Kapitel 10

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Pov. Luca
"Was?" ,fragt Max und sieht mich überfordert an. Ich glaube er hat nicht mit meiner Frage gerechnet. "Findest du mich arrogant?" ,wiederhole ich meine Frage und sehe ihn an. "Naja wenn du arrogant wärst, hättest du dich wahrscheinlich nicht mit dem Jungen unterhalten und ein Foto gemacht." ,meint Max nach kurzem zögern. "Also bin ich es nicht?" ,frage ich nach. "Nein, wieso?" "Nur so." ,sage ich schnell. Er findet mich also doch nicht arrogant. Dieser Gedanke meiselt mir ein grinsen in's Gesicht. Max nickt langsam und mustert mich. Aus irgendeinem Grund werde ich deshalb nervös und mein selbstbewusstes Lächeln weicht einem unsicheren. Plötzlich räuspert Max sich und ich zucke leicht zusammen, was Max lächeln lässt. "Kannst du mir nochmal helfen Giraffe?" ,fragt er mich grinsend. "Wo kommst du jetzt schon wieder nicht hin?" ,stelle ich eine Gegenfrage. "An die blöde Müllermilch hinter dir." ,meint er und zeigt auf das Regal hinter mir.

"Welche Sorte?" ,frage ich nachdem ich mich umgedreht habe. "Vanille bitte." "Vanille?" ,frage ich ungläubig. Ich mag diese Geschmacksrichtung überhaupt nicht. "Ja Vanille. Wieso nicht?" ,fragt er jetzt mit verschränkten Armen. "Ich finde Schoko schmeckt besser." ,sage ich und hole eine mit Schokoladengeschmack aus dem Regal. "Ich will trotzdem Vanille!" ,protestiert Max sofort. "Die ist ja auch für mich." ,erkläre ich lachend und hole die von Max gewünschte Müllermilch aus dem Regal. "Hier hast du dein Vanilledrink." ,sage ich angeekelt und überreiche Max die Flasche. "Nicht jeder mag Schokolade." ,meint dieser beleidigt. "Doch jeder mag Schokolade." ,wiederspreche ich und laufe mit Max zu seinem Einkaufswagen, der mittlerweile ziemlich voll ist. "Was ist wenn ich dir sage, dass ich Schokolade nicht leiden kann?" ,fragt er mich und schiebt seinen Einkaufswagen vor sich her. "Dann muss ich dich fragen ob du wirklich ein Mensch bist." "Und wenn ich einer bin?" "Hast du halt den schlechtesten Geschmack aller Zeiten." ,sage ich grinsend. "Ansichtssache." ,meint er gespielt beleidigt, kann sich ein kleines Lächeln aber nicht verkneifen. "Du trinkst freiwillig Müllermilch mit Vanillegeschmack. Das ist keine Ansichtssache mehr." ,sage ich lachend. "Pff." ,ist das einzigste was er von sich gibt. Stumm laufen wir nebeneinander her, jeder in seinen eigenen Gedanken gefangen. Mein Blick schweift über die verschiedensten Regale, bleibt aber bei den Shampoo's hängen. Seppl wollte doch dringend eins. Ohne was zu sagen bleibe ich einfach stehen und sehe mir die verschiedenen Shampoo's an. Welches wollte er noch mal? Ich glaube so eins hatte er. Oder doch das andere?

Ratlos drehe ich das Shampoo in meiner Hand und überlege ob Seppl so eins hatte. "Was suchst du denn?" ,fragt mich Max plötzlich dicht neben mir. Schon wieder zucke ich zusammen und drehe meinen Kopf zu ihm. "Schreckhaft was?" ,fragt er grinsend. "Ein wenig." "Was suchst du?" ,fragt er zum Zweitenmal. "Ein Shampoo für Se- für mich selbst." ,rette ich mich gerade noch so. Er sollte lieber nicht wissen das ich bei seinem Bruder wohne. "Was für eins hattest du vorher immer?" "Weiß ich gar nicht." ,sage ich erlich und kratze mich an meinem Hinterkopf. "Du wirst doch wohl wissen was für ein Shampoo du benutzt hast." ,meint er jetzt und verdreht seine Augen. Als ich nur mit den Schultern zucke, seufzt er einmal merklich aus. "Hast du heute schon geduscht?" ,fragt er mich jetzt zu meiner verwunderung. "Ähm ja hab ich wieso?" "Wann genau?" "Ist jetzt vielleicht ne Stunde her." "Perfekt." "Perfekt?" ,wiederhole ich irritiert. Was soll die ganze Fragerei? "Vielleicht riecht man es noch." "Was?" ,frage ich immer noch sichtlich verwirrt. "Das Shampoo!" ,meint er jetzt genervt. "Achso." Max sieht mich erwartungsvoll an, doch als ich nicht's mache sondern ihn nur blöd anstarre, verdreht er wieder seine Augen und zieht meinen Kopf zu sich runter. "Hey!" ,sage ich empört und will mich wieder aufrecht hinstellen, doch er hält mich zurück. "Halt doch mal still! Ich will nur an deinen Haaren riechen." ,meint er und drückt meinen Kopf jetzt so hin das ich auf den Boden schaue. Auf einmal lässt er mich los, weshalb ich mich wieder aufrichte und ihm dabei zusehe wie er ein Shampoo nach dem anderen öffnet, kurz daran schnuppert und es wieder zurückstellt. "Das ist es!" ,meint er schließlich fröhlich und hält mir ein Shampoo hin. "Ähm danke." ,sage ich völlig neben der Spur und nehme es in meine Hand. "Kein Problem." ,meint Max und läuft jetzt zu den Kassen, ich hinterher.

