Kapitel 160

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Wenige Tage nach ihrer Rückkehr aus Stuttgart lag Lucas neben seinem Freund Andy im Schwimmbad auf einer Decke und sah seiner Ex-Freundin Meike missmutig dabei zu wie sie in einiger Entfernung mit ihrem aktuellen Freund Benni unter einem Baum saß und ihm einen Kuss gab.

„Der steckt ihr die Zunge ja bis zu den Mandeln und fasst ihr wer weiß wo hin,“ stellte Lucas empört fest und Andy grinste. „Vielleicht hättest du das auch mal machen sollen, dann wäre sie vielleicht bei dir geblieben!“

„Sehr witzig,“ murmelte Lucas und Andy sah ihn entschuldigend an. „Tut mir leid, aber ich wusste nicht dass du immer noch an die Kuh denkst! Ich meine, ich kenne Meike schon seit der fünften Klasse und eigentlich mochte ich sie immer aber dass sie jetzt mit einem Benni-Hund rum macht finde ich scheiße!“

„Du sagst es,“ antwortete Lucas betrübt.  Doch er musste sich eingestehen dass er, abgelenkt durch die letzten Ereignisse nicht mehr so häufig an Meike gedacht hatte. 

Aber sie jetzt mit Benni zu beobachten weckte Erinnerungen in ihm. Seine Freundschaft mit Meike hatte ihn damals beim Tod seiner Mutter ein wenig getröstet. Und jetzt war das alles aus und vorbei.

„Du wirst irgendwann eine andere Freundin haben, schau zum Beispiel mal die beiden da drüben. Vor allem die Rothaarige sieht doch klasse aus,“ versuchte Andy seinen Freund aufzumuntern doch als zwei junge Männer sich zu den beiden Mädchen setzten stieß auch er einen deprimierten Seufzer aus. 

„Aber die sind schon vergeben. Ist doch immer so. Aber immerhin ist Nadja noch zu haben denn von Lutger will sie nichts!“

„Also bevor ich mit Nadja was anfange denke ich über eine Laufbahn als frommer Mönch nach,“ antwortete Lucas und ein gemeines Grinsen huschte über sein Gesicht. „So verzweifelt bin ich doch noch nicht!“

„Was ist eigentlich mit Sabrina?“, fragte Andy auf einmal. „Hässlich ist die auch nicht und während der Klassenfahrt hast du doch mehr mit ihr als mit Meike herum gehangen!“

„Sabrina ist wirklich nicht hässlich,“ dachte Lucas. 

Und sie wusste über Dämonenstatuen Bescheid, in dieser Beziehung würde er sich keine Ausreden einfallen lassen müssen. Aber sie war eine gute Freundin und sollte mehr daraus werden war das vielleicht das Ende der Freundschaft. 

„Das hat meine Mutter mal gesagt, aus Freundschaft kann Liebe werden. Aber aus Liebe wird keine Freundschaft mehr, auch wenn das ein häufiger Spruch ist wenn was zu Ende geht. „Lass uns Freunde bleiben!“ Das schafft kaum einer!“

„Sabrina ist nett, aber sie ist nicht mein Typ,“ antwortete Lucas und Andy zuckte die Achseln. 

„Ach so, aber was soll es schon. Ich habe übrigens mit meiner Schwester telefoniert. Die hat auch noch keinen neuen Freund obwohl ihre Mitbewohnerin in München sie dauernd verkuppeln will. Die wäre übrigens genau mein Typ, leider ist sie ein paar Jahre älter als ich aber das ist doch irgendwie blöd. Ich meine, guck dir deine Ex Meike an. Ihr Benni ist mindestens vier Jahre älter als sie aber das finden die Mädchen dann toll. Die behaupten wir Gleichaltrigen wären kindisch!“

„Aber wir sind doch überhaupt nicht kindisch,“ protestierte Lucas empört während er aus einem Stück Papier das zu einer Illustrierten gehört hatte ein Schiffchen faltete.„Oder? Sind wir kindisch?“

„Nur wenn du das Schiffchen jetzt im Schwimmbecken schwimmen lässt,“ sagte Andy grinsend.

Im Gegensatz zu Lucas konnte Jonas den schönen Sommernachmittag nicht im Freibad verbringen sondern er saß an seinem Arbeitsplatz und blätterte den Inhalt eines dicken Aktenordners durch.

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