Kampf auf der Sunny

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Wir eilten auf das Deck, freuten uns, gerade noch so davon gekommen zu sein und ich fiel Ruffy um den Hals. „Ich wusste, dass ihr kommen würdet!“, sagte ich, mit einem fetten Grinsen im Gesicht. Er lachte nur, dabei drückte er mich fest an sich. „Ich lass euch doch nicht im Stich!“, sagte er leise. Zorro stand Vio gegenüber, sie strahlte über das ganze Gesicht. Ich fragte mich, worüber sie wohl redeten. Doch erstmal löste ich mich von meinem Lieblingspiraten. „Ich muss jetzt ganz dringend, für kleine Mädchen!“, mit den Worten lies ich einen verwirrten Ruffy zurück. Aber die Toilette hatte jetzt Vorrang. Ich rannte, so schnell mich meine Füße tragen konnten.
Nachdem ich mein Geschäft erledigt und mich frisch gemacht hatte, kletterte ich die Leiter, die zur Bibliothek führte wieder runter. Von draußen hörte ich plötzlich Kampfgeräusche, meine Augen weiteten sich. Verdammt, waren sie uns doch gefolgt?
Mein erster Gedanke war: „Bleib hier, du kannst eh nicht helfen!“ Doch wäre ich dann nicht total Feige? Ein absolutes Weichei? Was sollte ich denn sonst nur tun?

Hektisch sah ich mich, in der schwach beleuchteten, Bibliothek um. Ich konnte beißen, kratzen und treten. Aber gegen Pistolen, Säbel und Schwerter kam ich damit nicht viel weiter. Ich suchte nach meinen Holzschwertern, die ich von Zorro zum trainieren bekam. Nach dem Training, stelle ich sie hier ab. Aber ich fand sie nicht! Da fiel mir wieder ein, dass sie im Mädchenzimmer waren, weil ich ein paar Techniken allein üben wollte. Doch das Zimmer lag auf der anderen Seite des Decks. „Verdammt!“, ich schlich mich aus der Bibliothek, huschte schnell in die Küche und schaute aus einem Fenster raus. Die Szenerie erschreckte mich. Wie konnten nur, in der kurzen Zeit, die ich weg war, so viele Soldaten hier aufkreuzen? Aber Renji entdeckte ich nirgends.

Ruffy hatte gerade eine ganze Menge Soldaten vom Deck gefegt und prügelte sich nun mit einem stabileren Typen. Er trug irgendeine Pistole bei sich, aber genau erkennen konnte ich es nicht. Dann blieb mein Blick bei Robin hängen, sie hielt die Soldaten fest, während Lysop auf sie zielte und jeden einzelnen traf. Chopper und Sanji verarbeiteten auch welche zu Brei, aber sie versuchten die Soldaten nur von Nami fernzuhalten, die war dabei Gewitterwolken entstehen zu lassen. Zorro und Brook kämpften Rücken an Rücken, gegen die Marine, da sie umzingelt wurden. Jeder war in einem Kampf verwickelt, nur ich nicht. Sogar Vio, denn sie saß auf dem Rücken von Franky und so wie es von hier aussah, befahl sie dem Cyborg welcher Soldat als nächster dran glauben musste. Ich biss mir auf die Unterlippe. Dann packte ich meinen Mut zusammen und rannte aus der Küche raus.

Doch weit kam ich nicht, ich lief direkt in die Arme des Irren. Renji stand vor mir, grinsend. „Hast du mich vermisst?“, fragte der Widerling, wobei er sich über die Lippen leckte. „Der Stuhl hat wehgetan, Süße!“  Er rieb sich über eine Beule. „Aber so was lässt mich noch lange nicht kalt!“ Er griff nach meinem Handgelenk, packte fest zu und zerrte mich mit auf das Deck. Ich schrie, knurrte und versuchte mich dagegen zu wehren, aber sein Griff war einfach zu fest. Renji stellte ich in die Mitte des Geschehens, dann Atmete er tief ein und wieder aus. „Ich hab eure Freundin, Strohhüte!“, rief er mit einer ungewöhnlichen, kräftigen Stimme, die nicht zu dem Perversen passte. Er sollte jammernd auf dem Boden liegen, zumindest wünschte ich es ihm.

Plötzlich wurde es um uns herum still. Die Soldaten hörten auf zu kämpfen, genauso wie die Strohhüte. Sie drehten sich alle nach uns um. „Du Mistkerl!“, schrie Vio, die immer noch auf dem Rücken von Franky saß. Sie streckte den Arm aus, zeigte auf  Renji und sagte: „Friss Staub, du Hässlon!“ Für einen kurzen Augenblick starrte man meine Freundin verwirrt an. Vermutlich sagte ihnen der Begriff ‚Hässlon’ nichts, aber wir verwendeten das Wort öfter für Menschen, die wir absolut nicht abkönnen. „Franky!“, zischte meine Freundin, peinlich berührt. „Das war dein Einsatz!“
„Woher sollte ich denn das wissen?“
„Schlag den Kerl einfach, nutze die Chance der Verwirrung! Los jetzt!“
Schnell lies der Cyborg seine Eisenhand fliegen, doch bevor es Renji treffen konnte, Teleportierte er sich mit mir weg. Ich schloss meine Augen, denn alles was ich sah, begann zu verschwimmen. Als ich sie wieder öffnete, waren wir im Krähennest.
„Was hast du für eine Teufelsfrucht gegessen?“, fragte ich, nachdem sich alles aufgehört hatte zu drehen. Doch Renji schwieg. Er trat an den Ausguck, blickte auf das Schlachtfeld, wo sich die Piraten und Marinesoldaten sich wieder ihrer Schlacht gewidmet hatte. Nur einer nicht!

One Piece: Mein Leben, der Strohhut und ichLies diese Geschichte KOSTENLOS!