The evening at Liam's

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Mein mit Schminke verunstaltetes Gesicht sah mir in Spiegel entgegen. Ich sah zwar nicht so schlecht aus, wie ich es sagte, um die beiden davon zu überzeugen, mit dem Quatsch aufzuhören, aber ich mochte es nicht. Mein Gesicht war einfach zu männlich für irgendwelche Schminke, die in allen Farben auf mein Gesicht prangte. "Du siehst klasse aus!", meinte Niall irgendwann zu mir, die gemeinsame Arbeit von ihm und Liam bewundernd. Ich schnaubte nur und stand auf, um mich im Ganz-Körper-Spiegel nochmal ansehen zu können. Ich war ein Kerl, keine Frau, die aussah, als käme sie von ihrem... Job. "Niall, hast du was an den Augen? Ich sehe scheiße aus!", fluchte ich und setzte mich aufs Bett, meine Hand auf der Stirn, woraufhin der ganze Teint auf meiner Haut verwischte. "Mann Louis, du Tollpatsch!", seufzte Liam und kam mit einem Taschentuch. Er rupfte damit leicht auf meiner Stirn herum, die ich zum Spaß runzelte, aber er bekam es trotzdem hin. "Jetzt kann ich offiziell an eurer Sexualität zweifeln, Jungs. Noch nicht mal ich mache das." Darauf lachten die Beiden Verrückten sich tot, Niall fiel aus seinem Sitz auf dem Boden und lachte so laut wie möglich. Ich schnalzte mit der Zunge, aber stieg dank Nialls mitreißender Lache mit ein.

"Was machen wir jetzt?", kicherte Liam und sah mich und Niall an. Wir sahen uns gegenseitig an, zuckten mit den Schultern und sahen wieder zu Liam, der seufzte. "Niall wollte einen Plan aushecken. Harry soll dich anfangen zu mögen und Amy soll auf Niall aufmerksam werden!", erinnre uns Liam förmlich. Nialls Gesicht erhellte sich sofort als Liam den Namen seines Mädchens gesagt hat. "Dann los!", rief der Ire und klammerte sich um ein Kissen. Dabei vergaß er, dass er doch ein Kleid trug und ich konnte seine Boxer sehen, die Blau weiß gestreift war. Es sehr schon sexy aus, Niall war mit seinem knuffigem Auftreten schon was fürs Auge. Vor allem unter seiner Kleidung, wie ich glücklicherweise erfahren konnte. Er bemerkte, wie ich ihn beobachtete und legte das Kissen auf seine untere Hälfte, um mir die Sicht zu versperren. "Also Louis, ich nehme es mit Humor und fühle mich geehrt von dir angeschaut zu werden, aber über deine Lippen zu lecken während ich in Boxer sitze, ist nicht sooo toll. Ich bin ja nicht so geneigt wie du!", zwinkerte er mir zu und kicherte etwas. Ich lief rot an, da ich nicht gemerkt habe, dass ich mir über die Lippen geleckt habe. Aber was sollte ich dagegen tun, Niall war eben sexy und so wie es ausgesehen hat, sehr gut bestückt. Liam brach in Gelächter aus, was mich noch röter anliefen ließ. "Hört doch auf! Niall, du bist sehr sexy und jetzt hört auf über mich zu lachen!", flehte ich. Jetzt war Niall derjenige, der unter meinen Worten rot anlief. "D-Danke, Lou...", stotterte er. Liam kicherte etwas und lehnte sich nach hinten, um nach ein paar weiße DIN A4 Blätter zu greifen, die er danach sorgfältig auf dem Boden verteilte. "So Jungs, genug geflirtet! Jetzt wird gearbeitet!", befiel er in einem noch netten Ton.

