Kapitel 13

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Pov. Max
"Ich bin wieder Zuhause!" ,schreie ich als ich das Haus betrete und hinter mir die Türe schließe. Mit zwei großen Tüten in der Hand laufe ich in die Küche. Etwas außer Atem stelle ich die schweren Tüten auf den Tisch, in der Küche ab. "Mama?!" ,rufe ich und laufe in's Wohnzimmer in dem ich sie eigentlich vermutet habe. Doch dort ist sie nicht. Ich laufe zurück in die Küche und sehe nach, ob sie mir vielleicht einen Zettel hinterlassen hat. Ich sehe überall nach ob da irgendwo ein Zettel rumliegt. "Max?" Erschrocken drehe ich mich um und sehe meine Schwester im Türrahmen stehen. Erleichtert atme ich aus und versuche meinen Atem zu kontrollieren. Wow seit wann bin ich so schreckhaft? "Sorry wollte dich nicht erschrecken." ,meint sie und kommt zu mir in die Küche. Mein Blick fällt auf ihr T-Shirt auf dem ein rießen Smylie abgebildet ist, der mich anlächelt. "Hast du nicht, keine Sorge." ,winke ich ab und fange an die Tüten auszuräumen. Im Augenwinkel kann ich sehen wie mir Chiara einen du-bist-so-ein-schlechter-Lügner-Blick zu wirft. Ich tue so als hätte ich ihn nicht gesehen und verstaue einzelne Lebensmittel im Kühlschrank. Chiara fängt jetzt an mir zu helfen und reicht mir den Käse.

"Ähm Chiara, wo ist eigentlich Mom?" ,frage ich sie nachdem wir fertig sind mit einräumen. "Ich hab ihr gesagt sie soll hoch und sich schlafen legen. Sie ist auf dem Sofa immer wieder eingenickt." ,erzählt sie mir. Ich seufze. Mom ruht sich nie freiwillig aus. Sie muss in letzter Zeit noch mehr Arbeiten als sonst, weil ihr Chef ihr immer mehr Arbeit reindrückt. Sie ist die Assistentin von einem der größten Geschäftsmänner hier in Köln. Meine Mutter sagt zwar immer dass sie ihre Arbeit gerne macht, aber das glaube ich ihr nicht wirklich. Früher als Dad noch da war, musste sie gar nicht arbeiten und war immer zuhause und für Seppl, Chiara und mich da. Aber dann musste er ja Fremdgehen. Noch dazu mit einer fünfzehn Jahre jüngere Frau. Ich hab es ihm bis heute nicht verziehen, genauso wenig wie Seppl und Chiara. "Warst du jetzt die ganze Zeit alleine?" ,frage ich etwas besorgt und streichle ihr durch die Haare. "Ne ich hab Lisa und Jenny eingeladen." ,meint sie jetzt und lächelt leicht. "Lisa kenn ich ja, aber wer ist Jenny?" ,frage ich und hole einen Topf aus dem Schrank. Ich glaube ich mache mir Spaghetti. "Jenny geht seit ein paar Tagen in unsere Klasse und wir haben uns direkt mit ihr angefreundet." ,erzählt sie mir. Das Lächeln das sich auf ihren Lippen breit macht, als sie davon erzählt, entgeht mir nicht. "Das freut mich für euch. Sind die zwei eigentlich noch da?" ,frage ich und fühle den Topf mit Wasser. Meine Frage erübrigt sich als ich Lisa und ein weiteres Mädchen die Küche betreten sehe. "Kommst du wieder? Oh wer ist das?" ,fragt plötzlich das Mädchen das ich für Jenny halte. "Ähm hey, ich bin Chiara's älterer Bruder." ,stelle ich mich vor und schallte den Herd an. "Seppl oder Matt?" ,fragt sie mich interessiert. Mit einem letzten Blick wende ich mich von dem Topf ab und drehe mich zu den drei Mädchen um.

Mir stockt der Atem als ich diese Jenny genauer mustere. Sie hat Haselnuss braune Haare die leichten Wellen über ihre Schultern fallen. Aber das was mich so schokiert hat sind ihre grünen Augen mit denen sie mich mustert. Sie sehen genau so aus wie die Augen von Luca. "Max?" "Ehm was?" ,frage ich und sehe zu meiner Schwester. "Ist was?" ,fragt sie mich jetzt. "Hast du einen Bruder?" ,frage ich deshalb jetzt Jenny. "Ähm ja woher weißt du das?" ,fragt sie mich irritiert. "Nur so." ,sage ich schnell und drehe mich wieder zu dem Topf, der auf dem Herd steht, zu. "Wollt ihr auch was essen?" ,frage ich die drei. Nachdem mir alle drei mit einem Ja zugestimmt haben, hole ich noch eine Packung Spaghetti raus. Als das Wasser im Topf anfängt zu blubbert, gebe ich die Spaghetti in den Topf. "Könnt ihr schonmal den Tisch decken?" ,frage ich und sehe die drei kurz an. "Klar machen wir." ,meint meine Schwester.

Nachdem die drei den Tisch gedeckt haben und ich noch eine Soße für die Spaghetti gemacht habe, sitzen wir schließlich alle am Tisch und essen gemeinsam. "Wenn mein Bruder bloß so kochen könnte." ,meint Jenny plötzlich. "Ja ich habe Glück mit Matt." ,meint Chiara stolz und sieht mich mit einem Lächeln an das ich fröhlich erwiedere.

Als ich fertig mit dem essen bin, stehe ich auf. "Ähm entschuldigt mich mal bitte, ich bringe Mom was von dem Essen hoch." ,sage ich und stehe auf. Chiara nickt nur kurz und fängt wieder an mit ihren Freundinnen zu reden. Ich hole einen Teller aus dem Schrank und stelle ihn auf ein Tablett. Schnell befülle ich ihn mit Spaghetti und ein wenig Soße. Ich nehme mir noch ein Glas und eine Flasche Wasser und stelle es auch auf das Tablett. Jetzt fehlt nur noch das Besteck. Als ich das auch noch geholt habe, laufe ich mit dem Tablett hoch zu meiner Mutter. Leise gehe ich ihn ihr Zimmer und setelle das Tablett auf ihren Nachttisch. "Mama." ,wecke ich sie leise und rüttel leicht an ihr. Langsam öffnet sie ihre Augen und sieht mich verschlafen an. "Ich hab gekocht. Du solltest etwas essen." ,sage ich besorgt und streiche ihr eine Strähne aus dem Gesicht. "Danke." ,murmelt sie verschlafen und richtet sich langsam auf. Ich stelle ihr das Tablett auf ihren Schoß und gebe ihr noch einen Kuss auf sie Stirn, bevor ich das Zimmer verlasse und die Türe hinter mir zu ziehe. Sie tut mir so leid. Immer arbeitet sie bis zum Rand der Erschöpfung. Nie ruht sie sich wirklich aus, nur wenn Chiara oder ich sie darum bitten. Sie war immer für mich und meine Geschwister da und das möchte ich ihr einfach nur so gut es geht zurück geben. Ich wünsch mir das sie jemand neues kennenlernt, der sie so behandelt wie sie es verdient.

Ich werde von einem Poltern aus meinen Gedanken gerissen. Verwirrt sehe ich zu Chiara's Zimmer aus dem das Geräusch kam. Langsam laufe ich zu der Türe und öffne sie leise. Was macht der den bitte hier?

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