Kapitel 12

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Pov. Luca
"Also meine Schwester hat Merch von dir und ich wollte eins ihrer vielen Luca T-Shirt klauen, damit du darauf unterschreiben kannst. Anschließend schenke ich ihr das T-Shirt und sie wird sich freuen. Du musst wirklich zugeben dass die Idee besser ist, als die mit dem Überraschungsei." Interessiert höre ich Sebastian zu und bin wirklich überrascht das ihm sowas eingefallen ist. "Ja ich gebe dir Recht, die Idee ist eindeutig besser." ,sage ich grinsend. "Danke." ,sagt er stolz und nimmt sich meine Müllermilch. "Hey das ist meine!" ,protestiere und will sie ihm weg nehmen, doch er öffnet sie und nimmt genüsslich einen Schluck. "Mhh Schoko." ,meint er genießerisch und schließt dabei seine Augen. Das nutze ich aus und nehme ihm meine Flasche aus der Hand. Seppl grinst immer noch während ich die Flasche wieder zu mache. "Du magst also auch Schokolade." ,sage ich und denke dabei an Max. "Ähm ja wer mag den bitte keine Schokolade?" "Dein Bruder." "O Gott ja. Der mit seiner blöden Vanille." ,meint Sebastian jetzt und verdreht dabei seine Augen. Wir fangen beide an zu lachen, bis Sebastian wieder das Wort ergreift. "Apropo was ist heute genau passiert? Wie konnte dich Matt so ablenken dass du alles vergessen hast?" "Wir haben halt geredet." ,sage ich und ich kann nicht verhindern dass sich dabei ein Lächeln auf meine Lippen schleicht.

"Über was denn?" ,fragt Seppl neugierig. "Weiß ich doch nicht mehr." ,log ich. Mir war es mehr als nur unangenehm mit Seppl über Max zu reden. Es könnte nämlich sein das ich Max vielleicht ganz hübsch finde, mit seinen Teddybärbraunen Augen und seinem Lächeln von dem ich mich nicht losreißen konnte. Ich weiß nicht ganz ob es schlau wäre Sebastian davon zu erzählen. Max ist immerhin sein Bruder. Andererseits finde ich Max ja nur hübsch, heißt ja noch lange nicht das ich mich in ihn verliebt habe. Aber das werde ich bestimmt wenn ich ihn näherkennenlernen würde. "Luca?" "Äh was?" ,frage ich wieder in der Wirklichkeit zurück. "Geht es dir gut?" ,fragt er mich besorgt und kommt um die Theke zu mir rum. "Ja wieso nicht?" "Weil du grad mindestens eine Minute nicht mehr ansprechbar warst und ich mir deshalb Sorgen mache." "Hab nur nachgedacht." ,winke ich ab und schenke ihm ein leichtes Lächeln. "Über was?" ,fragt er jetzt wieder neugierig. Kann er mich einmal in Ruhe lassen? Ich seuftze schwer und laufe in's Wohnzimmer, in der Hoffnung dass Seppl in der Küche bleibt. Meine Hoffnungen werden zerstört, als sich Sebastian kurz nachdem ich mich hingesetzt habe, zu mir setzt.

"Du kannst mir alles erzählen. Ich weiß wir kennen uns noch nicht so lang und all das, aber du kannst mir vertrauen." ,meint Seppl ruhig und streicht mir beruhigend über meinen Rücken. Soll ich es ihm sagen? "Ich ähm wo soll ich nur anfangen?" ,seufzte ich. "Nur Mut." ,beruhigte er mich. "Also es könnte sein das ich auf Männer stehe. Okay es könnte nicht nur so sein, es ist so." ,sage ich langsam und schaue auf meine Finger. Sebastian hasst mich jetzt bestimmt.

Um erlich zu sein hab ich keinen blassen Schimmer wie Seppl reagieren wird. Ich habe keine Ahnung wie zur Homosexualität steht. Toleriert er Schwule oder ist er vielleicht am Ende noch Homophob? Mit allem habe ich gerechnet aber nicht mit dem was als nächstes passiert. "Das war alles?" ,fragt Sebastian weshalb ich jetzt verwirrt meinen Blick hebe und ihn ansehe. "Ja." ,antworte ich verwirrt. "Was war daran jetzt so schlimm?" "Naja ich dachte du magst keine Schwule." ,sage ich leise. "Wie kommst du denn auf sowas bescheuertes?" "Keine Ahnung. Du hättest ja auch Homophob sein können." ,verteidige ich mich. "Ja klar. Bestimmt bin ich Homophob wenn mein eigener Bruder Schw-" ,Seppl stoppt mitten im Satz und sieht mich schockiert an. Wollte er gerade etwa sagen das Max auch Schwul ist?! "Können wir so tun als hätte ich das gerade nicht gesagt?" ,fragt er mich und kaut auf seiner Unterlippe rum. "Wieso?" "Er hat mich gebeten es niemanden zu erzählen." ,erklärt Sebastian etwas ernster. "Das Geheimnis ist bei mir gut aufgehoben." ,sage ich und schenke ihm ein leichtes Lächeln.

"Und hast du schon ein Auge auf jemanden geworfen?" ,fragt Sebastian jetzt interressiert. Soll ich es ihm sagen. Er findet es zwar in Ordnung das ich Schwul bin, aber das ich gerade dabei bin mich in seinen Bruder zu verlieben wäre wohl zu viel des guten. "Ähm ja hab ich." ,sage ich trotzdem. "Kenn ich ihn?" "Vielleicht." ,sage ich. "Wie heißt er?" ,fragt Seppl neugierig. "Tja. Das wüsstest du wohl gerne." ,sage ich grinsend. "Ach man Luca! Sags mir doch einfach." ,meint Sebastian ungeduldig. "Das geht dich gar nicht's an." ,sage ich grinsend und strecke ihm die Zunge raus. "Ich weiß. Trotzdem will ich wissen wer dir den Kopf verdreht hat." "Mir hat niemand den Kopf verdreht." "Jaja." ,meint Seppl und grinst nur belustigt. "Ich bekomm schon noch raus wer es ist." ,meint er und irgendwie klang es wie eine Drohung obwohl ich ihn lachen gehört habe. Hoffentlich findet er es nicht raus. Vielleicht ist das ganze auch nur vorübergehend und ich finde Max bald nicht mehr anziehend. Hoffen wir mal. Aber er ist schon irgendwie süß. Ich musste im Supermarkt mein Bedürfnis ihm durch seine, bestimmt sehr flauschigen Haare zu streicheln, unterdrücken.

"Ach so ähm anderes Thema mal kurz. Ich werde später kurz zu mir nach Hause fahren und das T-Shirt klauen, was du dann anschließend unterschreibst, damit ich es morgen mitnehmen kann. Okay?" "Okay das machen wir so." ,stimme ich nickend zu. "Meine Schwester wird sich so freuen wenn sie plötzlich deine Unterschrift auf einem ihrer T-Shirts findet. Danke nochmal." "Mach ich doch gern." ,erwiedere ich grinsend.

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