Kapitel 38

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Ich war immer noch in einer Schockstarre und starrte stur geradeaus. „Ganz Deutschland kennt mich und meinen Vorfall mit meinem Dad. Ich sollte mich daran jetzt gewöhnen, sonst geht irgendwann alles wegen der Presse kaputt und das will ich nicht!",dachte ich und schaute nach links. Da saß Mario und guckte mich fragend an. Ich zwang mir ein Lächeln auf um ihm seine Besorgtheit zu nehmen. Er startete den Motor und fuhr los. Marco war mit nick schon längst losgefahren und Illy war auch schon weg. Wir fuhren in die total falsche Richtung um zur WG zu kommen, aber es kümmerte mich nicht. Er fuhr aus der Stadt raus und hielt an einer kleinen Lichtung. „Was wollen wir hier?",fragte ich und verlies meine Schockstarre langsam. „Ich will dich ablenken Prinzessin...du brauchst abstand von der Stadt deinem Bruder, deiner Familie und der WG. ich weiß das klingt nach einem Tag sehr komisch aber glaub mir ich weiß was ich tuh",sagte er ,kam rum , öffnte die Beifahrertür und nahm meine Hand. Ich stieg elegant aus und schwankte in Marios Arme. Ich war doch wohl noch nicht ganz so fit und fühlte mich auch noch nicht so wirklich gut, aber was solls, ich werde diesen Moment einfach genießen mit ihm. Er legte seine Arme unter mein Kniekehlen und ich klammerte mich an seinem Hals fest. Er war echt süß, wenn er sich sorgen machte. Dafür liebte ich ihn auch so sehr, aber nicht nur deshalb sondern auch wegen seinem einzigartigen Charakter. Ich kuschelte meinen kopf an seine Brust und hörte seinem gleichmässigem Herzschlag zu. Es beruhigte mich und ich fing an mich zu entspannen. Er merkte wohl, dass ich mich langsam besserfühlte und setzte sich mit mir auf eine verlassende Parkbank. Ich legte meinen Kopf auf seine Schulter und genoss die Stille. Mir ging einfach alles nochmal durch den Kopf was passiert war in den kurzen Zeit, wo ich Mario kannte. Ein komisches Gefühl kam in mir hoch und ich schluchzte leise. „Mach ich hier gerade das richtige? Will ich mein Leben weiter so in gefahr bringen?",fragte ich mich in Gedanken. Marios Hand bewegte sich über meinen Rücken und ich zuckte bei jeder Berührung zusammen. Ich stand wie benommen auf und ging auf die Wiese vor uns. Ich legte mich ins Gras und kauerte mich zusammen. „Sharon...was ist?",fragte Mario mich besorgt. Ich bekam nur ein „Lass mich allein bitte...ich will nachdenken" über die Lippen. Er ging zurück zum Auto und ich weinte bitterlich vor mich hin. Ich wusste einfach nicht was ich tun sollte und ob es das richtige war, was ich tat. War es wirklich die richtige Entscheidung mit Mario Götze ein Beziehung einzugehen und mir weiter das Leben zur Hölle zu machen. Ich konnte unter meinem eigenen Schluchzen hören, wie Mario mit irgendjemanden sprach. Ich wollte mich nicht mehr rühren, am liebsten mein Leben gerade beenden oder in den Armen meines kleinen Bruders liegen. Das knacken der Äste, die auf der Wiese lagen, ertönte und ich schaute zu Mario, der auf mich zu kam. Ich schweigte ihn an und weinte bitterlich und wimmerte. Er hob mich sachte hoch und brachte mich zum Auto. Er fuhr , nachdem er mich ins Auto gesetz hatte, nachhause und trug mich dann in mein Zimmer. Ich kauerte mich wieder auf der Couch zusammen und drückte mir ein Kissen ins Gesicht. Mario ging leise raus und schloss die Tür, aber lange blieb ich nicht allein. Die Tür öffnte sich wieder und ich schaute verweint dahin. Ich sah Marco mit Taschentüchern und einer großen Flasche Wasser. Er schloss leise die Tür und setzte sich zu mir. Ich legte meinen Kopf an seine Brust und weinte weiter. „Beruhig dich kleine...was ist überhaupt los?",fragte er mich. Ich schaute zu ihm hoch und nahm das Taschentuch, was er mir hinhielt. „Seit dem ich Mario kenne und mit ihm zusammen bin geht mein Leben nur noch schief! Ich hab meine Familie verloren und steh wegen AK nur unter Presse und druck meines Vaters!!! Ich will nicht mehr...egal wie stark ich ihn liebe...mein Leben ist mir wichtiger!",schluchzte ich. „Was laberst du da für eine Scheiße??? Dein Leben unglücklich weiter leben ohne ihn...das geht doch auch nicht",sagte er entsetzt. „Lieber unglück als irgendwann wegen meinem Dad und AK im Rollstuhl zu landen",murmelte ich und senkte den Kopf. Marco hob ihn mit zwei Fingern schwunghaft hoch und schaute mir tief in meine aufgequollenen Augen. „Hör auf über so was nach zudenken..du gehst doch selber an dir kaputt...und das mit der Presse schafst du auch noch...ich glaub an dich und Mario auch. Wir alle sind immer für dich da",sagte er und drückte mir einen Kuss auf die Stirn. Ich legte mich auf die Seite, winkelte meine Beine an und legte meinen Kopf auf Marcos Schoß. Er streichelte immer in gleichen Abständen über meinen Rücken und schwieg. Immer wieder nahm ich seinen Geruch auf und dachte an die schönen Momente mit Mario und weinte wieder los. Ich war einfach verwirrt und wusste nicht was ich tun sollte, was die richtige Entscheidungung sein konnte. Irgendwann musste ich dann unter Tränen, schmerzen im Herz und Rippenbereich und Verzweiflung eingeschlafen sein.

Zwischen Familie und der großen Liebe (Mario Götze)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!