Kapitel 13

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Ich schüttelte alle Gedanken weg und setze mich weinend auf den Boden der Dusche und ritzte drei Mal tief in meine Haut. Doch es reichte um das Wasser das nach und nach den Abfluss hinunter floss rot zu färben. Ich konnte nicht mehr. Ich wollte nicht mehr ohne Justin.

Ich weinte mich in den Schlaf.  Mal wieder. Ich wollte heute nicht in die Schule gehen, doch meine Mutter würde darauf bestehen. Deshalb nahm ich meine Schultasche und trat in den strömenden Regen. Eins war klar: Diesen Morgen würde ich überall verbringen nur nicht in der Schule. Ich fuhr mit dem Bus nach Stratfort, stieg jedoch am Bahnhof aus und nicht wie sonst an der Schule. Ich lief einfach durch den Regen und weinte.

Nach zwei Stunden waren meine Haare und Kleidung durchnässt und mir schmerzten die Beine vom Sinnlosen herum laufen, deshalb setze ich mich auf den Bügersteig einer einsamen Gasse und lehnte den Kopf gegen eine Hauswand.

Als ich meine Augen öffnete fror ich am ganzen Körper und ich sehnte mich nach meinen Bett. Oder dem Tod. Ich musste eingeschlafen sein. Ich weinte einfach weiter, da die Erinnerung an die Geschehnisse zurück kehrten.

Ich zog mein Handy aus der Hosentasche und sah wieder eine Nachricht von dem Stalker: "Schon niedlich wie hilflos du bist, wenn du schläfst. Sei vorsichtiger, gleich hab ich auch dich!"

Ein ungewollter schriller Schrei entfuhr mir und ich sprang auf. Alles schmerzte doch ich fing an zu rennen. Doch es war zu spät. Eine kalte große Hand griff fest um mein linkes Handgelenk und ich schrie ein weiteres mal, ich sah dem Stalker ins Gesicht. Er grinste mich finster an, salzige Tränen flossen meine Wangen hinab als er mich in seinen Van schubste.

Ich weinte ohne Unterbrechung. Wir fuhren eine Ewigkeit. Als er die Tür öffnete und mich rausholte, band er meine Handgelenke zusammen und führte mich in eine geisterhafte verfallene Villa. Er stieß dir Holztür auf und wir standen in einem Horrorhaus. Die Vorhänge zerrissen, alles sah aus wie aus dem letzten Jahrhundert. Der Kronleuter klang schauderig als der Luftzug von draußen ihn erfasste. Alles war dreckig und es stank nach Verwesung. Er schubste mich durch eine Tür die in die Kellerräume führte. Vor einem Raum blieb er stehen und nahm mir die Fesseln ab: "Ein Raum weiter liegt dein geliebter Junge, wie heißt er noch gleich? Bieber. Justin Bieber.  Er ist wahrscheinlich gerade am verdursten. Du nimmst hier die Putzuntensilien un verdienst ihm und dir euer Wasser und fängst oben an zu schrubben. Sonst werdet ihr beide auf grausame Art und Weise sterben."

Ich nickte nur und versuchte den Kloß in meinem Hals herunter zu schlucken. Vergeblich. Unter Putzuntensilien verstand er: Einen nassen Lappen und einen Besen. Aber ich werde ihm nicht widersprechen. Ich werde Justin retten. Wenigstens wusste ich das er noch lebte. Doch jetzt würden wir beide sterben. Ich wollte nicht wissen was er mir noch antun würde.

I ain't all bad || j.b.Lies diese Geschichte KOSTENLOS!