Kapitel 148

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Während Gerrit seine Erkältung auskurierte ging der Urlaub von Jonas und Lucas zu Ende und einen Tag vor ihrer Abreise saßen sie noch einmal mit Frau Huber und Gerrit im Wohnzimmer der Gastwirtin zusammen.

„Was wirst du jetzt machen? Ich meine wegen deinem Schwert! Wirst du dir irgendwo ein anderes besorgen oder mit der Dämonenjagd aufhören?“, erkundigte sich Gerrit der seine anfängliche Furcht vor Jonas mittlerweile weitgehend verloren hatte.

„Wo soll er sich denn ein neues besorgen? Die kann man doch nicht einfach irgendwo kaufen,“ sagte Frau Huber. „Auch wenn dieser Unhold Stefan auch eins hatte.“

„Es gibt nicht viele dieser Schwerter, könnte ich mir jedenfalls vorstellen. Und meines war irgendwie was Besonderes,“ stellte Jonas traurig fest. „Am liebsten würde ich wirklich aufhören und ein normales Leben führen. Aber das wird nicht gehen. Irgendwie laufen mir die Dämonen über den Weg, ob ich das nun will oder nicht. Und dann sollte ich schon über ein größeres Waffenarsenal als meinen Dolch verfügen. Damit geht es zur Not auch. Aber bei manchen Dämonen dürfte es nicht ausreichen!“

„Also muss ein neues Schwert her,“ stellte Lucas fest und Jonas nickte. „Ja, aber woher nehmen wenn nicht stehlen?“

„Warum eigentlich nicht? Du könntest doch zu diesem Ekelpaket Stefan gehen, ihn niederschlagen und dir sein Schwert nehmen,“ schlug Lucas mit einem bösen Grinsen vor.

„Diese Vorstellung hat wirklich was verlockendes,“ ging Jonas zum Teil auf Lucas bösen Vorschlag ein. 

„Aber das wird aus drei Gründen nicht gehen. Zum einen weiß ich nicht wo Stefan in Stuttgart wohnt. Da müsste ich schon die ganze Stadt absuchen. Ich kenne seinen Familiennamen nicht....“

„Den könnte man vielleicht raus bekommen, schließlich hat die Polizei doch die Namen von allen notiert die mit im Museum waren. Frag mal den Anwalt, der kommt da bestimmt dran oder hat sogar eine Kopie! Oder vielleicht geben die dir sogar Auskunft wenn du nachfragst!“

Jonas stimmte dem schließlich zu. Er hatte auch bereits darüber nachgedacht auf diese Weise an Stefans vollen Namen zu kommen.

„Stimmt, das wäre eine Möglichkeit. Aber da ist noch Problem Nummer zwei. Stefan wird sich sein Schwert nicht einfach so weg nehmen lassen und er ist um einiges stärker als ich. Und außerdem...“

„Außerdem macht man so was nicht! Man schlägt niemanden nieder und beklaut ihn,“ sagte Frau Huber bestimmt und fügte hinzu: „Aber das gilt nur wenn er sich hier nicht mehr blicken lässt! Dann bekommt er es mit mir und meinem Nudelholz oder einer Heugabel zu tun!“

„Ich werde vielleicht wirklich irgendwann mal vor Stefans Wohnung aufschlagen und mich mit ihm unterhalten,“ sagte Jonas nachdenklich und Lucas sah ihn erschrocken an. „Du willst zu diesem Widerling? Was willst du denn mit ihm besprechen?“

„Er kann mir vielleicht ein paar Fragen beantworten. Was genau eigentlich mit mir los ist. Gut, ich weiß es im großen und ganzen. Aber vielleicht weiß Stefan mehr darüber und kann mir weiter helfen! Es gibt da noch ein paar offene Fragen,“antwortete Jonas.

„Also dem solltest du besser aus dem Weg gehen. Das ist kein guter Umgang,“ sagte Frau Huber streng und warf einen besorgten Blick auf Gerrit als fürchtete sie dass Stefan jeden Augenblick herein stürmen könne.

„Ich weiß, aber es gibt da noch ein paar Dinge die ich wissen muss. Aber was ein neues Schwert oder eine andere gute Waffe angeht, ich habe da eine Idee wo ich vielleicht eins her bekommen könnte! Das werde ich nach dem Urlaub, also spätestens übermorgen, in Angriff nehmen. Wenn du willst dann kannst du mitkommen, Lucas. Es wäre sowieso besser denn ich muss jemanden besuchen den ich sonst vielleicht verprügele wenn ich ihn treffe.....“, antwortete Jonas und sah Lucas fragend an.

„Ich komme mit,“ sagte Lucas der eine ungefähre Ahnung bekam wer gemeint sein könnte. Dann machte er einen Vorschlag.

„Was ist mit Julia? Sie hat uns in der letzten Zeit geholfen und vielleicht kann sie auch mit kommen.“

Jonas schüttelte den Kopf. „Ich weiß nicht so recht. Dann müssten wir ihr vielleicht auch erklären warum ich ein neues Schwert brauche. Und sie hält sowieso schon nicht allzu viel von mir, jedenfalls war das früher so. Dann will sie bestimmt gar nichts mehr mit mir zu tun haben und das täte mir leid.....außerdem hat sie uns nur geholfen weil sie ein schlechtes Gewissen hatten wegen....“

Jonas brach ab. Gerrit wusste nichts über Julias Rolle bei seiner unfreiwilligen Rückkehr zu Engelmann und er hatte ihr zugesagt es ihm nicht zu erzählen.

„Weswegen hatte sie denn ein schlechtes Gewissen? Ich fand Julia eigentlich ganz nett,“ sagte Gerrit verwundert und Jonas suchte nach einer Ausrede die er glücklicherweise auch schnell fand.

„Sie hat mir früher einige gemeine Streiche gespielt. Sie und ihre Freundinnen. Deshalb hatte sie wohl noch ein schlechtes Gewissen!“

„Vielleicht können wir ihr irgend was anderes erzählen. Ich meine darüber warum das Schwert zerbrochen ist. Sag doch einfach du wüsstest auch nicht warum das so ist oder es wäre weil der Dämon gegen den es geschmiedet wurde besiegt ist. Alles braucht sie ja nicht zu wissen!“, schlug Lucas vor und Jonas nickte nachdenklich. „Vielleicht....“

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