Du sagtest mir mal, Ich wäre alles für dich.

30 3 0

Da war mal etwas meiner Meinung nach ganz Großes,

Etwas, von dem ich nie dachte, dass ich es Mein nennen könnte.

Ich kann mir wirklich viel vorstellen, ich bin wahrlich eine echte Träumerin.

Ich tauche viel zu oft und viel zu lang' in Welten ab, die für manch andere kaum zu verstehen und meist auch viel zu wirr zum erklären sind.

Und doch; die Freundschaft zu dir, die konnte ich mir nie wirklich erträumen.

Viel haben wir erlebt, es war ein großes Nehmen und Geben auch wenn ich mir sehr gut vorstellen kann, dass ich dir viel mehr gegeben habe als ich von dir nahm.

Und doch war ich glücklich mit allem, hab mich hinter der rosaroten Brille versteckt und alles quitschig rosa, glücklich, blumig gesehen und war in meiner heilen Welt unter Zuckerwatte begraben, die mir anscheinend komplett die Sicht vernebelte.

Für dich war es längst nicht so wichtig, mich bei dir zu haben wie für mich. Ich war abhängig von dir - das war ein Fehler.

Klar hab' ich dir gesagt wie wichtig du für mich bist und klar hab ich es dich spüren lassen, damit ich die Nähe von dir bekam, die ich auch brauchte.

Im Grunde warst du für mich neben der Luft zum Atmen das Wichtigste, das ich mir nur vorstellen konnte.

Schlimm, diese Naivität, oder?

Ich war mir dessen vollkommen bewusst und trotzdem war es mir egal. Mir ging es gut und es konnte kommen was wollen, solang ich dich hatte.

Du warst wie mein Herzschrittmacher, den ich nicht besitze.

Und als du dann fort warst - weil du keine Lust mehr auf mich hattest -weil du so einen Menschen wie mich nicht deine beste Freundin und noch nicht mal als irgendeine Freundin an deiner Seite haben wolltest..

Da war der Herzschrittmacher fort, die Zuckerwatte in der ich lag wurde klebrig, die rosarote Brille zerbrach und mit ihr meine ganze Welt.

Alles was mir so wichtig schien flog davon wie ein Heliumballon, den ein kleines Kind auf dem Rummel ausversehen losließ und auch kein Neues als Ersatz bekam.

Beleidigungen sind nichts für mich, auch wenn ich dich mit meinem Temperament manchmal ganz schön hätte zusammenstauchen können, was für ein Ar**h du doch bist, dass du grundlos mich hast fallen gelassen und Menschen mit denen ich zutun hatte, in den Arsch gekrochen bist.

Ich hätte, doch ich tat es nicht.

Ein wenig Anstand muss ja doch schließlich sein?

Lange habe ich dir hinterhergetrauert.

Geredet haben wir seitdem auch nicht mehr, wieso denn auch? Du brauchst mich ja nicht mehr.

Aber irgendwie, ich weiß selbst nicht genau, wie dies zu schaffen war, hat sich ein Schalter in mir von der einen auf die andere Nacht umgelegt und es war einfach nichts mehr da.

Wieso ich so an dir gehangen hatte, verstand ich auch nicht mehr, du warst schließlich wie jeder andere es hätte auch sein können.

Deine Macken hat bestimmt keiner, aber das ist auch gut so.

Es war schwer genug mit ihnen auszukommen.

Und doch bin ich froh, dass ich dich kennenlernen durfte.

Bereuen tu ich es auf keinen Fall, viel zu viel Gutes hab ich dafür mit dir durchlebt.

Doch etwas Großes, nein, das ist es schon lange nicht mehr.

Du sagtest mir mal, Ich wäre alles für dich.Lies diese Geschichte KOSTENLOS!