"Am besten auf dem Boden."

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Das Licht wurde von einHem großen, braunhaarigen Jungen mit einer roten Snapback und weiten Jeans angemacht und man konnte einen Flur erkennen. "Jo, Alex. Alles klar?", fragte der Mörder und zog den Typen namens Alex in eine brüderliche Umarmung. "Ja muss.", antwortet dieser: "Ich geh jetzt mal unseren Joey aus dem Weg räumen." Unseren Joey wegräumen. OMG! In was für einem Irrenhaus bin ich den hier gelandet! "Jo mach das.", sagt der Mörder nur zu Alex.

Dann fällt Alex Blick auf mich: "Ahh, da haben wir sie ja. Hi ich bin Alex.", sagt er zu mir gewandt und reicht mir seine Hand. Ich nicke nur steif und dann ist er auch schon aus dem Haus. "Folg mir.", sagt der Mörder und ich gehe mit ihm in eines der letzten Zimmer. Es ist sehr dunkel eingerichtet. "Setzt dich", sagt er dann und deutet auf ein Bett, dass mitten im Zimmer steht. Ich tue, was er mir sagt. Wäre ich doch nur zu Hause denke ich mir, kralle mich ängstlich in die weiche Bettdecke und behalte ihn stets im Auge. Er hatte sich einem Schrank zu gewandt und kramte darin rum. "Hier.", sagte er dann und warf mir eine lange Boxershort und ein T-Shirt auf's Bett. "Zieh das hier zum schlafen an." Ich starrte ihn an. 1. Ich zog bestimmt keine Anziehsachen von irgendwelchen fremden Jungs an! 2. Ich hatte nicht vor hier zu wohnen. "Wird's bald.", schnautze er mich an. "I-i-ich.", stotterte ich und brachte nichts hervor. Er schaute mich verwirrt an, ging dann aber aus dem Zimmer und schloss ab.

Das erste, was ich tat, war das ich zu dem Fenster stürzte, doch es war eines mit Schloss, wie die in der Schule. Hier hat wohl jemand Erfahrung mit Entführungen. Entschöpft falle ich zurück auf das Bett und ziehe dann wirklich die Klamotten an, die er mir gegeben hat. Ich hatte den Drang ein bisschen in diesem Zimmer herumzuschnüffeln um ein Handy oder etwas ähnliches zu suchen, doch er konnte jede Minute reinplatzen und wer weiß, wozu dieser Junge fähig war.

Und wenn man vom Teufel spricht: ich hörte, wie der Schlüssel im Schluss umgedreht wurde und er eintrat. Ich konnte nicht anders, als ihn anzustarren. Lieber wäre ich alleine gewesen, ich hatte ja schon so Angst, aber mit IHM in einem Zimmer? Das Adrenalin schoss durch meinen Körper, als würde ich Achterbahn fahren, nur das dies nicht positiv war. Dann begann er sich das T-Shirt und seine Hose wie selbstverständlich auszuziehen und stand nur noch in roten Boxershorts da. Ich war geschockt, noch nie hatte ich einen Jungen so gesehen! Doch entweder war es ihm egal oder er hatte nicht bemerkt, dass ich in anstarrte. Und dann kam er in meine Richtung! Er wollte doch nicht etwa?! Ich wollte schreien, doch dann viel mir verzweifelt ein, das in diesem Haus niemand war, der mir helfen würde! Aber er kam garnicht auf mich zu, sondern legte sich auf das Bett und deckte sich mit der Decke zu. "Es ist halb zwölf. Heute war ein langer Tag, ich will schlafen.", brummt er noch. Halb zwölf, um halb neun war ich von zu Hause los gegangen, doch dieser Zeitpunkt schien mir so weit entfernt. "Ähmm..Entschuldigung, wo ähm- wo soll ich schlafen.", fragte ich vorsichtig. Er richtete sich auf und grinste wieder so scheiße. "Am besten auf dem Boden.", schlug er vor und deutete auf den schwarzen Teppich auf dem Boden.

Auf dem Boden?! Ich traute mich aber nicht ihm zu widersprechen und ließ mich schließlich auf den harten Boden fallen, bemerkte ihn aber kaum, weil ich an Mama und Papa zu Hause dachte. Die beiden würden durchdrehen vor Sorge. Und was Morgen kam? Ich wusste es nicht.

Eine einsame, kalte Träne floss meine Wange hinunter und nach einer Weile, folgten noch viele andere. Aber schließlich habe ich mich erfolgreich in den Schlaf geweint.

Das Herz eines MördersLies diese Geschichte KOSTENLOS!