Kapitel 17

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Pov. Max
Sebastian weiß das Luca in Köln ist und warnt mich nicht vor? Außerdem hat Seppl seine Handynummer, das heißt das sie so etwas wie Freunde sind. Er weiß doch wie sehr ich diesen Luca hasse. Okay eigentlich hasse ich ihn nicht wirklich...er war ja ganz nett im Supermarkt. Nein halt stopp. Ich kann ihn nicht leiden. Er ist arrogant, dumm und hässlich. Ja genau hässlich! Mit diesem blöden dauergrinsen, was einen automatisch auch grinsen lässt und seinen grünen Augen, die glänzen wie Smaragde. Also wie alte dreckige Smaragde. Überhaupt nicht schön diese Dinger in denen man sich verliert ob man will oder nicht. Ich sag ja total hässlich. Seine Haare die übertrieben weich aussehen, sind auch total hässlich so wie der ganze Rest. Und als er im Supermarkt rot geworden ist, sah er überhaupt nicht süß aus. Oh nein. Er war so rot wie eine Erdbeere, eine süße Erdbeere. Warte mal. Hab ich ihn grad ernsthaft süß genannt? Nein ich hab gedacht das er süß ist, aber das ist er nicht. Das ist er ganz und gar nicht. O Gott warum denk ich überhaupt so viel über ihn nach? So wichtig ist er jetzt auch wieder nicht und trotzdem denke ich über ihn nach.

Ob er auch so viel über mich nachdenkt? Ach Quatsch. Ich bin für ihn genauso unwichtig wie er für mich. Aber wenn er für mich so unwichtig ist, wieso denk ich dann so oft an ihn? "Max?" ,reißt mich meine Mutter aus meinen Gedanken, wofür ich ihr sehr dankbar bin. "Mhh?" ,brumme ich und drehe meinen Kopf um sie anzusehen. "Worüber denkst du nach?" ,fragt sie mich besorgt. Unsicher beiße ich mir auf meine Unterlippe. Soll ich? Oh Gott nein! Sie weiß ja noch nicht mal das ich Schwul bin und dann werde ich ihr ganz bestimmt nicht sagen das ich auf einen Jungen stehe. Moment. Hab ich gard..? Ich stehe ganz sicher nicht auf Ihn! Das wäre ja noch schöner. "Über gar nicht's Mom." ,sage ich schließlich und lächle leicht. Meine Mutter sieht mich kritisch an bevor sie langsam ihren Kopf schüttelt. "Ich glaube dir nicht." ,meint sie was mich seufzen lässt. "Mach dir keine Sorgen, es geht mir gut." ,sage ich und nehme ihre Hände in meine. "Ich hab dich nicht gefragt ob es dir gut geht, ich weiß nämlich das es dir nicht gut geht. Ich wollte wissen worüber du dir deinen Kopf zerbrichst." ,meint sie etwas strenger und sieht mir direkt in meine Augen, was mich schlucken lässt. "Mom..." ,fange ich an, doch ich weiß nicht was ich sagen soll weshalb ich stumm auf den Fernseher schaue. Es läuft gerade der Abspann weshalb ich jetzt aufstehe und den Fernseher ausschalte. Als ich mich wieder zu dem Sofa umdrehe bemerke ich das Seppl und Chiara nicht mehr da sind. "Wo sind Seppl und Chiara?" ,frage ich deshalb etwas verwirrt. "Hast du das nicht mitbekommen?" ,fragt sie mich wieder erwas besorgter und steht auf. Ich schüttel nur stumm den Kopf. "Chiara ist eingeschlafen und Seppl hat sie in's Bett gebracht. Ich glaube Sebastian ist bei ihr geblieben." ,erzählt sie mir. "Ach so." ,sage ich nur kurz und laufe in die Küche, gefolgt von meiner Mutter. Meine Mutter beobachtet mich stumm dabei wie ich mir noch den Rest Kaffee von heute Mittag einschenke. "Bist du sicher das du um halb Zwölf Kaffee trinken möchtest?" ,fragt sie mich und sieht mich besorgt an. Ich drehe meinen Kopf zu der großen Uhr und tatsächlich. In einer halben Stunde ist Mitternacht. Wie schnell die Zeit vergeht.

