Wurzellos!

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Zurück in Deutschland hatte Anne die freie Auswahl zwischen Bedrohungen und exzessivem Stalking durch ihren Ex-Mann, hausen unter menschenunwürdigen Bedingungen in einer Kellerwohnung, die ihr Vermieter illegal als Wohnung ausgebaut hatte und in der die Mäuse auf dem Tisch Tango tanzten. In der nächsten Wohnung wurde sie vom Vermieter sexuell belästigt. In einer anderen Wohnung, die sie angemietet hatte, kippte ihr Ex-Mann einen 10-Liter-Eimer weiße Farbe in den Flur und stand fast täglich vor ihrer Tür. In wieder einer anderen Wohnung waren es die "Kulturbereicherer aus dem Nahen Osten" , die ihr das Leben schwer machten. Zwischen den Umzügen in eine eigene Wohnung hauste Anne immer mal wieder für einige Zeit lang auf der Wohnzimmer-Couch ihres Ex-Mannes, gefolgt durch Fluchten in Frauenhäuser in der Umgebung, wenn ihr Ex-Mann im betrunkenen Zustand randaliert und Anne mit dem Tode bedroht hatte.

Mit den Jobcentern und Sozialämtern stand Anne auf Kriegsfuß und diverse Male musste sie einen Anwalt einschalten, um zu ihrem Recht zu kommen. Mit Ihrer Gesundheit ging es rapide bergab und außerhalb ihrer Wohnung war sie auf eine Gehhilfe angewiesen. Da sie kein Auto besaß, ja nicht mal einen Führerschein hatte, stand es mit ihrer täglichen Versorgung, vor allem im Winter, wenn es draußen glatt wurde, nicht zum Besten. Zum Arzt konnte sie nur dann gehen, wenn seine Praxis in der Nähe lag und barrierefrei war.  - Sonst nicht, denn sie hatte keine Begleitperson und konnte auch niemanden für diese Dienstleistung bezahlen. Denn ihr Ex-Mann funkte immer wieder dazwischen, wenn Anne Freundschaften aufgebaut hatte, indem er sich unmöglich benahm und ihre Freunde bedrohte. Anne SOLLTE wieder zu ihm zurück kommen, in seine Wohnung und in sein Bett. Dafür tat er ALLES. Doch in Anne's Kopf war der sexuelle Missbrauch fest verankert.... und den konnte sie nicht vergessen.

Die letzten Jahre in der Wohnung ihres Ex-Mannes waren fatal. Anne konnte auf Grund der Stufen, die zu der Wohnung ihres Ex-Mannes führten, die Wohnung nicht mehr verlassen. Ihr Ex-Mann war's zufrieden. - Nein, doch nicht, denn sie war äußerst hartnäckig und weigerte sich, das Schlafzimmer ihres Ex-Mannes zu betreten. Vermutlich war dies ein Grund von vielen, weshalb ihr Ex-Mann seine Trunksucht nicht unter Kontrolle hatte. Wenn man es genau nahm, hatte er GAR NICHTS unter Kontrolle. 

Anne wusste, dass sie auf Grund ihrer gesundheitlichen Einschränkungen nicht mehr alleine in einer Mietwohnung leben konnte. Sie wusste aber auch, dass sie bei ihrem randalierenden Ex-Mann nicht dauerhaft bleiben konnte.  Was also tun?

Sie bloggte. - Im Netz schrieb sie sich alles von der Seele und ließ die Behörden mitlesen.  Die gerieten auf Grund der unschönen Vorkommnisse unter Handlungs-Druck. Einige Male forderte Anne die Hilfe von Sozialarbeitern an. Auch die Polizei musste einige Male kommen und Familienstreitereien schlichten. Als es Anne eines Tages zu bunt wurde, kontaktierte sie erneut das Frauenhaus im Nachbarort, das sie schon kannte. Sie wollte abgeholt werden. Mit Hilfe der Polizei wurde sie aus der Wohnung ihres Ex-Mannes geholt und in ein Frauenhaus gebracht.

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