Kapitel 33

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„Ach..die hat es jetzt soweit geschafft, die wird es jetzt nicht noch mal versuchen“,sagte Mario und versuchte mich aufzuheitern. „Ach..mehr fällt dir dazu jetzt auch nicht ein.Ich hätte noch schlimmer verletzt werden können, wenn Nick nicht dagewesen wär.Die Frau ist zu allem fähig.Wenn sie morgen nicht sogar vor der Haustür steht, wenn ihr alle nicht da seit.Dann bin ich geliefert!“,sagte ich sauer zu Mario. Er wollte mich gerade an sich drücken, als ich sauer los schrie: „Das fällt dir jetzt aber sehr spät ein!Lasst mich einfach jetzt in Ruhe hier sitzen und meine Sachen auspacken.Ich komm später noch mal runter um was zu essen und dann geh ich pennen!“ Die Jungs standen auf und Mario war der erste, der das Zimmer verlies. Marco wollte gerade die Tür schließen, damit ich wirklich meine Ruhe hatte, als ich leise zu ihm „Marco warte“ sagte. Er blieb stehen und guckte mich an. Ich klopfte leicht mit der Hand auf den Teppichboden und wollte damit sagen, er soll sich zu mir setzten. Er drehte um und schloss die Tür von innen. Er schlurfte zu mir und setzte sich dann vor mich. „Was hab ich gerade schon wieder angestellt?!“,sagte ich traurig in Richtung Boden. „Du hast gar nichts angestellt, du hast ihm nur das gesagt, was Illy und ich ihm schon die ganze Zeit sagen. Wir wussten schon immer das sie so hinterlistig ist und zu allem fähig ist. Er glaubte uns nie und jetzt will er es immer noch nicht glauben.Irgendwann wird er auch hinter ihr dunkles Geheimnis kommen und dich verstehen“,sagte er und streckte mir seine Arme entgegen. Ich legte mich in seine offenden Arme und meinen Kopf auf seine Schulter. Seine Hände fuhren über meinen Rücken und sein Parfum schlich sich wieder in meine Nase. Mir flossen noch ein paar Tränen das Gesicht runter und ein kleines schluchzen konnte ich mir dann auch nicht verkneifen. „Gehts jetzt wieder?“,fragte Marco und brach das Schweigen. Ich löste mich aus der Umarmung und guckte in die grün-braunen Augen von Marco. „Es geht wieder.Ich werd dann mal die Sachen einräumen,sonst bin ich morgen noch nicht fertig.“,sagte ich und stand auf. „Dann werd ich dich jetzt mal in Ruhe ausräumen lassen.Wo willst du den dann überhaupt pennen?“,sagte er und stand ebenfalls auf. „Hmm..ich denk mal hier auf der Couch und im Wohnzimmer“,sagte ich und machte die erste Kiste mit Klamotten auf. „Du kannst auch bei mir im bett penne und ich penn dann auf der Couch“,sagte Marco. „Ne..lass mal dann hast du morgen rückenschmerzen und kannst nicht trainieren und wer ist dann daran Schuld ICH!“,sagte ich. Er wollte gerade das Zimmer verlassen als mir die beste Idee aller Zeiten kam. „Marco..wir können auch zusammen in deinem Bett pennen, mir macht das nichts aus und Mario muss davon ja nichts wissen“,sagte ich und zwinkerte ihm zu. Er nickte und ging dann. Ich packte meine Kisten aus und hängte oder legte meine Klamotten in den Schrank. Meine restlichen Kisten mit Bilder oder irgendwelchen Gegenständen aus meinem zimmer in München lies ich noch in den Kisten, außer ein Bild. Auf dem Bild waren Nick, Jyle, meine Mum und ich zu sehen. Ich setzte mich auf die Couch und guckte mir stundenlang das Bild an. Ich war einfach nur enttäuscht von meinem Dad, mir dass zu nehmen, was mir am wichtigsten war. Mein Bruder und meine Mum. Natürlich war mir Jyle genauso wichtig, nur ich hätte ja München nicht verlassen müssen. Im Haus war es Still, man konnte fast jeden Atemzug hören, man hörte nur manchmal kleine Aufschreie, da die Jungs unten wohl FIFA zockten. Unerwartet fing mein Magen an zu knurren und ich legte das Bild zur Seite. Ich lief runter in die Küche und öffnete den Kühlschrank, als ich hinter mir eine Stimme ertönen hörte. „Na..hat das Prinzesschen hunger bekommen?“ Es war Mario, der hinter der offenden Kühlschranktür stand. Unerhofft knurrte mein Magen wieder und Mario musste grinsen. Ich holte einen der großen Joghurts raus und schloss die Tür wieder. Ich war einfach nicht in der Stimmung mit Mario zu reden und holte mir einen Löffel aus der Besteckschublade und lief, ohne ein einziges Wort mit ihm zu tauschen, wieder in mein Zimmer. Es wurde immer später und man hörte wie sich die Jungs fertig machten. Ich hörte wie sich die Zimmertür gegenüber von mir schloss und neben mir. Die Türklinge meiner Zimmertür ging runter und Marco guckte hinein. „Willst du nicht rüberkommen und auch langsam mal schlafen gehen.Das war doch heute ein anstrengender Tag für dich.Ein bisschen schlaf täte dir gut.“,sagte er und kam zu mir. Ich nickte, holte mir eine Top und die Boxershorts meines Bruders aus dem Schrank und lief ins Bad. Schnell umgezogen und Zähne geputzt, schlich ich mich leis in Marcos Zimmer. Er lag noch wach da und ich legte mich auf die andere Seit des Bettes. Zwischen uns war fiel Platz. Ich drehte mich auf die Seite und lag mit dem Gesicht in Richtung Fenster. Ich schloss meine Augen und hörte dem rascheln der Blätter zu. Das Rascheln lies mich dann auch irgendwann einschlafen. Ich schlief sehr unruhig und wurde manchmal durch Schritte im Flur geweckt. Ich lag mit dem Geischt zur Decke und drehte dann meinen Kopf in die Richtung zu Marco. „Na kann da wer auch nicht schlafen?“,sagte aufeinmal jemand zu mir. Es war Marco, der wohl auch wach lag. „Es geht...ich hab halt Angst das ich meine Bruder vielleicht nie wieder sehen werde und ich Mario eventuell an...“ Mehr konnte ich nicht sagen den Marco legte seinen Zeigefinger auf meine Lippen. Er zog mich an sich heran und legte meine Kopf an seine Brust. „Du wirst Mario nicht verlieren und deinen Bruder, den wirst du schon wiedersehen, vertrau mir!“,flüsterte er mir ins Ohr. Dann spührte ich seine Lippen auf meiner Wange. „Jetzt versuch weider zu schlafen.Morgen zeigen mario und ich dir erst mal Dortmund und das Trainingsgelände wenn du willst“,sagte er und strich mir durchs Haar. Ich nickte und schloss meine Augen wieder. Der Herzschlag und die ruhige Auf- und Abhebung seines Brustkorbes lies mich dann auch wieder ein schlafen.

Zwischen Familie und der großen Liebe (Mario Götze)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!