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Pen Your Pride

Kapitel 14

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Es war ein warmer, sonniger Tag gewesen, wir waren mittags schon unterwegs gewesen. Ich hatte damals andere Freunde. Nicht die richtigen Freunde. Freunde, die dumme Sachen getan haben.

"Ey, Jo! Na endlich! Wo hast du denn die ganze Zeit gesteckt?", Diana musterte mich abschätzig. "Ich... Meine Eltern haben Stress gemacht. Weil, naja, ich bin noch fünfzehn und..." "Schon gut. Erspar uns den Rest. Können wir jetzt endlich? Didi?", Leyla packte meinen rechten und Dianas linken Arm und zog uns zu den anderen. Ich kannte die Leute noch nicht, welche mich von oben bis unten musterten, so wie es Diana kurz zuvor getan hatte.

"Leute? Das ist Joannie. Oder Jo. Jo, das sind Drew, Jack, Bryan und Dalara.", stellte Leyla mich vor und schob mich nach vorne. "Äh... Hi.", stammelte ich.

Die Mädels (und Jungs) wollten sich zum Picknick im Stadtpark treffen und danach noch zu Diana nach Hause. Doch mit Alkohol hatte ich nicht gerechnet. Wie erwähnt, ich war 15. Ich durfte also nicht einmal irgendetwas außer Wasser, Cola oder etwas in der Art trinken.

Als es dunkel wurde, drückte mir jemand eine Flasche in der Hand. Das Etikett konnte ich nicht entziffern, doch es sah sehr nach Vodka aus. "Du willst doch nicht den Moralapostel spielen, oder? Wenn du komplett dazugehören willst, dann musst du den Rest trinken. Auf ex.", Leyla lächelte mich an. Die Jungs blickten neugierig in meine Richtung.

"Leyla, ich darf doch gar nicht...", wand ich ein. "Du bist langweilig. Dann kannst du ja auch gehen."

Ich war jung, ich war dumm, ich wollte dazugehören.

Als Leyla mir die Flasche abnehmen wollte, hielt ich sie fest. Ich zögerte nur noch eine Sekunde, dann hielt ich sie an meine Lippen und trank.

Die Jungs grölten. Ich hatte die Flasche tatsächlich gelehrt, auch wenn ich mich verschluckt hatte und nach dem Absetzen erst einmal eine Weile hustete.

Das Zeug wirkte schnell.

Irgendwie war mir schwindelig und alles drehte sich.

"Das war aber nicht der gekaufte, Ley, was hast du ihr da angedreht?", Bryan sah mich an und nahm die, nun leere, Flasche, um das Etikett zu lesen.

"Ich weiß. Den hat mein Onkel selbstgemacht. Echter, polnischer Vodka. ich hab ihn allerdings noch nicht probiert, nur Jack hatte etwas.

Jack lag in einer Ecke und sang irgendwelche Lieder, von denen mir nicht klar waren, dass sie überhaupt existierten.

Ich versuchte aufzustehen, stolperte jedoch. Bryan hielt mich fest. "Schön langsam. Setz dich besser wieder." Ich tat wie mir geheißen und landete auf dem Gras. Danach wurde alles schwarz.

Bryan

"Na toll. Die ist weg. Was machen wir jetzt?", Diana beugte sich über Joannie.

"Lassen wir sie hier?", schlug Leyla lachend vor. "Spinnst du?", wand Bryan ein, "Wir können sie doch nicht hier liegen lassen! Sie ist erst fünfzehn und vielleicht kommt irgendein Penner auf die Idee und stellt sonst was mit ihr an!"  "Na und? Ist doch nicht dein Problem? Was willst du denn sonst machen? Außerdem ist es doch ihr Pech. Wenn sie das Zeug trinkt?"

"Verdammt, Diana, du auch? Was ist denn mit euch los?!" "Bryan, komm runter. Irgendwer wird sie heimbringen. Spätestens die Polizei. Außerdem ist Jack hier."

Jack lag noch immer im Gras und sang. Als er seinen Namen hörte, rappelte er sich auf. "Ich pass auf die Kleine auf, bis sie aufwacht. Ärgerwort, oder wie das heißt.", nuschelte er. Seine Fahne roch man auf zehn Meter Abstand.

"Außerdem... Du weißt, was wir bei mir machen wollten?", flüsterte Diana ihm ins Ohr und küsste seinen Hals.

Das war der Moment, in dem er nachgab. Er stand seit der sechsten Klasse auf Diana und jetzt hatte er endlich die Gelegenheit, auf die er seit mehr als drei Jahren wartete.

Sie gingen, Jack stolperte ihnen hinterher. Joannie lag auf dem Gras, nicht bei Bewusstsein.

Invention - Die Change-Trilogie beginntLies diese Geschichte KOSTENLOS!