Harry POV

"Harry, du musst jetzt auch mit ins Studio, Midnight Memories muss aufgenommen werden.", zischte Louis mich an und  zog an meinem Arm.

"Ganz sicher nicht, einen ganzen Tag ein Konzert spielen und dann noch ins Studio? Kannst du vergessen, Lou.", stöhnte ich müde und machte es mir auf meinem Sessel bequem. 

"Komm schon, ich weiß, dass du erschöpft bist aber das ist das Leben eines Popstars.", grinste er und setzte sich zu mir.

"Hey ihr beiden, wir müssen ins Studio.", rief Niall und winkte.

"Ja, auch schon gemerkt, Ire. Wir beeilen uns.", rief ich und fuhr durch meine Locken.

"Nur weil ich Ire bin.", murmelte er und verschwand aus unserer Sichtweite.

"Los jetzt.", seuftze Louis und stemmte die Hände in die Hüfte.

"Okay. Hast gewonnen.", lächelte ich und folgte ihm durch den hellen Gang.

Wenn ich gewusst hätte worauf ich mich einlasse, hätte ich mir zwei mal überlegt, ob ich zu X-Factor gehe. Klar, es war schon immer mein Traum gewesen, vor anderen Menschen zu performen und sie mit meiner Stimme zu verzaubern. Aber es hatte auch Schattenseiten und mir war damals nicht bewusst welchen Stress ich auf mich nehmen müsste. Jetzt wurde es mir immer klarer, was für ein Leben ich führte. Ständig umherreisen, Pressetermine wahrnehmen, touren, mittlerweile das dritte Album aufnehmen und natürlich die Presse. Sie flickten mir immer Lügen an und ließen kein gutes Haar an mir. Ich wurde von ihnen ausgeschlachtet. Das Managment hatte mir erst in einem aufgedrückten Vertrag eine Beziehung mit Taylor Swift angeheckt. Damals musste ich so tun als ob ich sie liebe, nur damit wir populärer werden und jetzt war es Kendall Jenner, mit der ich meine Zeit verbringen musste. Aber ich mochte die beiden nicht, denn sie waren hochnäsig und ich war nicht verliebt. Kein einziges Mal.

"Wo wart ihr denn?", zischte Julian und tippte mit seinem Zeigefinger auf seine teure Rolex.

"Wir mussten noch was klären.", flüsterte Louis und verschwand wie ich in eine dieser schalldichten Kabinen.

Vor mir lag mein Text und darauf die angestrichenen Passagen, die ich singen musste. Daneben eine Wasserflasche. Schnell setzte ich die dicken Kopfhörer auf. 'Through the dark' hieß der Song und ich lächelte leicht, da es eines meiner Lieblingslieder war. 

Jenny POV 

Durch meinen Hunger wurde ich geweckt. Seit ungefähr zehn Stunden hatte ich nichts gegessen und so machte ich mich auf, um etwas zu ergattern. Die Uhr zeigte 7.15 am an, vielleicht würde ich mal wieder zur Schule gehen. Was war schon dabei, mal wieder etwas zu lernen und dabei den Lehrer etwas zu provozieren. Geschickt griff ich nach einem Salat und öffnete diesen. Er schien gekünstelt und er stank etwas. Ich schlang den Fraß herunter und ging ins Bad, um zu Duschen und mich fertig zu machen. Das warme Wasser wärmte meinen Körper und ließ meine Sinne aufleben. Dann hörte ich ein vorsichtiges Klopfen.

"Termin für dich um 3.00 pm bei Dr. Kenneth, Jenny. Geh hin oder lass es bleiben.", sagte sie zögerlich und ich spürte ihre Kälte.

"Mhm.", murmelte ich und stieg aus der Dusche.

"Mach dich schnell fertig und brauch nicht so lange.", rief sie.

"Sag mir nicht was ich tun soll!", fluchte ich und schlüpfte in ein Top und eine Strumpfhose, darüber ein Rock.

Ich holte mein Make-up Case heraus und puderte auf mein Gesicht ein. Wimperntusche und ein dicker Lidstrich zierten mein Gesicht. Nachdem meine Haare perfekt saßen, schnappte ich meine Tasche und ging ohne ein weiteres Wort zu meiner Mutter zu sagen, aus dem Wohnblock, die Straße entlang. Mein Blick lag streng auf dem Boden gerichtet, die Musik in meinen Ohren, hallte durch meinen Kopf. In Gedanken versunken, stieß ich gegen einen Typen, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Er zog mich hoch und sah mich mit seinen grünen Augen an.

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