Kapitel 141

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In der Nacht hatte Jonas einen merkwürdigen Traum. Er hatte mit einem Dämon gekämpft und hob sein Schwert um diesen zu enthaupten. 

In diesem Augenblick hatte der Traum eingesetzt und er ließ sein Schwert gerade auf den Nacken des Dämons niedersausen als es mit einem Mal auseinander brach und nur noch Metallsplitter auf dem Boden lagen. 

Auch der Schwertgriff brach der Länge nach auseinander während der Dämon sich erhob und ihm einen Schlag versetzte. Jonas wartete darauf dass der Dämon, es handelte sich um eine Art Teufel mit Flügeln, ähnlich dem den er auf dem Friedhof in München gekämpft hatte, auf ihn stürzen würde. 

Doch nichts dergleichen geschah. Statt dessen sah ihn das dämonische Wesen spöttisch an, machte aber keinerlei Anstalten ihn anzugreifen.

Der Dämon begann zu sprechen und seine Worte ließen Jonas zusammen zucken.

„Denkst du jemand wie du darf noch eine solche Waffe benutzen? Eine Waffe die die Engel selbst geschmiedet haben? Wofür hältst du dich eigentlich? Du gehörst jetzt zu uns und bist uns viel näher als all den armen Seelen denen du geholfen hast....“

Jonas erwachte und stellte fest dass er schweißgebadet war. Er stand auf, ging ins Bad und wusch sich sein Gesicht. 

„Dieser Traum war wirklich merkwürdig. Merkwürdig und beängstigend. So ist es doch nicht wirklich. Ich gehöre nicht zu diesen Dämonen!“, dachte er und ging zu seinem Schrank. 

Er holte sein Schwert heraus und strich sanft über die Klinge.

Doch in diesem Augenblick schien sein Alptraum Wahrheit zu werden. Die Klinge zerbrach in mehrere Teile und wie im Traum zerbrach auch der Schwertgriff. 

Erschrocken starrte Jonas auf die Scherben. Anstatt so wie früher silbern zu glänzen waren sie nun grau und matt. Mit einem Mal sah man dem Schwert sein Alter an und er wusste dass es für ihn für immer unbenutzbar geworden war.

„Es steht mir nicht mehr zu,“ dachte Jonas voller Trauer und wickelte die Scherben sorgsam in ein Betttuch eher er sie im Schrank verstaute.

„Es ist für mich und jeden anderen unbrauchbar geworden. Aber was ist mit meinem Dolch?“

Jonas holte seinen Dolch, den er immer zusammen mit seinem Schwert im Schrank aufbewahrt hatte heraus und hielt ihn eine Weile in der Hand ehe er auch dort die Klinge berührte. Doch nichts geschah. Zumindestens diese Waffe konnte er weiterhin nutzen.

„Das stammt ja auch nicht von einem Engel sondern von einem keltischen Zauberer namens Merlinus,“ dachte Jonas bitter. 

„Und auch Stefan hatte ein Schwert mit dem man Dämonen besiegen konnte. Aber meins habe ich verloren. Noch eine Veränderung.....“

Jonas kam der Gedanke dass diese Veränderung die schlimmste von allen sein konnte.

Dämonische StatuenLies diese Geschichte KOSTENLOS!