Kapitel 37

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„Willst du wirklich nicht mal probieren?",fragte mich Mario. Ich hatte gerade den Rest meines Salates in den Mund gesteckt und schüttelte deshalb nur den Kopf. „Okay...dann verpasst du halt den wahnsinns Geschmack dieser Pizza.",sagte er und bis in das letzte Stück seiner Pizza. Ich stand auf, da ich zur Toilette musste, sagte den Bescheid und folgte der Ausschilderung. Ich ging rein und war allein. Ich stellte mich vor den Spiegel und guckte ob ich noch mal nachschminken musste. Na klar war das der Fall und ich krammte aus meiner Handtasche mein kleines Kulturtäschechen raus. Ich zog schnell die Linien mit dem Kayal nach und machte nochmal etwas Mascara drauf. Ich war fertig und ging wieder raus, als plötzlich vor mir ein schwarzer Schatten auftauchte. Ich erschrak zu Tode und zuckte zusammen. Ich schaute der Person, die den Schatten warf, ins Gesicht und erkannte, dass Bryan vor mir stand. „Hast du mich erschrocken!",sagte ich leicht mit verschreckter Stimme. Er lachte kurz und legte dann einen Arm um mich. „Kann ich den von der schreckhaften Person auch mal den Namen erfahren?",fragte er. Ich war verwirrt, was geht ihm bitteschön mein Name an, aber da ich nicht unhöflich sein wollte, sagte ich ihm meinen Namen. „Sharon",sagte ich stumpf zu ihm. Als er den Namen hörte, weiteten sich seine Augen. „Bist du nicht die, die Mario im Stadion gegen Gladbach in den Armen lag und die, die von ihrem Dad zusammengeschlagen worden ist?",fragte er vorsichtig. Ich war geschockt. „Hört das den nie auf. Jetzt weiß selbst er von meinem Schlägerdad.",dachte ich. „Woher weißt du das alles?",fragte ich verwirrt. „Das mit dem Stadion stand in der Zeitung und genau wie dieser familiäre Vorfall",sagte er. Mir stockte der Atem und mein Herz blieb stehen. Mein Körper fing an zu zittern und meine Beine fühlten sich an wie Wackelpudding. „Ist alles okay bei dir. Du bist total blass",sagte Bryan. „Nein....bring oder hol Mario bitte",flehte ich ihn schon fast an. Er legte jetzt auch den anderen Arm unter meine Kniekehlen und hob mich hoch. Er lief mit mir auf dem Arm so schnell er konnte zu Mario. Als wir im Restaurant ankamen, sprang Mario geschockt auf und rannte zu uns. „Was ist passiert?",fragte er besorgt. Ich wollte gerade etwas sagen, als Bryan mir die Luft zum Atmen nahm. „Es ist meine Schuld. Ich hab sie gefragt wie sie heißt und dann auf die Zeitungsartikle angesprochen. Sie ist plötzlich blass geworden und fing an zu zittern“,sagte er. Mein Pulsschlag war langsam und die eingeatmete Luft gefriete immer mal wieder in meiner Lunge. Ich nuschelte an Bryans Hals: „Bring mich nachhause Mario.“ Ich schaute zu ihm und sein Blick wurde immer besorgter. Hinter ihm standen Marco, Ilkay und Nick. Sie hatten auch einen besorgten Blick in den augen und die anderen Gäste guckten auch schon zu uns. „Hier gibt es gar nichts zu sehen. Sie können beruhigt weiteressen“,sagte eine kräftige Männerstimme am anderen Ende des Saals. „Bryan, kannst du mir erklären was hier los ist?“,fragte die Person Bryan. In den Augen war ein leichter Blick von Wut zu sehen. „Dad, sie ist fast zusammengebrochen. Ich hab sie auf ihren Wunsch zu Mario gebracht. Jetzt werde ich sie zu seinem Auto bringen und werde dann weiterarbeiten. Also cool down“,sagte er. Mario ging voraus und bryan lief hinter ihm her. Marco hielt die Aus- und Eingangstür auf und Bryan brachte mich raus. Mario hatte inzwischen seinen Wagen direkt vor die Eingangstür gefahren und die Beifahrertür geöffnet. Bryan setzte mich rein und wünschte mir Gute Besserung. Mario holte aus meiner Handtasche den Autoschlüssel meines Autos und drückte ihn Illy in die Hand. „Marco, du bringst Nick nachhause und du Illy bringst den Wagen von Sharon zu unserer WG. Ich komm dann mit Sharon nach“,sagte er und schloss leise die Beifahrertür.

Zwischen Familie und der großen Liebe (Mario Götze)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!