Harry POV 

Ich trat erschöpft in meine Wohnung und streifte meine Schuhe ab.

"Harry, wo verdammt nochmal warst du?", sagte Louis und schüttelte an meinen Schultern. "Wir hatten Interviews und du bist nicht gekommen. Weißt du wie das Management fast ausgeflippt wäre?!"

"Ich war draußen, um etwas Abstand zu gewinnen. Tut mir leid, dass ich es vergessen habe, Lou.", murmelte ich erklärend und wickelte meinen Schal ab.

"Du kannst nicht so einfach fehlen! Ich musste mir eine Ausrede für dich überlegen, da du nicht dar warst. Ich habe gelogen, lass das nicht nochmal vorkommen. Du weißt, ich hasse es zu lügen.", schrie er mich an und verstummte dann aber.

"Ja, ich war in London unterwegs.", sagte ich beschämt und presste die Lippen zusammen.

"Ja, ich war in London unterwegs.", machte Louis mich nach. "Mehr Information bekomm ich nicht?!"

"Hm, okay. Ich bin so einer Zicke begegnet, namens Jenny, die hat mich erst angerempelt und dann ein paar Stunden später hat sie ihr 'Tütchen' verloren.", erzählte ich und runzelte die Stirn.

"Ihr Tütchen?! Komm lass uns auf die Coach setzen, da gibt es viel zu erzählen.", sagte er misstrauisch und zog mich in mein Wohnzimmer.

Nachdem ich meine Musikanlage leise angemacht hatte und eine Platte von Kings of Leon spielen ließ, fing ich an von meiner komischen Begegnung zu erzählen.

"Sie sah aus wie eine Prostituierte, kurzer Rock und enge Klamotten und war total aggressiv gegenüber mir. Als sie gegen mich rannte, hat sie mir die Schuld gegeben und dann als ich meine Kapuze abgezogen hatte, hat sie mich nicht erkannt. Ein paar Stunden später, hat ein Mädchen ein grünes Tütchen verloren und ich wollte doch nur hilfsbereit sein und hab es ihr gebracht, bis ich erkannt habe, dass es Jenny war.", erzählte ich und band ein braunes Bandana um meinen Kopf.

"Oh, das erlebt man auch nicht alle Tage, Harry. Hört sich an, als ob sie aus diesem versoffenen Ghetto kommt.", spricht er meine Gedanken aus.

"Eben. Sie geht mir nicht mehr aus dem Kopf.", gestehe ich und schüttle meinen Kopf von links nach rechts.

"Nein, Harry, nein. Du weißt, dass Management-", gestikuliert er wild und schaut mich ernst an.

"Ich weiß, es war einfach... ein langer Tag. Aber du hast Recht. Ich hasse das Management.", murmle ich.

"Gut Harold, Eleanor wartet auf mich. Ich bin den ganzen Weg zu dir gefahren direkt an nach der Arbeit gefahren. Sie schickt mir schon die zehnte Nachricht und spricht durchgehend auf meine Mailbox. Naja, tschüss.", grinst er aufgesetzt und winkt.

"Tschüss.", sagt ich aufmunternt und streckte mich auf der Coach aus.

Louis war schon lange mit Eleanor zusammen, nur gerade, da hatte sie wieder ihre Streitphase und bei ihnen zu Hause lief alles nicht so gut. Das stresste Lou aber ich wusste, dass er sie bedingungslos liebte und sich nie von ihr trennen würde. Eleanor war schon immer eine Freundin von mir gewesen und ich habe sie damals zusammen gebracht. Stolz erinnerte ich mich an diesen Abend. Ich spürte noch immer den warmen Sommerwind auf meiner Haut. 

Flashback

Die Party war in vollem Gange. Ich hatte mich dazu entschieden ein paar Freunde einzuladen und eine Poolparty zu veranstalten. Louis zupfte nervös an seinen Hosenträger, darunter hatte er ein weißes T-Shirt mit schwarzen Streifen an und wippte unruhig auf seinen Füßen. So kannte ich ihn gar nicht und deshalb ging ich zu ihm hin, da ich neugierig war und es als meine Aufgabe sah, ich war sein bester Freund.

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