Kapitel 7 -cuts on her arms-

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Jemina:



Am Morgen wachte ich auf dem Boden, immer noch an der Tür gelehnt auf. Langsam stand ich auf und ging zu meinem Spiegel. Als ich mich sah kam mir sofort die Frage hoch was ist nur aus mir geworden? Meine Augen waren heftig geschwollen und meine Haare hatten ihren Glanz verloren. Sie waren total durcheinander und es sah so aus als hätte ich in die Steckdose gepackt. Jeder einzelne Teil meines Körpers schmerzte bei jeder Bewegung. Als ich runter zu meinen Armen sah, kamen mir wieder die Tränen. Die Schnitte waren überall auf meinen Armen verteilt. Über manche hatte sich eine Kruste gebildet und andere haben einfach nur aufgehört zu Bluten. Ich ging zu meinem Schrank und holte mir frische Sachen raus. Dann ging ich schnell Duschen. Die Tränen liefen immer noch über meine Wangen. Lange genug hatte ich alles in mich hinein gefressen und dieses Mal lies ich es alles raus. Fing heftig an zu schluchzten und mir war egal ob mich jemand hörte. Das heiße Wasser brachte die Schnitte zum brennen. Ich lies mich an der Duschwand runter gleiten. Er hatte mir alles genommen. Wirklich alles. Nach dem ich mich fertig geduscht hatte, zog ich mich um. Über mein Top zog ich allerdings noch eine Strickjacke denn ich wollte ehrlich nicht dass die anderen es sehen. Ich wollte kein Mitleid und sie würden es eh nie verstehen. Nachdem ich damit auch fertig war lief ich langsam runter. Auf der letzten Treppenstufe stoppte ich allerdings. Mitten im Flur stand Nick und neben ihm stand er. Der Schmerz in meiner Brust machte sich bemerkbar und das stärker als je zuvor. Jason flüsterte meinen Namen und kam ein Schritt auf mich zu. Ich war so unter Schock und bekam Panik. Ich wollte ihn nicht hier haben. Mir viel auf das ich angefangen hatte zu weinen. Schnell ging ich zurück, verlor mein Gleichgewicht aber dabei und flog hin. Schon verlor ich mein Bewusstsein. Das letzte was ich noch wahr nahm war, dass Jason was zu Nick sagte...









Jason:



Als ich bei Jeminas Haus ankam klingelte ich Sturm. Nick machte nach einer Zeit fluchend die Tür auf.



Ich: „Ich muss zu Jemina!"



Nick: „Keine Chance. Sie reagiert seit gestern nicht und anscheinend ist das deine schuld!"



Ich: „Bitte lass mich es wenigstens erklären!"



Nick: „Ok aber auch nur weil ich anders es sowieso nicht erfahren werde!"



Ich ging in den Flur und als ich sah wer da grade die Treppe runter kam brach mein Herz. Sie sah so kaputt aus. So zerbrochen und ich war an dem ganzen Schuld. Als sie mich sah riss sie ihre Augen weit auf und im nächsten war so viel Schmerz in ihren Augen. Tränen liefen plötzlich über ihre Wangen. Leise flüsterte ich ihren Namen und ging einen Schritt auf sie zu. Sie wich zurück, verlor ihr Gleichgewicht und flog hin. Sie verlor ihr Bewusstsein und ich lief schnell zu ihr. Vorsichtig nahm ich sie hoch.



Ich: „Nick hol ein Kühl pack für ihren Kopf!"



Nick: „Ok aber wehe du tust ihr was!"



Ich: „Glaubst du echt ich könnte ihr was antun?"



Nick: „Hast du ja schon! Das hier ist alles deine schuld!"



Nach diesem Satz ging er in die Küche. Er hatte recht aber da drüber wollte ich jetzt nicht nachdenken. Ich ging ins Wohnzimmer und legte sie vorsichtig auf die Couch. Ihre Strickjacke rutschte dabei ein bisschen höher und ein kleiner Teil ihrer Arme wurden freigelegt. Als ich mir ihre Arme ansah bemerkte ich was, was ich nie hätte sehen wollen. Ich zog meine Luft ein und hielt für einen Moment meinen Atem an. Langsam zog ich ihre Ärmel ganz hoch. Das was ich dann sah schockte mich nur noch mehr. Da noch nicht auf allen eine Kruste war mussten sie sehr frisch sein. Es war meine Schuld! Wegen mir war sie so kaputt. Wegen mir hatte sie sich so verändert. Wegen mir hatte sie sich geritzt. Ich ließ mich vor ihr auf die Knie fallen und fing an zu weinen. Wie in Trance starrte ich auf ihre Arme. Leise flüsterte ich immer wieder nein. Nach paar Minuten vergrub ich mein Gesicht in meine Hände. Schmerz, Reue und Schuldgefühle, dass alles plagte mich grade. Ich bekam noch nicht mal mit das Nick längst wieder im Raum war. Ich saß einfach nur da und weinte in meine Hände...



