Hochzeitskleid (Phil)

111 6 2

"Wahnsinn, Sami. Bald bist du eine Braut!" ruft meine beste Freundin Nadine und reißt ihre Arme in die Luft. "Ich weiß! Und soll ich dir was sagen? Ich fühle mich jetzt schon wie eine!" brülle ich zurück und lache. Ich gehe mit Nadine durch die Straßen Kölns, Schaufensterbummeln. Ich trinke den Milch Shake, den ich mir vorhin gekauft habe, leer und werfe ihn in einen Mülleimer. Dann hebe ich meinen Kopf wieder und mein Blick fällt auf ein Schaufenster eines Brautmodengeschäfts. Meine Augen weiten sich und ich reiße mich von Nadine los und renne zu der Glasscheibe. Dahinter befindet sich das schönste Brautkleid, dass ich je gesehen habe. Weißer Stoff, an der Taille anliegend, ab da ein fließender Tüll, nicht zu viele Rüschen. Doch das beste sind die silbernen Blumen, die sich wie eine Schlange in einer Reihe von den Beinen, über den Bauch, über die Schultern und dann wieder den Rücken hinab. "Nadine! Sieh dir dieses Kleid an! Das ist wunderschön! Ich muss es haben! Siehst du die Blumen? Das sieht doch aus wie bei einer Elfenprinzessin!" Meine Freundin hat es mittlerweile geschafft sich neben mich zu stellen und verdreht ihre Augen. Mein Fable für Elfen nervt sie manchmal, doch ihre Augen strahlen fast so sehr wie meine. "Wie viel kostet es denn?" fragt sie und holt mich damit auf den Boden der Tatsachen zurück. Schnell werfe ich einen Blick auf das Preisschild und mein Herz sinkt in die Hose. "Oh man.." murmele ich leise. "1300 Euro. Wow ich hätte nicht gedacht, dass so ein Kleid soviel kostet! Dann kann ich das gleich vergessen!" Enttäuscht wende ich mich von dem Geschäft ab und gehe davon. Nadine kommt mir nachgelaufen und legt einen Arm um mich. "Hey. Sami. Nicht traurig sein! Wir finden auch ein anderes Kleid. Außerdem kaufen wir heute ja noch garkeins. Du gehst doch erst morgen mit Philipp. Was ich übrigens sehr komisch finde. Eigentlich heißt es ja, dass der Bräutigam die Braut vor der Hochzeit nicht sehen darf!" Das heitert meine Stimmung wieder ein bisschen auf. Immer wenn ich über das Thema Hochzeit rede, werde ich fröhlicher! "Weißt du, Phil und ich geben nicht so viel Wert auf alte Traditionen. Wir machen es so wie es uns gefällt!" antworte ich und grinse sie an. "Na bitte, da haben wir dein Lächeln ja wieder!" freut sich meine beste Freundin. "Morgen werde ich es ihm sagen." meine ich und Nadine schaut mich an. Dann umarmt sie mich und sagt leise "Ich bin mir sicher er wird sich freuen."

Am nächsten Tag schlendern mein Verlobter und ich durch die selbe Straße und ich ziehe ihn zu dem Schaufenster mit dem Elfen-Brautkleid. Ich kann garnichtmehr aufhören zu schwärmen. "Es ist weiß, wunderschön, bodenlang, mit silbernen Blumen! Phil, ich würde wie eine Elfenprinzessin aussehen!" Endlich stehen wir vor dem Geschäft und ich stupse meinen Finger immer wieder auf die Glasscheibe um dem Lockenkopf mein Traumkleid zu zeigen. "Wow. Das ist wirklich schön! Was meinst du, Samantha, willst du das nicht mal anprobieren?" fragt Philipp mich und ich hüpfe vor Freude. Wir betreten den Laden und künstlich-kalte Luft bläst mir ins Gesicht und weht mir meine orangenen Haare in den Mund. Während ich noch damit beschäftigt bin sie zu entfernen eilt schon einen Verkäuferin auf uns zu und wir teilen ihr mit, dass ich gerne das Kleid im Schaufenster anprobieren will. Sie holt es, begleitet mich zu den Kabinen und hilft mir schlussendlich den Reißverschluss am Rücken zuzumachen. Philipp, der es sich vor der Kabine in einem Stuhl bequem gemacht hat, klopft mit seinem Fuß auf den Boden, das macht er immer wenn er ungeduldig oder nervös ist. "Schatz? Ich wär dann soweit." rufe ich ihm zu und er antwortet "Okay. Komm raus!"

