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Kapitel 168

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Lucas hatte sich trotz seiner Kopfschmerzen schnell auf der Liege in der Notaufnahme aufgesetzt als der Arzt ihm mitteilte dass er im Krankenhaus bleiben solle.

„Ich will aber nach Hause,“ sagte er und sah seinen Bruder hilfesuchend an. Der Arzt schüttelte den Kopf. 

„Das geht leider nicht. Mit so einer Gehirnerschütterung ist nicht zu spaßen. Wenigstens die nächsten Stunden solltest du noch hier bleiben. Dabei frage ich mich die ganze Zeit, was ist eigentlich mit dir passiert? Bist du überfallen worden? Vielleicht sollten wir lieber die Polizei anrufen?“

Der Arzt sah zu Georg und dann wieder zu Lucas. „Aber da du unbedingt nach Hause möchtest gehe ich mal nicht davon aus dass jemand aus deiner Familie dir etwas getan hat?“

„Natürlich nicht,“ sagte Georg empört und setzte sich neben seinen jüngsten Sohn. „Aber wenn Sie sagen er sollte besser eine Weile hier bleiben....“

„Du willst mich also los werden?“, fragte Lucas überraschend heftig und sein Vater schüttelte verwirrt den Kopf. „Nein, natürlich nicht. Wie kommst du darauf? Wir sprechen hier von ein paar Stunden, höchstens einem oder zwei Tagen.....“

„Dann wäre es dir nicht am liebsten wenn ich in ein Heim gehen würde?“, erkundigte sich Lucas mit müder Stimme und Georgs Verwunderung wuchs weiter an. „Ich glaube du bist wirklich ziemlich durcheinander. Aber das ist ja auch nicht weiter verwunderlich.....“

„Ich bin nicht durcheinander,“ verteidigte sich Lucas mit schwacher Stimme und schloss die Augen. 

Lucas hatte Glück und bezog im Krankenhaus ein Einzelzimmer. 

„Heute haben wir ein paar Leute entlassen, da geht das,“ sagte eine Krankenschwester und warf einen ärgerlichen Blick auf Jonas. „Sie möchten aber nicht hier bleiben?“

Jonas schüttelte den Kopf. „Ich bleibe hier! Ich muss noch was mit meinem Bruder besprechen. Es ist wichtig!“

„Also eigentlich....,“ begann die Schwester als ein Piepsen ertönte. Sie seufzte. „Ich muss nach jemand anderem sehen! Wenn ich wieder komme sind Sie hier verschwunden! Nachts möchten wir hier keine Besucher haben!“

Die Schwester eilte aus dem Zimmer und Georg sah ihr kopfschüttelnd nach. „Also gegen die war die Schwester aus „Einer flog über das Kuckucksnest“ ja ein wahrer Schatz!“

Jonas öffnete unterdessen die Balkontür des Zimmers und trat in die warme Augustnacht hinaus. 

„Ich muss wissen was genau mit Lucas passiert ist! Warum ist er so abweisend, vor allem gegenüber unserem Vater? Hoffentlich waren keine Dämonen im Spiel und es ist etwas vorgefallen wie damals bei Ingo. Aber warum sollte Lucas in so einem Fall wütend auf Papa werden? Dann doch wahrscheinlich eher auf mich oder auf Stefan. Und auf den bin vor allem ich wütend. Gut dass er nicht hier ist. Dann könnte ich wirklich für nichts mehr garantieren!“

Schließlich bat Jonas seinen Vater darum allein mit Lucas sprechen zu können und nach einem kurzen Zögern verließ Georg das Zimmer.

Jonas zog sich einen Stuhl heran und setzte sich neben das Bett seines Bruders dessen Haut erschreckend blass wirkte.

„Erzähl mir was passiert ist,“ bat er und schließlich berichtete Lucas alles bis zu dem Zeitpunkt an dem Stefan den flüchtenden Dämon verfolgt hatte.

„Er wollte dir mit den drei Dämonen nur Angst machen? Und die haben dir wirklich nichts getan?“, fragte Jonas erschrocken und wütend zugleich.

„Nein, die nicht. Einer hätte es fast getan aber dann hat Stefan ihn erledigt und ist fort gegangen....und dann..“, stammelte Lucas und griff nach Jonas Arm. „Ich muss dir was sagen. Das mit meinem Arm, das war Stefan nicht. Das war....Hedwig!“

Dämonische StatuenLies diese Geschichte KOSTENLOS!