Ripon, North Yorkshire

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Anne trat ihren neuen Job im Luxus-Anwesen der Gräfin an und fühlte sich unwohl. Die Chemie mit der adligen Dame stimmte ganz und gar nicht. Auch die Unterwürfigkeit, welche die Gräfin von ihrem Personal erwartete, konnte Anne ihr nicht entgegenbringen. Nach nur einer Woche hatten Arbeitgeberin und Arbeitnehmerin die Faxen dicke. Man trennte sich im Guten. Nachdem sie ihren ausstehenden Lohn erhalten hatte, zog sie mit ihrem Sohn in die benachbarte Stadt und mietete sich in einer Bed&Breakfast Unterkunft ein. Der Hotelbesitzerin erzählte sie, was vorgefallen war. Die riet ihr, Sozialhilfe zu beantragen, solange sie noch keine andere Arbeit gefunden hatte. Das tat Anne dann auch und wurde belehrt, dass nur für drei Monate gezahlt würde. Falls sie bis dahin keinen Job hätte, müsse sie nach Deutschland zurückkehren. 

Anne wollte nicht zurück nach Deutschland!

Als Anne eines Abends müde von ihrer Jobsuche zurückkehrte, nahm die B&B - Chefin sie beiseite.  - "Wir haben den Steuerfahnder hier im Haus" , sagte sie mit bedrückter Miene. "Der hat mir jetzt gerade noch gefehlt, aber was soll ich machen? Seine Frau hat ihn vor die Tür gesetzt. Bitte tu' mir den Gefallen und lenk'ihn ab, solange er hier ist. Ich kann es nicht gebrauchen, wenn er hier herumschnüffelt." - Anne sagte zu.

Beim gemeinsamen Abendessen im Speisesaal nahm Anne neben dem Steuerfahnder ihren Platz ein. Sie hatte sich extra dafür umgezogen und trug ein Top, das mehr von ihrem Busen enthüllte, als es verbarg. Mit einem kurzen Seitenblick erkannte sie, dass der Mann zehn Jahre älter sein musste als sie selbst. Vom Aussehen her schätzte sie ihn als Langeweiler ein. Typisch Beamter eben.  Während sie schweigend aßen, suchte Anne verzweifelt nach einem Thema, mit dem sie ein Gespräch beginnen konnte. Ihr fiel nichts ein außer der Frage: "Hat's geschmeckt?", nachdem er mit dem Essen fertig war. - "Ja", sagte er und fragte, ob er Nachschlag haben könne. Eilfertig holte die B&B-Chefin Nachschlag aus der Küche. Anne wunderte sich, wie viel Essen in seinen dünnen Körper passte.

Nach dem Essen verteilten sich die Gäste in dem kleinen Hotel. Der Steuerfahnder verzog sich ins Fernsehzimmer und Anne dackelte hinterher. Um ihn dort festzuhalten, fing sie ein Gespräch mit ihm an. So erfuhr sie, dass er John hieß, verheiratet war und zwei Kinder im Teenager-Alter hatte. Als er ihr sagte, dass er Steuerfahnder sei, tat Anne so, als sei sie erstaunt und fragte ihn, was er denn den ganzen Tag so mache. Er sagte, es sei ein Bürojob wie jeder andere auch und dass diejenigen, die diesen undankbaren Job machen müssten, auch Menschen seien, wie jeder andere auch. Als Ausgleich zu dem harten Job las er gerne Klassiker und war Mitglied der lokalen Laienschauspiel-Gruppe. 

Anne war beeindruckt und John hatte bei Anne angebissen. In der Folgezeit verbrachten sie jeden Abend bis spät in die Nacht gemeinsam im Fernsehzimmer und nachdem Anne ihn einmal geneckt hatte, stand er auf, stellte sich hinter sie und hielt sie an den Schultern fest. Dann küsste er sie in den Nacken, rotierte mit seiner Zunge in Anne's Ohrmuschel und massierte ihre Brüste, bis ihre Nippel sich aufstellten. Gemeinsam gingen sie nach oben in sein Schlafzimmer, wo Anne den Reißverschluss seiner Hose öffnete und sein Glied herausnahm. Es war riesig.....

Bald nach diesem Ausrutscher fand Anne einen Job bei einem pensionierten Soldaten. Sie sollte für ihn kochen und ihm den Haushalt führen. Ihr Sohn Rainer war unterdessen in Ripon eingeschult worden und bekam intensiven Englisch-Unterricht, damit er dem Lehrstoff folgen konnte.

John konnte seine Finger nicht von Anne lassen und tauchte jeden Abend an Anne's neuer Unterkunft auf. Der Soldat, ein alter Haudegen über 70, fluchte in allen Sprachen, wenn er ihn kommen sah. Es kam zu Eifersuchtsszenen zwischen den beiden. Der ältere Mann erklärte, Anne heiraten zu wollen und der jüngere erklärte, eine Wohnung für sich anmieten zu wollen, in die Anne auch einziehen könne. Eine Hochzeit mit dem alten Mann konnte sich Anne nicht vorstellen, obwohl dieser ihr versicherte, noch potent genug zu sein, um sie befriedigen zu können. Vor die Wahl gestellt, entschied sie sich für den Jüngeren und zog bei ihm ein. 

Das passte wiederum John's Frau nicht, die nun plötzlich ihren Mann wiederhaben wollte, obwohl sie ihn ein halbes Jahr früher eigenhändig vor die Tür gesetzt hatte. Zwei Monate lang hielt John ihren Bitten stand, dann entschloss er sich, es noch einmal mit ihr zu versuchen. Anne ließ er mit den ganzen unbezahlten Rechnungen für die Wohnung allein und da sie kein Geld hatte, musste sie die Wohnung kündigen und nach Deutschland zurückkehren, nachdem das Schuljahr beendet war. Sie hatte ein paar wichtige Lektionen gelernt.


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