1 - Promise to myself

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Ayame
[ 7 Jahre alt]

"Ayame, würdest du bitte kurz mal kommen?" höre ich Tiana, ein Mädchen, welches im selben Heim wohnt wie ich, rufen. Etwas verwundert drehe ich mich zur ihr um.

Wir hatten eben gerade gefrühstückt und ich hatte ehrlich gesagt vor raus zu gehen. Ich hasse es nämlich hier.

Tiana steht kichernd dort, einige Mädchen sind neben ihr und alle von ihnen schauen mich ebenfalls kichernd an.

Mein Instinkt sagt mir, dass ich weiter gehen soll, die haben doch sicherlich was vor. Sonst wollen sie ja auch nichts mit mir machen. Aber Andererseits bin ich immer allein und irgendwie bin ich neugierig, was sie denn von mir wollen könnten?

Ich gehe zu ihnen rüber und frage sie "Was gibt es denn?" Tiana macht einen Schritt auf mich zu und streicht mir plötzlich durchs Haar. Was soll das?

"Ayame, Ayame..Es wäre wirklich besser gewesen, wärst du als Junge zur Welt gekommen. Ich meine, du bist doch wie ein Junge. Benimmst dich wie einer und kleidest dich wie einer. Wenn du ein Junge wärst, wer weiß, vielleicht wärst du dann nicht mehr so ein großer Freak und würdest vielleicht sogar Freunde haben" sie sagt es so herablassend als würde sie mich aus ganzem Herzen hassen.

Ich habe dieser blöden Zicke nie was angetan! Sie hat keinen Grund mich zu hassen.

Ich drehe schon um und will gehen, da ich spüre, wie der Zorn in mir wächst. Und wer weiß, was ich dann tuhe.

Ich wusste ich sollte mich nicht auf diese Mädchen einlassen, es war eine dumme Idee von mir gewesen zu ihnen zu gehen. Ich kenne sie lange genung, um zu wissen, wie sie ticken.

Alle von ihnen sind furchtbare Menschen und ich hasse jede einzelne von ihnen!

"Aber, aber..wo willst du denn hin? Du Mansweib!" Tiana packt mich grob an meinen Haaren und zerrt nach ihnen.

Ich versuche ihre Hand abzuwehren und gegen sie zu tretten, aber ihr Griff ist so fest, dass ich förmlich spüre, wie meine Haare jeden Moment rausgerissen werden. Ich kann mich kaum bewegen, da jede Bewegung an meiner Kopfhaut zerrt. Ich schreie schmerzvoll auf. Ich möchte mich so gerne wehren - nach ihr tretten und ihr ebenfalls an den Haaren ziehen. Ich bin nicht schwach, und auf keinen Fall, soll sie das Gegenteil glauben. Doch es tut einfach zu sehr weh, als das ich irgendwas tun kann.

"Schnell, hol die Schere!"

Erschrocken weiten sich meine Augen. Alles bloß das nicht! Meine Haare sind doch das einzige weibliche an mir. Ich bin kein Junge! Ich will auch keiner sein! Klar, ich spiele mit Jungs, aber das nur, weil ich mit ihnen auch spielen kann und sie mich nicht beschimpfen oder gar ausgrenzen.

Plötzlich packt mich die Angst und zusammen mit dem Schmerz, den ich an meiner Kopfhaut spüre und der Hilflosigkeit, in der ich gerade gefangen bin, steigen mir die Tränen in die Augen.

Ich will nicht weinen. Nicht wegen denen. Aber es ist, als hätte ich keine Kontrolle darüber und die Tränen fließen immer weiter.

"Oh, nicht weinen. Wir helfen dir nur. Jungs haben nämlich kurzes Haar" nach dieser Aussage von Tiana, fingen die Mädchen an zu lachen.

"Ich bin kein Junge, weißt du!" Schaffe ich es noch wütend heraus zu bringen. Ich blicke ihr felsenfest in die Augen. Sie wirkt für einen Moment eingeschüchtert, weshalb sich ihr Griff leicht lockert, doch keine Sekunde später greift sie erneut volle Kraft zu und lacht mir ins Gesicht.

Ayame Uzumaki (Naruto Fanfiction)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt