Ich hörte Stimmen von oben und wie betäubt lief ich in die richtung, wo ich dachte sie gehört zu haben. Ich lief der Treppe hoch, die nur durch das schwache Lichts des Wohnzimmers beleuchtet wurden. Vor der letzten Stufe zögerte ich kurz, aber lief dann doch weiter. Vor dem Zimmer, wo Licht unter der Tür durchschien, machte ich halt. Ich überlegte rein zu gehen, doch ich entschied mich dagegen, als ich die Fremde, aber verführerische stimme hörte. "Lehn dich zurück und genieß die Show süßer". Ich hielt die Luft an. Insgeheim hoffte ich das es Dereks Schlafzimmer war, doch ich wusste das dies nicht so war. "Na dann Legt los mädels. Und foltert mich nicht allzu lange." sagte Justin dann, und beim klang seiner Stimme erstarrte ich. Sollte ich rein gehen? Oder sollte ich einfach wieder nach Hause fahren. Schließlich war ich nicht mit ihm zusammen. Er konnte tun und lassen was er will. Ich sackte an der Wand gegenüber von seiner Tür zusammen, und setzte mich auf den Boden und verkrub mein Gesicht in den Kniekehlen. Ich wollte aufstehen, und auf die Tür zugehen, doch meine Beine ließen es nicht zu. Ich wollte schreien, das er aufhören sollte. Wollte mich erkennbar machen. Wollten ihm sagen das ich hier bin. Wollte ihm zeigen wie sehr er mich quälte, doch ich konnte nicht. Meine Stimme versagte. Ich saß einfach nur da und lauschte den Stimmen aus Justins Zimmer, die mittlerweile stöhnten. ich stellte fest, das nicht nur ein Mädchen bei ihm war. Warum tat er mir das an? War ich ihm denn wirklich so egal? Hatte er mich nur ausgenutzt? So wie es mir alle immer gesagt hatten? Ich wusste nichts mehr. Und ich wollte es nicht wissen. Ich wollte das er aufhörte. Doch er tat es nicht.

Nach ungefähr einer Stunde lauter schreie und lauten Gestöhne öffnete sich die Tür. Ich hielt mir die Hand vor meine Augen, denn das plötzliche Licht, das aus Justins Zimmer kam, blendetet mich, da es vorher die ganze Zeit Dunkel war. "J-justin?" sagte das Mädchen verwirrt. Als ich hochschaute sah ich das sie mich verwirrt ansah. "Was denn?" fragte Justin genervt, und ich sah einen schatten, der auf sie zukam. Nach kurzer Zeit erschien Justin hinter ihr. "Amy? Was willst du hier?" fragte er genervt und sah mich wütend an. Eigentlich hatte ich gehofft, er würde sich entschuldigen. Würde sich eventuell vielleich sogar sorgen machen um mich. Aber ich hatte mich getäuscht. Ich hatte mich in allem getäuscht. Und vor allem in Justin.

"Wir gehen dann mal...." murmelete das eine Mädchen und beide verschwanden. Justin und ich blieben allein zurück. Ich wollte ihn ansehen, aber ich konnte nicht. Es tat zu sehr weh. "Amy verdamt was willst du hier in meinem Haus und wie zum Teufel bist du hier rein gekommen?" schrie er mich an. Ich hasste es wenn mich jemand anschrie. Ich kam noch nie damit klar. Also antwortete ich ihm nicht. Ich konnte ihm nicht antworten. Ich war zu sehr am weinen. ich würde meine eigenen Worte verschlucken. "Rede mit mir" sagte er jetzt leiser, aber definitiv aggressiver. Der unterton in seiner Stimme machte mir angst, und ich dachte er würde jeden Moment auf mich losgehen.

Also sah ich auf. Mir blieb nichts anderes übrig. Doch als ich in seine Augen sah, wurde mein Schmerz zu Wut. "Justin ist das hier gerade wirklich dein ernst? Hasst du mich  wirklich so sehr?" Schrie ich ihn mit Tränen in den Augen an. Ich stand auf und stellte mich direkt vor ihn. Die Wut aus seinen Augen war verschwunden und ich konnte genau den Schmerz in seinen augen erkennen. "Amy ich..." fing er leise an zu reden, doch ich unterbrach ihn. "Halt jetzt einfach die Klappe Justin. Ich will jetzt keine Entschuldigungen, die du sowieso nicht ernst meinst! Ich will keinen Freund, der mir immer und immer wieder das Herz bricht! Aber ach stimmt ja... hatte ich ganz vergessen. Du hattest ja schluss gemacht! Und du warst der jenige der gleich in den Club gerannt ist und sich ZWEI weiber geholt hat um sie zu vögeln. Ich weiß du wusstest nicht das ich hier saß, aber es tat verdammt weh. Jedes einzelne Mal als eins dieser Mädchen gestöhnt hat tat es verdammt weh! Ich hab mich so in dir getäuscht Justin. Ich dachte wirklich du liebst mich! Ich dachte du hättest sowas wie Gefühle, oder ein Gewissen, aber diese Worte scheinen dir vollkommen Fremd zu sein. In deinem leben ist nur Platz für dich und dein Ego, aber kein Platz für mich." Ich hatte Tränen in den Augen, als ich ihm das ins Gesicht schrie. Aber vorallem war ich erleichtert. Bevor ich ging sah ich nochmal in seine Augen und sah auch die Tränen die über seine Wange liefen, doch das hielt mich nicht davon ab zu gehen. Er hatte mich oft genug verletzt. 

I hate you. (German Justin Bieber Bad Boy Story)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!