Informationsveranstaltung

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Nach dem Bungee Jumping bin ich mit Clarissa noch schnell zu uns nach Hause gegangen, da wir beide neue Kleider anziehen sollten. Dass eine Informationsveranstaltung so formell ist hätte ich zwar nicht gedacht aber naja.

Wir gingen also nach Hause und zogen sich um. Ich war schon fertig als es unten bei uns an der Tür klingelt. Mason und Noah standen vor der Tür. Beide mit Anzügen und Krawatten, die in den Farben ihres Landes waren. Auch ich hatte ein Kleid an, das die Farben von England widerspiegelte.

Die zwei sahen echt gut aus und ich hab wohl etwas zu lange gestarrt, denn Noah räusperte sich kurz, so dass ich mich wieder auf die Gesichter konzentrieren konnte. "Wir wollten euch abholen, damit ihr nicht alleine gehen müsst und außerdem steht unser Haus ja nur 2 Häuser weiter."

"Ehm, ja klar kommt doch kurz rein, Clarissa ist gleich fertig." Ich ließ sie ins Haus. Als sie an mir vorbeigingen bekam ich erst mit, wir groß die beiden waren.

Elli kam mir mit einem fragenden Gesicht entgegen aber als sie Mason und Noah sah konnte man die imaginäre Glühbirne über ihrem Kopf aufleuchten sehen. "Wollen die Herren etwas trinken? Oder vielleicht ein Stück Kuchen?"

"Nein danke, wir wollen auch gleich wieder los." sagte Noah.

Clarissa kam die Treppe mal wieder mit perfekt gestylten Haaren runter. Das ist echt gemein: Sie mit ihren wunderschönen roten Locken und dann komme ich mit meinen schlichten, braunen und glatten Haaren.

"Dann können wir ja." Meinte Mason und hielt Clarissa, Noah und mir die Tür auf.

Wir gingen gemeinsam zum Haupthaus rüber, wo uns auch schon die anderen erwarteten. Jan und Ruby standen Arm in Arm an der Seite und flüsterten sich irgendwelche Sachen zu und der Rest unterhielt sich über das Letzte Fußballspiel von Manchester. Als Christian Clarissa sah lief er so süß rot an und sie verhielt sich genauso. "Meine Güte, jetzt geh endlich zu ihm rüber und redet euch aus. ist ja nich mehr zum aushalten hier." sagte ich zu Clarissa, die mich daraufhin erstaunt ansah: "Na hallo, ich wusste gar nicht, dass du auch mal den Ton angeben kannst." Mischte sich nun Mason mit ein. "Ich glaube du weißt noch eine Menge nicht von mir." Mit einem schelmischen Lächeln sah ich ihn an und er grinste zurück: "Na dann müssen wir das schleunigst ändern." Bevor er mir noch näher kommen konnte als er sowieso schon war kam Cale und Yuma zu uns: "Na Leute. Über was redet ihr so?" sie sah mich grinsend an und mir wurde klar, dass sie ganz genau wusste worüber wir geredet haben. "Wir haben über den Vulkanausbruch auf Hawaii geredet" sagte Mason ganz trocken und innerlich faste ich mir gegen die Stirn. Der Kerl erkennt einfach keine Ironie aber ich bewunderte ihn dafür, wie ernst er das einfach durchzog.

Mit einem ganzen Haufen Sarkasmus in der Stimme mischte sich nun Cale ein: "Ja der war echt heftig. Die ganze Insel musste Evakuiert werden. " Innerlich hätte ich ihm deswegen schon wieder eine klatschen können. Auch Mason's Blick sagte diesmal deutlich:'Du mich auch'

Mittlerweile wurden die Leute in die Aula gelassen. Am Eingang standen mehrere Männer mit schwarzen Anzügen. Sie teilten die Programmkarten aus und bewachten auch gleichzeitig den Eingang. Anscheinend gab es auch hier eine feste Sitzordnung.

Die Aula war riesig. Die Decke war mit kleinen Lichter verziert worden und sah aus wie der Sternenhimmel. Die Sitze waren ebenfalls dunkel. Nur das Licht der Treppenstufen war weiß sowie das Licht, das unten am Bühnenrand befestigt war.

Ich suchte auf meiner Karte nach meinem Sitzplatz und musste dabei feststellen, dass die Thronfolger separat von den anderen saßen. Das ist ja bescheuert. "Wieso ist es so wichtig, dass wir getrennt von den anderen sitzen?" fragte ich Mason doch der konnte mir auch keine Antwort darauf geben. Da wir zu den ältesten hier gehörten mussten wir nach ganz vorne und so kam es dass ich am Ende neben Cale und Mason saß, die sich ja beide echt super vertrugen.

Wir hörten uns die Einzelheiten des kommenden Schuljahres an und ein paar Leute hielten noch ein paar Reden. Mir hatte jedoch vorher niemand gesagt, dass ich das auch müssen muss. Ich wurde von meinem Platz von einem der Aufseher nach vorne auf die Bühne geholt und mir wurde ein Mikrophon gereicht. Nun stand ich da, völlig fehl am Platz und leicht angemerkt, da mir niemand Bescheid gesagt hat.

"So, also erstmal herzlich Dank, dass ich hier so gut akzeptiert wurde. Ich bin nicht gut was Reden angeht, und ich konnte auch noch nie besonders gut Vorträge vor einer Klasse oder einem Kurs halten aber ich hoffe, ihr nehmt mir das nicht übel. Sicher weiß hier jeder wer ich bin und vielleicht weiß auch der ein oder andere, was meine Geschichte ist. Mein Leben war bis jetzt nicht immer einfach und ich weiß genau, dass wenn man sagt 'es kann nicht mehr Schlimmer werden' wird es dann doch schlimmer, aber ich hab in meinem Leben schon so viel durchmachen müssen und mittlerweile denke ich jedes Mal, dass es nich mehr schlimmer werden kann. Und damit hatte ich bis jetzt auch Recht. Also um auf den Punkt zu kommen: Ich möchte, dass jeder mit einem solchen Gedanken morgen aufsteht. "

Damit war ich jetzt auch schon fertig. Und ich meinte das ernst: "Jetzt kann es wirklich nicht mehr schlimmer kommen."

Clair Maos - die Geschichte einer KöniginLies diese Geschichte KOSTENLOS!