52. Endgültig geklärt

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Melissa lächelte lieb und Stegi sah genau, wie sie Tim mit den Augen auszog. Und das gefiel ihm so gar nicht. "Hör mal zu, wenn es dich so stört, dass ich was von Stegi anstatt von dir möchte, dann klär das mit mir, aber lass Stegi verdammt nochmal da raus. Haben wir uns da verstanden?" Seine Stimme war immer noch leise und ruhig. Bedrohlich ruhig und man konnte spüren, wie Tim sie am liebsten dem Boden gleich gemacht hätte, aber er würde sowas nie machen. Nicht weil sie ein Mädchen war, nein, sondern weil er Anstand hatte. Er würde sie mit Worten fertig machen. "Aber Timmi-" "Ob wir uns verstanden haben Melissa?", wurde er nun lauter. "Tim..." Tränen traten in ihre Augen und sie sah verletzt zu Stegis Freund auf. "Du bist mein ein und alles! Bitte lass es uns doch nochmal versuchen!", flehte sie mit Tränen erstickter Stimme und drückte sich an Tim. Dieser allerdings pflückte das weinende Mädchen direkt wieder von sich ab. "Du bist so eine verlogene, hinterhältige Schlange Melissa. Niemand hier würde nur ansatzweise was von dir wollen nach allem was du getan hast! Weist du was mein Freund durch machen musste? Weist du wie schlimm das ist, wenn du bedroht und geschlagen wirst? Nein wahrscheinlich nicht, weil du ein kleines verwöhntes Gör bist, was niemals wirkliche Freunde haben wird. Du kaufst dir alles. Freunde, liebe, alles! Und Melissa?" Er zog den blonden zu sich und küsste ihn liebevoll. Allerdings war es bloß ein kurzer Kuss. "Das ist mein Freund und sonst will ich niemanden! Dich auch nicht!" Besitzergreifend nahm Stegi Tims Hand und sah Melissa feindselig an. "Und jetzt sag diesen Leuten sie sollen Stegi in Ruhe lassen, ansonsten lernst du mich kennen Mädchen.", sprach Tim weiter und drückte Stegis Hand leicht. Melissa sah so geschockt aus, dass sie einfach tat was Tim von ihr verlangte. Zum Beweis hielt sie Tim das Handy mit den Nachrichten entgegen. "Sehr schön und jetzt will ich, dass du aus meinen Augen verschwindest." Sie schnappte sich ihre Tasche und schritt mit wehendem Haar und schnellen Schritten von dannen.
Den restlichen Tag wurde sie nirgends mehr gesehen. Vermutlich war sie nach Hause gegangen, um sich dort bei ihrer Mami auszuheulen, aber das war Stegi nur recht.

Nachdem bei Tim und Stegi die letzte Stunde ausgefallen war, liefen diese nun lächelnd Hand in Hand nach Hause zu Stegi. An dessen Haustür lösten sie ihre Hände und Stegi schloss die Tür des Einfamilienhauses auf. "Boah... ich hab mega hunger!", seufzte der dunkelhaarige und hielt sich den Bauch. Stegi lief schmunzelnd in die Küche und holte aus dem Kühlschrank die letzten Reste des Eintopfes, den es gestern zum Abend gab. "Du Tim?" "Ja?" Dieser kam gerade in die Küche und fing wie selbstverständlich an den Tisch zu decken. "Ich muss dir gleich mal was zeigen und dann brauche ich deine Meinung dazu. Ich hab nämlich was in den letzten Wochen festgestellt und habe auch so einen Verdacht..." "Öhm... Okay?", stimmte Tim etwas misstrauisch zu. "Ach ja und ich bräuchte dann auch noch deine Hilfe bei etwas, aber jetzt erstmal guten Appetit." Und somit fing Stegi auch an zu essen.

Oben in Stegis Zimmer setzte sich Tim gespannt auf Stegis Bett. "Was gibt's denn Stegilein?" "Oh Herr, bitte nenn mich nie wieder so!", lachte dieser nun und nahm einen Schuhkarton aus einer Kommode. Stegi hatte festgestellt, dass es zu riskant war die Beweisstücke für eine Verwechslung an die Wand zu pinnen. "Guck dir mal die Fotos an und sag mir was dir auffält." Stegi schob Tim den Karton zu und setzte sich abwartend neben ihn.
Verwirrt was Stegi nun von ihm wollte, sah sich Tim die Bilder durch und las auch jedes Mal den Post-It der auf der Rückseite klebte. Nachdenklich musterte er den Karton vor sich. "Und? Siehst du was?" Langsam und kaum merklich nickte Tim. "Ja... ja ich sehe was." Eine gewisse Spannung war in der Luft und beide betrachteten schweigend das Bild vor sich. Es war ihr Einschulungsfoto. Hinter ihnen die jeweiligen Eltern. "Du siehst die Ähnlichkeiten also auch...?", murmelte der Lockenkopf um nochmal sicherzustellen, dass sie nicht aneinander vorbei redeten. Tim nickte bloß. Er schien etwas mitgenommen und auch etwas überfahren von so vielen Infos und Eindrücken auf einmal. Vorsichtig, ja fast sogar andächtig legte er das Bild zurück. Stegi nahm den Karton und verstaute ihn wieder in der Kommode. "Tim? Ich hab da eine Idee..." "Und die wäre?", seufzte Tim und fuhr auch durchs Gesicht. "Einen Vaterschaftstest." "Was?", rief der vorhin noch so mitgenommene Tim nun und sah Stegi mit einem undefinierbaren Blick an. "Ja dann haben wir Klarheit Tim. Oder willst du das nicht? Willst du nicht wissen, warum du meinem Papa ähnlich siehst und ich deinen Eltern?" "Doch schon..." "Na also. Is doch auch nichts dabei. Du musst bloß ein Haar von deinem Dad besorgen." Tim seufzte geschlagen. "Okay. Treffen wir uns dann morgen wieder?" Stegi nickte grinsend. "Jap."
Denn im Gegensatz zu Tim freute er sich auf Klarheit.

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Hallo meine Früchtchen^^

Eine schlechte Nachricht... wir nähern uns dem Ende. Vielleicht noch so 8 Kapitel und dann Ende Gelände. ^^
Aber dann gehts bei der anderen Story endlich weiter. xD

Bis denn meine Früchtchen<3
~Maddi

»Vertauschte Leben« Stexpert Lies diese Geschichte KOSTENLOS!