Ich schiebe den Vorhand zur Seite und trete langsam aus der Kabine heraus. Ich kann förnlich sehen wie Philipp die Augen rausfallen. Skgar sein Mund öffnet sich und bleibt dann auch offen. Aber ich kann es ihm nicht verübeln, ich sehe unglaublich aus. Meine Haare habe ich, mithilfe der Verkäuferin provisorisch hochgesteckt und einzelne orange Strähnen fallen auf meine Schulter. "Oh mein Gott.. Samantha du.. du bist wunderschön!" stottert der Lockenkopf und ich strahle über's ganze Gesicht. "Das Kleid steht Ihnen wirklich sehr gut! Und ihre grünen Augen kommen dabei noch mehr zur Geltung!" bestätigt die Verkäuferin. Aber dann sehe ich Phil traurig an und sage "Aber es kostet so viel. 1300 Euro. Können wir das aufbringen?" Philipp's Blick verdunkelt sich für einen winzigen Augenblick, doch nur um danach nich heller zu strahlen. "Mein Eltern haben mir heute gesagt, dass sie sic doch bereit erklären uns bei der Finanzierung unserer Hochzeit unter die Arme zu greifen. Du weißt ja wie pingelig sie am Anfang waren, weil wir noch so jung sind. Doch jetzt haben wir ihre Unterstützung und das heißt wir können diese Kleid kaufen Sami!"

Ich traue meinen Ohren nicht. "Was? Wirklich? Oh mein Gott, Phil!" ich flippe völlig aus, springe, soweit das in dem Kleid möglich ist, auf und ab und lache und schreie laut. Mein Verlobter und die Verkäuferin stehen nur daneben und lachen. Da laufe ich auf Phil zu, falle ihm um den Hals und küsse ihn innig. Er erwiedert meine Kuss sofort und legt seine Arme um meine Hüften.

Nachdem wir das Kleid bezahlt haben, gehen wir Hand in Hand, ich mit der Einkaufstüte auf meinem Ellbogen, noch ein Eis kaufen. Wir stellen uns in die Schlange und warten geduldig bis wir an der Reihe sind.

Ich wippe ungeduldig auf meinen Zehen vor und zurück, weiß, dass ich ihm unbedingt etwas sagen muss. Und irgendwann halte ich es nichtmehr aus. Ich ziehe ihn aus der Schlange hinaus, zu einer Band und bedeute ihm sich hinzusetzen. Phil will protestieren doch ich lasse keinen Widerspruch zu.

"Hör zu." beginne ich. "Ich muss dir etwas sagen. Etwas wichtiges. Ich weiß es schon seit einer Woche, hab es dir aber nicht gesagt weil ich Angst vor deiner Reaktion hatte! Aber nun sollst du es erfahren." Ich mache eine kleine Pause, schließe die Augen, atme tief durch und setze dann fort. "Ich bin schwanger." sage ich, klar und laut und öffne die Augen um Phil's Reaktion zu sehen. Er sitzt erstmal regungslos da, sichtbar schockiert. Doch nach ein paar Sekunden, die für mich quälend langsam vergehen, spring er auf und umarmt mich stürmisch. "Ich werde Vater!" ruft er, nachdem er mich losgelassen hat und küsst mich stürmisch. Ic lache, erleichtert und mitgerissen von seiner Euphorie. Er küsst mich nocheinmal, streichelt meinen Bauch zärtlich und sagt leise, sodass nur ich es hören kann, mit einem Lächeln auf den Lippen. "Wir werden eine richtige Familie werden."

-------

Soou :)

Der hier ist für die liebe @AllySchiebler ! :)

Ich hoffe er hat dir gefallen und dass er nicht irgendwie zu kurz/unrealistisch ist! :)

PS: Ich entschuldoge mich für jeden Rechtschreibfehler! Ich bin müde :D

Alles Liebe Kathi ¥ <3

Y-Titty - ImaginesLies diese Geschichte KOSTENLOS!