"Willst du nicht lieber vor? Sonst musst du ewig warten bis ich fertig bin." ,meint Max doch ich winke lächelnd ab. "Passt schon." "Wenn du meinst." ,sagt Max und fängt an den Inhalt von seinem Einkaufswagen auf das Laufband zu legen. Ich fange an ihm zu helfen, weil es sonst noch länger dauern würde. Nachdem Max nach Plastiktüten gefragt hat und jetzt seine Einkäufe darin verstaut, wendet sich die Kassiererin wieder an mich. Ich bezahle meine zwei Sachen und verlasse den Supermarkt. Max ist anscheinend schon weg, denn ich kann ihn auf dem Parkplatz nirgendwo sehen. "Ach Scheiße!" ,flucht plötzlich jemand. Ich drehe mich um und entdecke Max, der mit zwei Plastiktüten in der Hand versucht den Einkaufswagen aufzuräumen. Lächelnd laufe ich zu ihm hin und helfe ihm schnell mit dem Einkaufswagen. "Danke." "Mach ich doch gern." "Ich sollte jetzt dann wohl gehen, war nett dich kennengelernt zu haben." ,meint er und will gerade weglaufen doch ich halte ihn auf. "Komm ich fahr dich." ,sage ich und es klag eher wie ein Befehl als wie ein Angebot. "Ich laufe lieber." "Es macht mir wirklich nicht's aus. Ich fahr dich gern nach Hause." ,lasse ich nicht locker. Max zögert kurz bevor er doch nickt und mit mir zu meinem Auto läuft.

Keine Fünf Minuten später sitzten wir in meinem Auto, die Einkäufe gut verstaut im Kofferraum. Es ist ziemlich still im Auto, außer wenn Max mir sagt wo ich hinfahren muss. Nach einiger Zeit fängt Max doch noch eine Konversation an.

"Du bist also nur wegen einem shampoo und einer Müllermilch einkaufen gegangen?",fragt er ungläubig. "Ich hab vergessen was die anderen wollten." Das entspricht leider der Wahrheit. Ich konnte mich nur noch an Seppl's Shampoo erinnern. "Die anderen?" "Ähm ja meine Familie.", lüge ich. "Wie kann man das vergessen?" ,fragt Max skeptisch. "Ich hab mich halt auf andere dinge konzentriert." "Auf was denn?" "Ähm..." ,fange ich an, weiß aber nicht wirklich was ich sagen soll. "Darauf mich zu stalken?" ,meint er jetzt grinsend. "Ich hab dich nicht gestalkt." "Du hast mir übrigens immer noch nicht gesagt ob ich gut auf dem Foto ausseh." "Welches Foto?" Ich weiß genau was er meint, nur ist es mir ein wenig peinlich das er mich erwischt hat. "Das Foto das du gemacht hast nachdem du hinter der Werbetafel vorgekommen bist." "Ich weiß nicht wovon du redest." ,sage ich scheinheilig. "Jaja. Jetzt musst du rechts. Das weiße Haus da vorne ist es." ,sagt er schließlich. Ich halte vor dem Haus und bin ziemlich traurig dass Max jetzt geht. "Tja dann mal Tschüss." ,sagt er schließlich und steigt aus. "Und danke nochmal." "Kein Problem Max. Bye." ,sage ich noch bevor Max nickt und die Autotür zu macht. Ich lasse ihn noch seine Tüten aus dem Kofferraum holen und fahren anschließend zu der WG. Mal schauen ob Seppl wirklich eine gute Idee hat, was er seiner kleinen Schwester schenken könnte. Ich bezweifle es zwar, aber vielleicht irre ich mich auch. Bei Seppl weiß man nie.

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Hey🙈
Es tut mir so leid das es jetzt erst kommt! War eigentlich früher geplant😅Hab nur gestern erfahren das ich morgen eine Mathe Arbeit schreib und ich kannte das Thema noch nicht😒ich hab deshalb den ganzen Tag mit lernen verbracht😅🙈❤aber egal jetzt ist das Kapitel da, hoffe ich schaff es morgen früher😁🙈❤schlaft gut😘

Bye😘🙈❤

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