Kapitel 3: Schicksal?

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Den, den ich da sah, war einfach total süß. Ich wusste nicht warum ich das in diesem Moment dachte, aber es war zu Recht. Er hatte wundervolle eisblaue Augen und braune Haare. Meine Haare waren ein bisschen heller, was ich eigentlich ganz passend fand.

Er lächelte mich an und hielt mich immer fester fest. Ich hatte das Gefühl, dass er Angst hatte, ich würde doch noch springen. Ich löste mich von seinem Blick und sah zu den Autos runter.

Wie konnte ich nur jemals auf diesen Gedanken gekommen sein? Diesen dummen, dummen Gedanken, mir das Leben zu nehmen. Und warum?

Darauf fiel mir auf die Schnelle keine gute Antwort ein. Mir war klar, dass es viele Menschen um mich gab, die mich liebten. Ich hatte diesen Moment gebraucht, um zu verstehen, wie wichtig sie mir sind. Ich hätte alle zurückgelassen. Lea, Jana und Sarah; sie hätten es nicht verdient. Meine Mutter und mein Bruder sowieso nicht. Und es wäre schade um den Typ gewesen...

Ich musste kichern. ,,Da geht's die gleich besser oder was?", fragte mich der Typ. ,,Ich weiß nicht. Es ist nur... Also ich wollte ja eigentlich...", versuchte ich zu erklären. ,,Genau springen wolltest du und das hat mir überhaupt nicht gefallen.", sagte er ,,Und jetzt komm' erst mal von dem Geländer weg. Mir wird ganz schlecht, wenn man nur daran denkt."

Mit seinen starken Armen half er mir zurückzuklettern und erst da merkte ich, dass ich am ganzen Körper zitterte. ,,Danke.", murmelte ich. ,,Immer wieder gerne Mausi. Was nicht heißt, dass du das noch einmal machen sollst!", antwortete er. Ich war schockiert. Dieser Typ kannte mich gerade fünf Minuten und nannte mich Mausi. Mausi! Das war auf eine bestimmte Weise total knuffig, aber auch seltsam.

Man muss dazu sagen, dass das mit den Jungs bei mir noch nie so wirklich funktioniert hat. Vor einem Jahr hatte ich meinen ersten Freund gehabt, was ein echter Reinfall war. Wir waren zwar fast drei Monate zusammen, aber geliebt haben wir uns nicht wirklich. Wir waren nur zusammen, weil meine Freundinnen es wichtig fanden, dass ich endlich mal Erfahrungen sammeln soll. An sich, war ich von der Idee begeistert, aber als ich irgendwann bemerkt habe, dass er die ganze Zeit noch mit der Obertussi der Schule zusammen war, habe ich Schluss gemacht.

Und jetzt hatte ein aüßerst gut aussehender Typ, den ich nicht einmal richtig kannte Mausi gesagt. Der Typ legte den Arm um meine Schultern und führte mich von der Straße immer weiter weg. bis wir eine Bank erreichten. Der Himmel färbte sich orange und wir schauten der Sonne nach. Mir war es schon fast zu romantisch, aber ich hatte nicht das Bedürfnis, mich von ihm zu entfernen.

,,Magst du mir deinen wundervollen Namen verraten?", fragte er. ,,Woher willst du wissen, dass er so schön ist?", fragte ich zurück. ,,Ich bin Nick.", sagte er anstatt weiter nachzuhaken. ,,Ich bin Miri.", sagte ich. Keiner von uns beiden hatte das Bedürfnis, ein großartiges Gespräch zu führen, also beschloss ich nach einiger Zeit meinen Kopf an seine Schulter zu lehnen.

,,Bequem?", fragte Nick schmunzelt. ,,Ja klar. Was denn sonst?", fragte ich so locker, wie es ging. Eigentlich gehörte ich nicht zu den Mädchen, die mit Jungs so einfach ins Gespräch kamen. Das konnten alle meine Freundinnen weitaus besser als ich.

,,Wo schläfst du heute?", fragte er und ich bekam Angst, dass er wohlmögich nur vorhatte mich abzuschleppen. ,,Also jetzt denke bitte nicht was falsches.", sagte er und musste über seine blöde Frage selbst lachen. Ich wollte es Nick nicht so schwer machen und antwortete:,,Ich weiß es nicht. Ich will nicht nach Hause. Von da komme ich ja." ,,Wir könnten hier bleiben.", schlug er vor und ich hatte dagegen nichts einzuwenden. Es war schlißlich warm und wir hatten ja uns. Was nicht heißen soll, dass da schon Liebe war. Bis jetzt waren wir nur befreudet, oder wie man es bezeichnen wollte.

Nach ungefähr einer Stunde des Schweigens schlief ich an seiner Schulter ein und wurde am nächsten Morgen von einem ohrenbetäubenden Lärm geweckt...

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