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Pen Your Pride

Kapitel14:

Tory P.o.V.

Die nächsten Tage, oder Wochen, oder Stunden vergingen alle gleich. Mein Zeitgefühl war weg. Fassen wir zusammen: Ich habe gesehen wie zwei Kleinkindern die Kehle durchgeschnitten wurde. Einem Mann, mit Familie und schließlich meiner liebste Cousine Alexa. Sie war erst 15, ich war immer bei ihr, als ihre Mutter totkrank im Krankenhaus lag. Und sie war immer bei mir, wann immer ich sie gebraucht habe.

Damals vor Jahren, habe ich mir immer eine Schwester gewünscht, genau wie Luca. Wir dachten immer, wir würden irgendwann ein Geschwisterchen kriegen, bis meine Mutter verschwand. Aber ich hatte Alexa. Ich habe sie als meie Schwester gesehen, 15 Jahre lang. Und dann tun die sowas.

Das war das Einzige woran ich die letzten Was weiß ich was gedacht habe. Ich habe das halbe Bad zerschmettert und hab den Jungs mehrmals in ihre Schwachstellen getreten. Ausserdem saß ich die ganze Zeit nur in der Ecke und habe die Wand angestarrt. Ab und zu brachten sie mir Essen, aber verschwanden sofort wieder. Nur heute war es anders. Heute hatte Robin sich neben mich gesetzt und ist einfach so geblieben.

Plötzlich brach er die Stille. "Diese Alex." begann er. "Die hat es verdient. Du wirst mir noch dankbar sein." Ich drehte meinen Kopf zu ihm und blickte ihn finster an. Meine Hände zitterten leicht, doch ich sah einfach wieder zur parallelen Wand.

"Ich weiß viel über sie. Und über dich. Sagen wir einfach mal, ich kenne dein Umpfeld besser, als du es tust. Und da gibt es sovieles wovon du nichts weißt" Er grinste mich bestimmt dreckig an. "Vorallem über deine Alex. Erst 15 und schon so schlamp.."

"Halt dein Maul und verpiss dich" unterbrach ich ihn. Ich wollte das nicht länger anhören.

"Wow, das erste was du seit zweieinhalb Wochen gesagt hast." sagte er und nickte staunend. Dann stand er endlich auf und verließ den Raum.

Ich nahm mir ein Beispiel an ihm und stand ebenfalls auf. Da ich wieder öfter mal nicht getan hatte, was die Jungs wollten, wurde ich in einem anderem Zimmer untergebracht. War mir jedoch egal. Ich wankte, mir war etwas schwindelig.

Ich stützte mich an der Wand und gelang letzten Endes zum kleinen Bad.

Die Dusche entspannte mich etwas. Ich schloss die Augen, während das Wasser über meinen Körper lief und stellte mir vor, ich würde bei mir zu Hause unter der Dusche stehen.

Nachdem ich gleich fertig geduscht habe, muss ich mir schnell die Haare föhnen. Was soll ich denn jetzt anziehen? Und was soll ich Luca kochen? Ich muss ihn noch fragen, er soll nichts auf den Teller bekommen, worauf er keine Lust hat. Ich hoffe, er will morgen mitkommen, Universitäten ansehen. Auf sowas steht er doch.

Sowas wären meine Probleme gewesen, aber jetzt ich musste mich retten. "Luca geht es gut. Dad geht es auch gut." redete ich mir ständig ein. Nach dem sie Alexa getötet hatten, blieb mir nichts anderes übrig, als Angst zu haben. Diese Pseudotypen könnten jeden verdammten Moment auftauchen, meinen Bruder mit sich schleppen und ihn dann gnadenlos ermorden. Gab es so unmenschliche Leute? Ich konnte es nicht verstehen. Ich konnte einfach garnichts mehr verstehen.

Nach der Dusche zog ich mich an und putzte mir die Zähne. Meine Haare ließ ich nass. Ich wusste zwar nicht, ob ich überhaupt einen Föhn hatte, aber ich hatte keinen Gedanken daran verschwendet, schöne Haare zu haben. Auf einem kleinen tisch fand ich Essen. Bei dem Anblick knurrte mein Magen und ich konnte mich nicht mehr zurückhalten. Das Essen das sie mir gebracht hatten, hatte ich nur selten angerührt. Ausnahmsweise konnte ich es ja nehmen. Ich machte keine anstanden das Essen zu genießen, sondern wollte nur meinen Hunger stoppen. Leider gab es kein Wasser.

Und nun? Was sollte ich tun? Ich ging einfach auf die Tür zu, mein Kopf platzte beinahe vor Kopfschmerzen. Abgeschlossen. Ich trat fest gegen die Tür, wissend dass es nichts bringt. Also blieb ich da stehen. Obwohl meine Sinne in letzter Zeit immer schlapper wurden, konnte ich hören, wie Schritte sich näherten. Als die Tür aufgeschlagen wurde, trat ich ein paar Schritte zurück. Mason musterte mich und sagte schließlch in einem Roboterton, ich solle auf der Stelle in das alte Zimmer gehen. Er folgte mir aufmerksam und schloss dann die Tür ab. Ich sah, wie die anderen ihre Blicke zu mir wendeten. "Wo warst du?" fragte Emily. Ich zuckte nur mit den Schultern und setzte mich auf das Bett. "Und warum sind deine Haare so nass?"

Ich bemerkte, dass es tatsächtlich noch von meinen Haarspitzen tropfte, also begab ich mich ins Bad, wo ich begann sie ein wenig zu trocknen. Was wollten sie jetzt mit uns tun? Und was wollten sie erreichen?

Ich sah in dem Spiegel meinen bewusstvollen Blick und wusste, ich musste herausfinden, was das Ziel dieser Jungs war.

Ich weiß, kein spannendes Kapitel. Aber ab jetzt geht es erst richtig los :)

Danke für die ganzen Reads <33

-E

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