Nick:



Ich lief mit einem Kühl pack ins Wohnzimmer aber was ich da sah schockte mich. Jason kniete vor der Couch auf der Jemina lag und weinte heftig. Als ich zu Jemina sah hörte ich einen Moment auf zu Atmen. Ihre Arme sahen schlimm aus. Langsam lief ich auf sie zu und strich über die Schnitte die auf ihren ganzen Armen waren.



Ich: „Verdammte scheiße!"



Diese 2 Wörter kamen nur ganz leise aus meinem Mund. Sie hatte sich geritzt. Sich selbst verletzt. Bei mir im Kopf brannte eine Sicherung durch denn ich wusste Jason war daran schuld. Blitzschnell drehte ich mich um und stürzte mich auf den weinenden Jason.



Ich: „DU MIESER BASTARD! DAS IST ALLES DEINE SCHULD! ICH HATTE GEWUSST DAS DU SIE NUR NOCH MEHR KAPUTT MACHST!"



Ich schlug immer wieder auf ihn ein. So wütend war ich auf ihn. Dieses mieses Arschloch war schuld daran das sich meine Schwester selbst verletzt hatte!



Ich: „WAS HAST DU DIESES MAL GETAN HUH?"



Er wollte grade antworten als und eine Stimme unterbrach...









Jemina:



Ich wachte auf und hörte wie Nick schrie. Er fluchte und beleidigte jemanden. Als ich auf den Boden vor mir guckte, sah ich wie Nick auf Jason einprügelte. ER schrie ihn an aber was er sagte nahm ich nicht war denn mein Kopf schmerzte wie sonst was. Also machte ich das was mir grade am besten vorkam. Ich schrie diese Idioten an.



Jemina: „HÖRT VERDAMMT NOCHMAL AUF! ICH HABE KOPFSCHMERZEN UND IHR MACHT DAS GANZE NUR NOCH SCHLIMMER!"



Meine Hand legte ich auf meine Stirn und meine Augen schloss ich Krampfhaft. Ich hörte dass jemand auf mich zukam und sich neben mich hockte.



Nick: „Was hat er dir getan Jemi?"



Jason: „Bitte Jemina lass es mich dir erklären. Das war nicht so wie es aussah! Ich schwöre ich wollte es nicht!"



Ich: „Verpisst euch beide ich brauche Ruhe! Ich kann grade echt nichts mehr hören!"



Nick: „Jemina du bist grade auf deinen Kopf gefallen da lass ich dich jetzt garantiert nicht alleine!"



Jason: „Und ich auch nicht!"



Nick: „ Oh doch du verpisst dich!"



Jason: „Nein ich werde nicht gehen bis ich alles erklärt habe!"



Und schon fingen sie sich wieder an zu prügeln. Mein Kopf drohte zu explorieren. Würde mir mein Körper nicht so scheiße wehtun, würde ich die beiden mit eigenen Händen aus diesem Haus werfen aber dazu war ich zu schwach. Also tat ich das was ich immer tat. Weglaufen. Aber dieses Mal wusste ich genau wohin. Ich wollte vermeiden dass die Beiden sich noch umbringen denn so wie heute hatte ich Nick noch nie gesehen. Er war richtig wütend. Ich kannte Personen die mir helfen würden. Als ich an meinem Ziel ankam klingelte ich Sturm. Daher ich gerannt war schmerzte mein Körper nur noch mehr. Atmen war sehr schwer. Nach paar Sekunden machte ein wütender Brandon mir die Tür auf aber als er mich sah schaute er geschockt.



Brandon: „Jemi was ist los kleine?"



Ich: „Nick...Jason...Wohnzimmer...prügeln.sich!"



Ich brachte nur diese paar Wörter raus aber Brandon verstand mich!



Brandon: „Ok beruhig dich erst mal! Geh rein und setzt dich hin, trink was oder so. Ich geh rüber und regel das!"



Ich: „Danke"



Mehr konnte ich nicht sagen denn schon war er weg. Ich lief rein und lies mich in der Küche auf einen Stuhl fallen. Schon wieder kamen mir Tränen. Was war nur passiert? Was hatte ich getan? Meine Arme legte ich auf den Tisch und mein Gesicht vergrub ich darin. Nach einer Zeit setzte sich jemand neben mich und strich durch meine Haare. Mir war es egal wer da war. Ich war einfach nur noch fertig mit den Nerven...

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