Kapitel 142

71 7 0

Jonas parkte den Wagen vor dem Gasthof von Frau Huber in Raichelbach und wandte sich an Lucas. „Also, wie machen wir es jetzt am besten? Du begrüßt sie alle zuerst und ich halte mich im Hintergrund? Aber das geht irgendwie auch nicht....“

„Vielleicht hätten wir sie ja doch schon am Telefon vor warnen sollen,“ stellte Lucas fest. „Auch wenn es irgendwie blöd klingt. „Wir kommen bald und freuen uns. Ach ja, nicht erschrecken aber Jonas ist jetzt ein Dämon und ist nun auch unwürdig sein Schwert....“

„Lucas! Musst du in dieser Wunde herum stochern?“, fuhr Jonas ihn an und Lucas schwieg. 

„Nun sei nicht direkt so sauer! Du hast mir gesagt ich soll es dir sagen wenn du es wieder wirst damit du nicht mit Flaschen nach Leuten wirfst!“

„Ja, stimmt. Ich bin ja schon ganz ruhig. Und jetzt können wir nur hoffen dass Gerrit auch ruhig bleibt. Immerhin hat er mit Dämonen ausschließlich schlechte Erfahrungen gemacht. Zuerst die Henker, dann Stefan und jetzt tauche ich hier auf....“, antwortete Jonas und öffnete die Wagentür. „Ich glaube wir gehen mal rein!“

Lucas und Jonas betraten den Hausflur des Gasthauses und der Jüngere betrat die Gaststube. Diese war bis auf Frau Huber und Gerrit fast leer, lediglich ein älteres Paar saß einem Tisch in einer Ecke und genehmigte sich eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen.

„Ach, sie sind da! Schön, ich habe vorhin noch aus dem Fenster geschaut und gewartet,“ sagte Frau Huber an Gerrit gewandt und umarmte Lucas herzlich ehe sie sich an Jonas wandte der im Flur stehen geblieben war. 

„Was ist denn mit ihm los? Ich beiße doch nicht!“, sagte die Wirtin und verließ kopfschüttelnd die Gaststube um den anderen Gast zu begrüßen.

Unterdessen umarmte Lucas Gerrit kurz und stellte zufrieden fest dass dieser besser aussah als bei seinem letzten Besuch. Das kränkliche Aussehen und die blasse Gesichtsfarbe waren verschwunden und hatten einer leichten Bräune Platz gemacht.

„Was ist denn mit Jonas los?“, erkundigte sich Gerrit und sah in Richtung Tür. Doch dann zuckte er zusammen und Lucas sagte leise: „Genau das was du da siehst ist mit ihm los. Ich weiß ja nicht was genau du erkennst. Aber das erkläre ich dir am besten in Ruhe. Nur so viel, du brauchst dich ganz bestimmt nicht vor Jonas zu fürchten. Er ist nicht so wie dieser Kotzbrocken Stefan. Der ist übrigens nicht ganz unschuldig an dieser Veränderung!“

„Nicht vor ihm zu fürchten? Was sagst du da? Das ist nicht mehr wirklich Jonas...“, stammelte Gerrit beunruhigt und wich einen Schritt zurück als Frau Huber Jonas in die Gaststube zog.

Gerrit drängte sich an der Wirtin vorbei und verließ den Raum während Jonas ihm traurig hinterher sah. 

„Ich hatte es befürchtet. Genau so habe ich es mir vorgestellt. Hoffentlich beschränkt er sich darauf sich in seinem Zimmer zu verkriechen und entschließt sich nicht abzuhauen!“

„Das würde Gerrit nicht machen, allein schon wegen seiner Lisa nicht,“ wehrte Frau Huber ab. „Auch wenn die im Moment auf Klassenfahrt ist und erst in ein paar Tagen zurück kommt. Aber jetzt will ich erst mal wissen womit du den armen Jungen so erschreckt hast, Jonas!“

„Er sieht bei mir so etwas wie bei Stefan. Aber ich glaube das erzähle ich besser von Anfang an,“ antwortete Jonas. 

Frau Huber war einer der wenigen Menschen die er, allein schon wegen Gerrit, ins Vertrauen ziehen wollte und schließlich saßen sie an einem der Tische und die Frau wurde blass als Jonas geendet hatte.

„Oh mein Gott! Du kannst dein Schwert nicht mehr benutzen? Das mit dem du den Franzl besiegt hast? Das ist doch schlimm. Und dieser Polizist hat einfach so auf dich geschossen? Das darf ich dem Juppi gar nicht erst erzählen. Der ist der Dorfpolizist und regt sich immer so auf wenn er so was über Kollegen hört. Aber Juppi sollte ich sowieso besser gar nichts erzählen....“

Dämonische StatuenLies diese Geschichte KOSTENLOS!