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【 TAYLOR 】


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Neben Harry aufzuwachen war etwas Besonderes.

Nicht, weil Harry selbst besonders war, sondern, weil mir dieser winzige kleine Moment vorspielte, dass das, was wir hatten, normal war. Völlig alltäglich.

So, wie wir hätten sein können.

Nur eben in einem anderen Leben.

Leichte Lichtstreifen fielen ins Zimmer und ich drehte mich lautlos auf die Seite. Harrys Haar war zerdrückt und er schmatzte leise im Schlaf. Er hatte seine Decke zusammengerollt und hielt sie, wie ein übergroßes Kuscheltier. Ein Bein lugte so immer nach draußen.

Ich schmunzelte leicht und widerstand dem Drang ihn zu berühren, stattdessen betrachtete ich ihn nur. Gestern Nacht war ich in seinen Küssen ertrunken, hatte seine Berührungen aufgesaugt, wie Sauerstoff und für ein paar Stunden gab es nur Harry, mich und dieses Zimmer.

Das war meine kleine, wunderschöne Seifenblase.

Wenn man verliebt war in einen Mann, den man nur in einer Seifenblase haben konnte, dann nahm man jeden Augenblick an und hütete diese wenigen Stunden wie einen Schatz.

Selena nannte mich albern und Abigail dumm.

Ich wollte das nicht hören, also schaltete ich beide Stimmen meiner Freundinnen regelmäßig aus. Irgendwo wusste ich es selbst, dass sie recht hatten, aber Verdrängung machte mich glücklicher.

Vorsichtig stand ich auf und schritt im Nachthemd durch das tolle Haus. Schon als ich es betrat, wusste ich, Harry hatte eine wunderbare Oase für sich geschaffen. Privat und abgelegen. Ich beneidete ihn darum.

Zwar hatte ich ebenfalls ein Haus in Nashville, was auch gut abgeschottet war, aber es fühlte sich nie wie ein Heim an. Hier war es anders, hier konnte ich mir sehr wohl vorstellen zu jeder Tages- und Nachtzeit anzukommen und direkt an der Türschwelle schon tief durchzuatmen.

In der Küche machte ich die Kaffeemaschine an und begann das Frühstück vorzubereiten und kurz durchzulüften. Dann machte ich die Heizungen an und das Radio. Emma Buntons alter Song lief und ich summte ihn mit. Schließlich lümmelte ich mich auf einem Sessel im Wohnzimmer. Von dort aus konnte ich auf diesen komischen Eco-Pool.

Eines ließ sich nicht leugnen, der Pool sah morgens aus, wie ein echter kleiner See. Irgendwie romantisch. Ironischerweise wäre es perfekt für ein kitschiges Video von mir gewesen.

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