Kapitel 156

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Jonas sah Stefan entgeistert an. Hatte dieser ihm gerade tatsächlich vorgeschlagen noch ein wenig mehr Dämonenenergie in sich aufzunehmen? Alles noch schlimmer zu machen?

„Das meinst du jetzt nicht ernst, oder?“, fragte er wütend. „Reicht es noch nicht was jetzt aus mir geworden ist?“

„Was regst du dich so auf? Da bin ich mal nett und mache einen vernünftigen Vorschlag....“, begann Stefan aber Lucas unterbrach ihn.

„Du hast doch gehört was Jonas gesagt hat. Das sollte nein bedeuten.“

Er wandte sich an seinen Bruder. „Lass uns von hier fort gehen, bitte!“ 

Jonas nickte denn er sah Lucas an dass dieser sich in Stefans Gegenwart alles andere als wohl fühlte und ihm gefiel auch nicht der fast schon hasserfüllte Blick mit dem dieser seinen jüngeren Bruder betrachtete. „Gut, wir gehen jetzt. Bis dann, Stefan!“

„Du wirst es dir vielleicht noch mal überlegen, es könnte besser für dich sein. Ich könnte jemanden der mir wirklich hilft gebrauchen. So wirst du irgendwann ein Gegner für mich sein und dann wirst du dir wünschen du wärst mein Partner statt mein Konkurrent geworden! Vielleicht war es doch ein Fehler dass ich dir im Krankenhaus geholfen habe,“ dachte Stefan und sah Lucas und Jonas zu als sie ins Auto stiegen. 

„Ich werde mir von dir keine Geschäfte vermasseln lassen. Und auch dein lästiger kleiner Bruder wird mir nicht im Weg stehen!“

„Du hast nicht ernsthaft daran gedacht Stefans Vorschlag anzunehmen, oder?“, erkundigte sich Lucas beunruhigt und sah Jonas eindringlich an.

Dieser schüttelte den Kopf. „Nein, habe ich nicht. Wirklich nicht. Aber auf der anderen Seite, schau mal meine Hand. Da hatte Stefan mich mit seinem Schwert geschnitten und es verheilt schon. Eigentlich müsste das noch bluten. Aber es tut kaum noch weh. Das ganze hat nicht nur Nachteile. Und ich bin wirklich schneller geworden, das habe ich während dem Kampf ganz genau gemerkt!“

„Aber was meinte Stefan damit als er sagte deine Seele sei sowieso unrettbar verloren? Das glaubst du doch nicht wirklich?“, fragte Lucas und Jonas starrte stumm auf die Straße vor ihm und versuchte sich auf den Verkehr zu konzentrieren.

„Jonas, jetzt sag schon was. Machst du dir darum tatsächlich Sorgen? Aber das wäre doch ungerecht. Du kannst schließlich nichts dafür. Das mit dem zerbrochenen Schwert fand ich übrigens auch nicht gerecht.....“, sagte Lucas und schließlich antwortete Jonas.

„Dann hast du ein stärkeres Gerechtigkeitsgefühl als irgend welche Engel oder angeblichen guten Mächte. Denen ist das alles wohl gleichgültig und sie wollen nichts mehr von mir wissen.....“

„Das finde ich auch nicht richtig,“ murmelte Lucas betroffen. „Ich meine, du hast doch so viel gemacht. Du hast diesen Dämon getötet und dann hast du noch so viele andere besiegt. Ohne dich wäre Gerrit noch immer beim Direktor und der würde weiter machen wie bisher. Ist das alles denn gar nichts wert? Gibt das keine mildernden Umstände?“

„Anscheinend nicht,“ antwortete Jonas während Lucas in seine Hosentasche kniff. „Hast du Lust Stefan ein Geschäft zu ruinieren? Eigentlich sollte ich dir so einen Vorschlag nicht machen. Aber....“

„Aber was? Wie meinst du das?“, erkundigte sich Jonas überrascht während Stefan einen Zettel heraus zog. 

Es handelte sich um einen aus einer Zeitung ausgeschnittenen Artikel.

„Das lag auf Stefans Wohnzimmertisch. Da wütet ein Dämon in einem kleinen Ort, gar nicht mal so weit weg von hier. Das steht in dem Artikel. „Schon wieder Toter in alter Kirchenruine gefunden. Der dritte seit Anfang des Jahres,“ las Lucas vor.

„Das hast du aus Stefans Wohnzimmer? Dann will er da wohl demnächst hin um abzukassieren!“, stellte Jonas fest und fasste einen Entschluss. 

„Da sollten wir ihm vielleicht zuvorkommen und uns selbst darum kümmern!“

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