Zimmer

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Die Tür ging erneut auf. Wir traten in ein kleines Vorzimmer mit vielen Fotos von der Familie und ein paar Vasen und Blumen. Der Raum war in einem schönen, dunkeln Blau gestrichen worden und ein paar Säulen wurden in den Ecken platziert. Alles in allem war der Raum wirklich entspannend und nicht so groß wie der Rest vom Schloss, sodass man sich hier auch wohlfühlen konnte. 

Gegenüber von der Fahrstühlen lagen 2 Türen. "Die linke ist deine." sagte sie voller Vorfreude und öffnete sie. Das Zimmer war riesig. Es hatte eine Fensterfront gegenüber von der Tür, die sich über die gesamte Breite des Zimmer erstreckte. An der linken Wand stand ein Himmelbett, dass in dunkel Blau bezogen worden war. Das Bett war unnatürlich groß und hatte einen Haufen von Kissen drauf. Also perfekt für mich gemacht. Es stand auf einem weißen Fransenteppich, der ebenfalls mega weich und gemütlich aussah.Gegenüber vom Bett stand ein Schreibtisch  und ein Schminktisch. Beide in weiß. Das ganze Zimmer war weiß, nur die einzelnen Blauen Möbel stachen hervor und bildeten einen wunderschönen Kontrast zum weiß. 

Als ich an die Decke blickte bliebt mir der Atem stehen. Sie war in einem tiefen Blau eingefärbt worden, darauf waren lauten kleiner und großer Punkte und ein runder Vollmond war in die Mitte gemalt worden. Von der Mitte hing ebenfalls eine echt wunderschöne Lampe. Sie war wie eine Wendeltreppe in sich selbst gedreht und es waren Lauter kleine Lichter an den leisten angebracht worden. An den Leisten selbst hing ein sicher Stoff herunter, die langsam mit dem Wind, der von einem der Fenster ausging, mitschwang. "Ach du.." weiter kam ich nicht. Mir fehlten echt die Worte. 

"Gefällt es dir?" fragte mich Clarissa vorsichtig.

"Ob es mir gefällt? Ich finde es wunderschön. Ich... Oh mein Gott, ich weiß nicht was ich sagen soll. Das ist alles so ..." und schon wieder fehlten mir die Worte. Mich nervte das ja schon selbst aber ich konnte nichts dagegen tun. 

Sie klatsche voller Freude in die Hände: "Oh, wirklich? Das ist schön ich habe mir echt Mühe gegeben. Die Decke habe ich selbst bestrichen. Und das beste hast du ja noch gar nicht gesehen." Sie zog mich nach links von der Tür weg. Ich wusste ehrlich gesagt nicht, wie man das noch tippen könnte aber ich wurde eines besseren belehrt. 

In der linken Ecke des Zimmers befand sich ein Kleiderschrank. Auf den ersten Blick sah es aus wie ein gewöhnlicher Kleiderschrank, doch als sie die Türen öffnete befand sich ein begehbarer Kleiderschrank darin. Und nicht nur so eine Miniversion davon. Nein sonder so einen schönen großen, der mich komischerweise total an den von Hannah Montana erinnerte. Das war ein halber Laden, der sich in meinem Zimmer befand und an den Kleiderbügeln befanden sich meine Klamotten. Das sah echt unwirklich aus. Also nicht, dass ich total abgetragene Kleidung trage aber im Vergleich zu dem, was ich heute so gesehen habe, bildet meine Kleidung einen krassen Kontrast. 

"Morgen sollen ein paar Schneider vorbeikommen, damit das gefüllt wird." dabei zeigte sie mit ihren Händen auf die noch leeren Stellen des Schrankes und das waren eine Menge, denn so viele Klamotten kann ein normaler Mensch nicht besitzen. 

Sie zog mich wieder aus dem Kleiderschrank, schloss die Türen hinter sich und zog mich zu der anderen Seite des Raumes. Dort befand sich noch eine Tür, die sie wieder öffnete und zum Vorschein kam ein schönes großes Bad. 

Es war mit grau, schwarz und dem tiefen Himmelblau gestaltet worden. Es beinhaltete eine schöne große, schwarze Badewanne, die offensichtlich auch als Whirlpool fungierte; eine von diesen coolen Duschen mit diesem großen Duschkopf; einer Toilette und zwei Waschbecken. Wozu auch immer ich zwei Waschbecken brauchte aber schaden kann es ja nicht. "Ich freue mich jetzt schon auf ein schönes heißes Bad heute Abend" sagte ich zu Clarissa und sie stimmte mir zu: "Oh ja, ich hab das auch mal wieder irgend nötig. In dem Schrank da neben der Tür sind alle möglichen Pflegeprodukte und Badesalze also lass es dir gut gehen. Ich lass dir hier kurz mal deinen Freiraum. Falls du was brauchst oder einfach nur mal quatschen willst bin ich immer für dich da." Mit einer Umarmung ließ sie mich dann auch schon alleine.

Clair Maos - die Geschichte einer KöniginLies diese Geschichte KOSTENLOS!