Kapitel 3

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Heute ist es so weit. Vor einer Woche habe ich erfahren, dass ich umziehen muss. Ich hab nichts anderes gemacht als packen, packen, packen. Ich hab viel Zeit mit Lily verbracht. Wir waren im Kino, Eis essen, shoppen und noch viel mehr. Ich hab die Zeit mit ihr genutzt. Ich werde sie vermissen, aber ich hab es akzeptiert, denn in einem Jahr, wäre sie sowieso zurück nach Australien gegangen.

Die Karten für die Fähre und der Umzugswagen sind gebucht. Um 15.00 Uhr geht die Fähre. Grade ist es 8.00 Uhr. Ich konnte eh nicht schlafen, vor Angst und Aufregung. Ich stehe auf und gehe unter die Dusche.

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Die letzten Klamotten, die noch übrig sind, ziehe ich mir an. Eine stinknormale Jeans und ein Oberteil mit ,,I ❤ Manchester" -Aufdruck. Ich binde mir die Haare zu einem Zopf und schminke mich dezent. Ich gehe in die Küche und mache mir ein Nutellabrot.

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Nachdem ich gegessen habe und mir die Zähne geputzt hab, klingelt es auch schon. Das ist Lily. Der letzte Tag, an dem ich sie sehe. Besuchen können wir uns noch so lange, sie noch in England wohnt, aber wenn sie dann wieder in Australien wohnt, können wir ja nicht alle Ferien 24h fliegen. Das würden unser beiden Eltern nicht erlauben.

Ich mache die Tür auf. Dort steht eine traurig aussehende Lily.

,,Hey, Lil!"

,,Hi."

Wir umarmen uns und bemühen uns, nicht zu weinen. Wir sind in der kurzen Zeit beste Freundinnen geworden, und jetzt werden wir uns kaum noch sehen.

,,Und wann gehts los?"

,,5 Stunden noch."

,,Oh Mist, Clary ich hab dich so lieb, ich kann dich nicht gehen lassen. Du bist meine beste Freundin und-"

,,Ich werd dich auch vermissen, Lil. Wir sind und bleiben beste Freundinnen."

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Es ist 14.00 Uhr. In einer Stunde, geht die Fähre. Lil und ich haben noch viele Fotos zusammen gemacht, einen Film angeschaut und einfach über unsere gemeinsame Zeit nachgedacht haben.

,,Lil, ich muss los."

,,Ich komm mit!"

Ich halte sie zurück.

,,Bitte nicht. Das macht es nur viel schlimmer. Verabschieden wir uns jetzt und hier."

,,Ok. Sofort?"

,,Ja Lil."

Ich seh wie ihr eine Träne die Wange runterläuft und ich muss mir die Tränen zurückhalten. Ich bring sie noch zur Tür. Wir nehmen uns noch ganz ganz ganz lange in den Arm.

,,Na ein gutes hat es, dass du umziehst."

,,Was sollte an der Sache gut sein?"

,,Dass ich schon immer aufs Oktoberfest wollte."

,,Haha. Da hab ich meine glückliche Freundin zurück. Danke für die schöne Zeit mit dir, dafür, dass du sich mit einer Verrückten angefreundet hast. Komm gut nach Hause. Bye Lil."

,,Tschüss, Clary."

Jetzt ist sie weg. Ich vermisse sie jetzt schon, aber wir sehen uns ganz bestimmt wieder. Das weiß ich.

Es ist komisch mein Zimmer so leer zu sehen. So einsam. So anders. Als hätte ich hier nie gewohnt, aber doch hab ich hier so viel erlebt.

Irgendwie freu ich mich auch total auf München. Neues Haus und neue Freunde. Mal schauen vielleicht gehen Krissi und Katja, ja auch auf meine Schule. Ich gehe auf ein Gymnasium. Es heißt Oskar der Müller Gymnasium oder so was ähnliches.

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