mich stürmisch. "Ich nehme das mal als ein ja." ,sage ich lachend als wir uns von einander lösen. Max nickt kräftig und wir grinsen beide um die Wette. Das ist bis jetzt einer meiner schönsten Momente in meinem Leben.

Ich hätte am liebsten heute nicht's anderes mehr gemacht, als mit Max in meinem Bett zu kuscheln. Aber das geht ja leider nicht. Ich sitzte gerade in meinem Auto und fahre zu dem Restaurant. Mein Vater meinte ja ich sollte vorher noch zu ihm nschhause fahren, aber das hat mir von der Zeit nicht gereicht. Es gab ein paar Probleme wegen Max. Ich musste ihn aus der Wohnung raus bringen ohne das ihn jemand sieht und das ging leider erst als Seppl duschen gegangen ist. Meinem Vater hab ich sofort geschrieben der mir anschließend den Namen von dem Restaurant verraten hat und wo es ist. Um ehrlich zu sein habe ich keine Lust mit meiner Familie Essen zu gehen. Aber das könnte auch daran liegen das ich jetzt viel lieber bei Max wäre. Ich hab ihm vorhin nochmal geschrieben aber er hat mir bis jetzt noch nicht geantwortet. Wahrscheinlich hat er grad einfach keine Zeit. Es ist so ein unbeschreiblich schönes Gefühl zu wissen das er mein Freund ist. Wir werden noch so viele Dinge in der Zukunft erleben, also hoffe ich zumindest.

Ich bin endlich angekommen und verbringe jetzt meine Zeit damit einen Parkplatz zu suchen. Als ich das Geschafft habe, steige ich aus und schließe mein Auto ab. Ich schaue nochmal an mir runter und überprüfe, ob das was ich anhabe Dad's Vorstellungen entspricht. Er meinte ja ich sollte mich schick anziehen. Das habe ich aber nicht wirklich befolgt und trage meine dreckigen Vans, eine zerissene Jeans und ein Lucrew T-Shirt. Tja pech gehabt Dad. Den Autoschlüssel stecke ich in meine Hosentasche und mache mich auf den Weg. Im Restaurant angekommen, wird mir sofort warm und ich ziehe schnell meine Jacke aus. Bor ist hier stickige Luft. Die könnten ruhig mal lüften, aber auf sowas kommen sie hier ja nicht. Augen verdrehend fahre ich mir nochmal durch meine Haare und hoffe das ich nicht ersticke. Ich weiß nicht wie ich es hier aushalten soll. Ist ja schlimmer wie in einer Sauna! Die Leute um mich herrum reden alle mit ihren Freunden oder Familien. Ich sehe mich ein wenig planlos nach meiner Familie um und entdecke meinen Vater irgendwann winkend an einem Tisch sitzen. Jenny sieht beschämt in eine andere Richtung weg und tut so als würde sie den Mann neben sich nicht kennen. Ja Dad kann manchmal schon echt peinlich sein. Lächelnd laufe ich zu den beiden und setzte mich zu ihnen an den großen Tisch. Verwundert betrachte ich noch die anderen freien Plätze an unserem Tisch. "Kommt noch jemand?" ,frage ich und deute auf die vier freien Plätze. "Ja." ,meint Dad nur knapp und sieht sich nervös um. Sein Blick bleibt plötzlich irgendwo hängen, ich folge seinem Blick und sehe eine Frau die gerade das Restaurant betreten hat. Ich kenn sie irgendwoher und als ich sehe wer ihr folgt, wird mir bewusst wer das ist.

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