Niall konnte nicht schlafen.

Er wollte die restlichen Briefe lesen, aber er hatte Angst. Er wollte nicht diese Briefe lesen und wissen, dass sie aufgehört hat zu schreiben und der Grund weshalb konnte nichts Gutes sein. Das Letzte was er wollte, war, dass sie weint.

Aber wenn er nicht weiterließt, fühlt er sich, als würde er sie betrügen. Er hat es ihr versprochen, zwar innerlich und nicht mündlich, aber er muss das Versprechen halten. Dennoch wüde es niemand wissen wenn er es nicht tut, niemandem würds interessiern. Er musste also gar nichts machen.

Also lag er in seinem Hotelzimmer und betrachtete den fahl scheinenden Mond im dunklen Nachthimmel. Es war kein Stern zu sehen.

Sein Verstand tobte, Schuld und Sorgen schienen ihn von jedem Winkel zu attackieren. Soll er die Briefe lesen, oder soll er es lassen? Das war das erste Mal, dass er sich reifere Gedanken zu den Briefen machte, aber er wunderte sich, welche Art von Geschichte dort erzählt wird. Wollte er sich wirklich so nah einem Mädchen gegenüber fühlen, dass er wahrscheinlich nie sehen wird?

Wollte er sie wirklich liebenlernen?

Sie liebt ihn, oder? Das war etwas, was ihn wirklich innerlich veränderte. Von Anfang an dachte er, dass Mädchen ihn mögen, weil er süß war und weil One Direction cool war. Doch so wie Charlie über ihn redete, wirkte es als wäre jemand Verliebtes am reden.

Plötzlich ließ der Gedanke an Charlie, wie sie diese Briefe schrieb und ihn vom ganzen Herz liebt, schuldig fühlen. Was redet er denn eigentlich? Natürlich würde er weiterlesen.

Er schmiss die Decke runter von sich und rollte aus dem Bett, zitternd in der kalten Luft. Bald ist es Winter.

Sofort nachdem er die Briefe aus seinem Nachttisch kramte, hüpfte er wieder ins Bett und kuschelte sich in die Wolldecken ein. Er brauchte keine Lampe zum Lesen, denn er hatte die Gardinen offen gelassen.

Das Mondlicht reichte.

Lieber Niall,

Es ist Sommer!

Weißt du was? Ich fühl mich heute richtig glücklich. Aber nicht glücklich zur selben Zeit. Ich hab diess Gefühl, bei dem man einfach Lust hat zu tanzen, singen lachen und weinen und einfach rumzurennen, wobei man jeden, den man jeh gehasst hat ins Gesicht schlägt. Alles Gleichzeitig. Yeah? Sag mir nicht, dass ich seltsam bin. Jeder hat sowas schon mal gefühlt. Richtig?

Vielleicht ist das auch eine Fangirl-Sache.

Niall lächelte. Anscheinend war Charlie hyperaktiv, wie viele ihrer Fans. Schreien, in Ohnmacht fallen und völlig durchdrehen war wohl ein Trend bei ihren Mädchen.

Ich und Alice sind heute morgen mit ihrem Hund Gassi gegangen, bei den Feldern in der Nähe ihres Hauses. Es ist wirklich die süßeste Sache in der Welt. Es ist ein schwarzer Hundewelpe namens Carly. Ich hab noch nie einen Hund gehabt. Obwohl, als ich klein war hatte mein Vater mir ein Katzenjunges gekauft.

Ich nannte es Tinkerbell.

Jetzt wo ich darüber nachdenke, fällt mir gar nicht mehr ein, was mit dem Kätzchen passiert ist. Wir hatten es ein paar Monate vor dem Unfall.

Es war das erste Mal, dass Charlie in ihren Briefen von einem Unfall schrieb. Niall fragte sich, ob sie ihm jemals erzählen wird, was passierte. Vielleicht in den späteren Briefen.

Es war eine Bestechung, ich wusste das. Hin und wieder kauften meine Eltern mir irgendeinen teuren Unsinn um die Tatsache gutzumachen, dass sie nur Aufmerksamkeit für Eliza übrig haben und dass sie immer Geschenke und teures Zeugs bekam. Mir war es egal. Dieser Unsinn war ziemlich cool, weißt du? Es war cooler Unsinn.

Twenty one letters to Niall (Übersetzung)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!