"Ich könnte sowieso nicht schlafen." ,sage ich ehrlich und versuche mich an einem Lächeln. Doch der Versuch scheitert kläglich und ich ziehe eine Grimasse. "Max..." ,fängt sie sanft an. "Es hilft wenn man mit jemanden spricht." "Ich weiß Mom." ,sage ich und trinke etwas von dem Kaffee. Es ist ja nicht so als würde mich nur die Sache mit Luca belasten, das wegen ihr ist mindestens genauso schlimm. Also kann ich mit ihr auch darüber reden. Seufzend stelle ich die Tasse weg und gehe zu meiner Mutter. Vorsichtig nehme ich ihre Hände in meine und schaue sie traurig an. "Ich-du kannst nicht mehr so weiter machen. Das ist nicht Gesund für dich. Du arbeitest dich noch zu Tode und dabei kann und will ich nicht zusehen. Klar ich weiß, wir brauchen das Geld, aber meinetwegen such ich mir einen Nebenjob in einem Café oder in einer Bäckerei. Ich will nur nicht mehr mitansehen müssen wie du dich Tag für Tag zu deiner Arbeit schleifst. Chiara und ich sehen dich immer seltener und dabei bräuchten wir dich so sehr. Ich mach alles, egal was- hauptsache du machst nicht mehr so viel. Bitte. Tu mir nur diesen einen Gefallen. Für Chiara, für Mich und für Sebastian. Wir vermissen unsere Mutter. Und ich weiß das du nicht einfach zu deinem Chef gehen kannst und ihm sagen das du ab heute weniger machst. Aber du könntest weniger Überstunden machen, es langsamer angehen. Du musst dazu jetzt nicht's sagen, ich möchte nur dass du es dir mal durch den Kopf gehen lässt. Ich mache mir Sorgen um dich Mom und wir wissen beide dass das nicht so weiter gehen kann." ,beende ich meine kleine Rede und streiche ihr die Tränen, die ihr gekommen sind während ich geredet habe.

"Es tut mir so leid. Ich bin eine schlechte Mutter. Ich-" "Nein bist du nicht und hör auf dich zu entschuldigen. Du bist die beste Mutter der Welt weshalb ich auch nicht mit ansehen kann wie du dich selbst zerstörst." ,sage ich und umarme sie fest. Sie erwiedert meine Umarmung und schluchzt leise gegen meine Schulter. "Du solltest in's Bett und dich ausschlafen." ,sage ich leise und löse mich aus der Umarmung. "Ich muss erst noch hier aufräumen." ,meint sie jetzt und deutet auf den Tisch an dem wir gegessen haben. "Du musst gar nicht's. Ich mach das." ,sage ich schnell. Ich kann die Augenringe unter ihren Augen deutlich sehen und ich weiß wie wenig sie in letzter Zeit geschlafen hat. "Aber-" "Kein aber." ,unterbreche ich sie und sehe sie besorgt an. "Womit habe ich dich nur verdient?" ,fragt sie mich jetzt leicht Lächelnd. "Aus dem gleichen Grund warum du Seppl und Chiara verdient hast." ,meine ich lächelt und drücke sie sanft aus der Küche. "Ihr drei seit das beste was mir je passiert ist." ,meint sie jetzt und lächelt traurig. "Ich weiß Mom, ich weiß. Und wir lieben dich mehr als du denkst." Mit einem letzten liebevollen Blick zu mir, läuft sie müde die Treppen hoch.

Seufzend laufe ich wieder zurück in die Küche und fange an das dreckige Geschirr zum Waschbecken zu tragen. Ich weiß sowieso das ich jetzt nicht schlafen könnte. Zu viele Gedanken schwirren in meinem Kopf umher. Da kann ich genauso gut alles sauber machen.

Es dauert nicht lange bis meine Gedanken wieder zu Luca wandern. Das ist doch nicht mehr normal. Ich treffe ihn einmal persönlich und muss seit dem immer an ihn denken. Was er wohl gerade macht? Was ist das für ne blöde frage! Er schläft wahrscheinlich gerade. Ob jemand neben ihm im Bett liegt? Hat er eine Freundin? Oder vielleicht sogar nen Freund? Oh Gott das kann mir doch egal sein! Außerdem ist er bestimmt vergeben so wie der aussieht. Ich werde noch verrückt! Ich sollte nicht so viel über ihn nachdenken.

Nachdem ich die Küche und den Tisch gesäubert habe, kommt das Wohnzimmer an die Reihe. Das geht relativ schnell weshalb ich jetzt auf dem Sofa liege und natürlich wieder an ihn denke. So schön ist er jetzt auch wieder nicht, obwohl...Nein! Er ist nicht schön oder irgendetwas in der Art. Seufzend hole ich mein Handy plus Kopfhöre aus meiner Hosentasche. Ich stecke mir die Kopfhörer in meine Ohren und öffne YouTube. Meine Finger tippen schnell Concrafter ein weshalb mir jetzt ziemlich viele Videos von ihm angezeigt werden. Schnell drücke ich auf das erstbeste und lausche dem schönen Klang seiner Stimme. Ich erwische mich selbst ein paar mal dabei wie ich grinsen oder sogar lachen muss. Okay ich geb ja zu, vielleicht ist er ein wenig lustig.

Gerade rastet er wieder wegen einem Spiel aus, das er gerade spielt und ich könnte mich wegschmeißen vor lachen. Am besten gefallen mir die Videos mit den Horrorspielen. Es ist einfach lustig Luca dabei zu zusehen wie er sich erschreckt und gleich darauf flucht. Irgendwann werden meine Augenlieder schwerer und fallen schließlich zu. Das letzte was ich sehe ist sein Gesicht und ich schlafe mit dem Gedanken ein dass dieser Luca vielleicht doch nicht so ein Arschloch ist wie ich immer dachte.

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Hey😌
Ich hab's grad nich so geschafft!😏ich geh jetzt noch in's Kino, hoffe euch hat das Kapitel gefallen🙃🤗
Bye😘🙈❤

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