Nach ein paar Stunden voller Arbeit in Sachen Amy und Niall hatten wir uns beraten, als zwei Freunde Amy herauszulocken und sie irgendwie zu Niall zu bekommen. "Ich weiß, wieso sie nichts von mir will! Sie steht auf Brünette! Ich lasse meine Haarfarbe rauswachsen und nimm wieder Braun an!", schrie er durch das ganze Haus und sprang auf. Ich und Liam sahen uns geschockt an, wir dachten nicht, dass Niall für ein Mädchen so weit gehen würde und sein geliebtes Blond rauswachsen lassen würde. "Niall, du sollst dich nicht für ein Mädchen verstellen. Entweder sie nimmt doch so, oder gar nicht!", sagte Liam bestimmend. "Und ich dachte, sowas sagen sich nur Mädchen gegenseitig...", murmelte ich. Liam sah mich etwas genervt an und zog Niall wieder zu uns. "Du wirst die Haare wieder blond färben, und wenn ich dich zum Friseur prügeln musst. Ich lasse es nicht zu, dass mein bester Kumpel sich von einem für mich bedeutungslosen Mädchen verstellen lässt!" Zu meiner Überraschung konnte Liam ja richtig bestimmend und herrschsüchtig sein, was ihn nochmal um eine Spur sexier machte, als er eh schon war. "Ja, ist ja gut! Das war auch eher ein Spaß!", meinte Niall zu seiner Verteidigung und verschränkte die Arme vor seinem Körper. "Ist ja nun egal!", meinte Liam, "Nun müssen wir Louis mit Harry Schnutzel Putzel helfen!" Niall kicherte etwas und sah an die Wand. Ich sah auch dahin und wie aus einer Wolke türmte sich der Sexgott überhaupt auf, Harry. Schnell schaute ich weg und Niall schreckte auf. "Ich hab's!", rief er voller Freude und grinste in sich hinein. Aber ich wollte nichts von ihm hören, er hatte bestimmt Tausende Ideen, von denen keine so richtig ihren Zweck erfüllte. "Harry ist ja eher so eine Art von Bad Boy. Wie wäre es, wenn wir Louis einen Image-Wechsel verpassen und ihn als Punk auf Harry los gehen lassen?", fragte Niall und quietschte etwas, während er redete. "Ich werde ganz bestimmt kein Punk, Niall! Das ist ja so wie in solchen Punk- und Flowerboy Fanfictions!", sagte ich genervt und auch Liam verdrehte die Augen. "Niall, halt einfach mal deine Klappe. Louis braucht Tipps, die ihn helfen!" Niall pustete sich gegen sie Stirnhaare, sichtlich beleidigt. "Ach, helfen meine Tipps nicht, oder wie?!", beschwerte sich unser blonder Freund, der im Moment leider seiner Haarfarbe alle Ehre machte. Wir ignorierten den süßen Ir(r)en und Liam wandte sich mir zu, seine Teddyaugen fixierten meine. "Harry ist unerreichbar. Er hat nur diesen einen Freund, der immer miese Laune hat... Wie willst du es schaffen, mit ihm alleine zu sprechen?", fragte er mich. Ich zuckte mit den Schultern. Liam sollte nichts von meinen geheimen Gesprächen mitbekommen, die ich mit Harry geführt hatte. Ich wollte nicht, dass er sich sorgen um mich machte oder noch schlimmer: Mich für total übergeschnappt hält, weil ich diese speziellen Träume von ihm und mir hatte. "Du musst schon etwas mitarbeiten, Lou! Sonst erregst du nie seine Aufmerksamkeit!", seufzte Liam erheblich und fing an, die Sachen aufzuräumen, die wir achtlos irgendwo hingeschmissen hatten. Ich half mit, damit er keine Fragen mehr stellen konnte.

Im Schlaf ereilte mich mal wieder ein Traum, in dem ich Harry dienen musste. Ich konnte mich nicht mehr an den ganzen Traum erinnern, sondern nur an einen Satz, den er zu mir sagte: "Komm her, Kätzchen." Dass er mich wie ein Tier behandelte, was sich daraus unvermeidlich Schließ, machte mich so an, dass ich mitten in der Nacht mit einer Latte aufwachte, die nicht von alleine weggehen wollte. Ich betete zu Gott, dass ich, wenn ich wieder einschlafe, nicht mehr damit zu kämpfen habe. Aber 1.) wollte diese miese Latte nicht weggehen, 2.) tat sie so Sau weh, dass ich fast einen Heulkrampf bekam und 3.) musste ich schließlich etwas tun, damit diese Kacke wegging. Ich stöhnte etwas auf, als ich mich an der Spitze berührte. Peinlich berührt sah ich zu Niall und Liam, die beide ruhig schliefen, wobei Niall etwas schmatzte während er schlief. Ich beschloss ins Bad zu gehen, so leise, dass ich keinen aus Versehen aufweckte. Ich huschte über den langen Flur zum Bad, so ich mich auf den Klodeckel setzte und einfach drauf los wichste. Es war mir sehr unangenehm, bei meinem Freund so etwas derartiges zu machen, aber was weg muss, muss weg. Und die schlichte Hand-Methode ist einfach, aber effektiv. Als ich meinen Höhepunkt erreichte, entfuhr mir ein lautes Stöhnen und ein 'Harry', wobei es sich eher wie 'Hally' anhörte, da ich mir auf die Zunge biss. Ich schnaubte vor Schmerz, der mich aber nochmal Spritzen ließ.

Am nächsten Morgen saß ich mit Niall und Liam zusammen unten in de Küche. Wir ließen uns von der Köchen Elise bekochen, auch wenn wir Spiegelei auf Toast vermutlich alleine geschafft hätten. "Sehr lecker, Elise!", sagte Niall und stopfte sich alles rein, was in seinen nicht allzu kleinen Mund reinpasste. Niall und Essen! Ich lachte, als Niall das Essen fast wieder ausspucken musste, weil er zu viel Auf einmal genommen hat. Liam seufzte, musste aber schmunzeln. Niall war einfach zu süß, wenn er sich sein leckeres Essen rein stopfte! Manchmal wünschte ich mir, dass die beiden auch schwul wären, weil sie ein so süßes Paar abgeben würden. Zwar eines, dass sich bei jeder Gelegenheit neckt, aber das ist doch der Kick an so einer Beziehung!

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Wer will die Wörter zählen? :33 keiner? ok ._.

Wie findet ihr das Kapitel? :) Ich hoffe es gefällt euch hihi auch wenn nicht viel passiert! :)

Irgendwo Fehler? :)

Begging (Larry Stylinson AU)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!