Kapitel 138

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Als Jonas erwachte wusste er zunächst nicht wirklich wo er sich befand doch dann fiel ihm alles wieder ein und er setzte sich im Bett auf. Eine Krankenschwester, eine andere als die der vergangenen Nacht, eilte an seine Seite.

„Herr Schneider, Sie sollten noch liegen bleiben. Haben Sie schlecht geträumt? Das ist nichts ungewöhnliches nach all dem was sie erlebt haben. Ich bin übrigens Schwester Tanja!“

Diese Schwester Tanja war vielleicht drei oder vier Jahre älter als er und irgendwie kam es ihm seltsam vor sie zu sietzen. Sie lächelte ihn kurz an und nickte dem Arzt zu der das Zimmer betrat.

Dieser wandte sich an Jonas. „Herr Schneider, wie ich sehe geht es Ihnen so weit den Umständen entsprechend gut. Wir haben auch die neuesten Ergebnisse Ihrer Blutuntersuchung vorliegen. Dort sind alle Werte normal. Sogar ausgezeichnet wenn ich das einmal sagen darf. Normalerweise hat jeder, selbst junge Leute in ihrem Alter, den einen oder anderen Wert leicht erhöht oder zu niedrig. Sei es der Zuckerhaushalt oder irgend ein Hormon. Aber bei Ihnen ist alles optimal. Haben Sie irgendwo Schmerzen?“

Jonas schüttelte den Kopf. „Nein, habe ich nicht. Kann ich nach Hause gehen?“

Der Arzt schmunzelte und sah ihn ungläubig an. „Herr Schneider, vor nicht einmal vierundzwanzig Stunden ist auf Sie geschossen worden und wir mussten Sie anschließend operieren! Das Sie momentan keine Schmerzen haben kann auch an den Schmerzmitteln  liegen die Sie bekommen. Natürlich können Sie noch nicht nach Hause gehen aber wir werden Sie auf ein normales Zimmer verlegen und Ihren Gesundheitszustand weiterhin beobachten. Sie sollten heute überhaupt noch nicht aufstehen!“

Jonas gefiel diese Auskunft ganz und gar nicht. Am liebsten wäre er aufgestanden und nach Hause gegangen jedoch ihm war es trotz allem klar dass sein Körper, Dämonenenergie hin oder her, dies noch nicht mitgemacht hätte. Er brauchte tatsächlich noch ein wenig Ruhe.

So kam es dass man Jonas am späten Vormittag auf ein Dreibettzimmer in dem aber nur ein weiteres belegt war verlegte.

Ein junger Mann, um dessen Kopf ein Verband gewickelt worden war, lag dort und schlief. Auf dessen Nachttisch lag ein Prospekt über Motorräder.

„Das ist Herr Breuer. Da habe Sie ein wenig Gesellschaft. Er hatte einen Unfall mit seinem Motorrad!“, sagte die Krankenschwester ehe sie das Zimmer wieder verließ.

Jonas lehnte sich zurück und schloss die Augen. Es war ihm ganz recht dass der andere Patient schlief und er seinen eigenen Gedanken nachhängen konnte. Er versuchte sich zu konzentrieren und fragte sich welche Veränderungen an seinem Körper eingetreten waren.

„Also Verletzungen verheilen schon einmal schneller. Und Stefan ist mittlerweile ein sehr guter, starker Schwertkämpfer. Viel besser als ich. Werde ich nun auch stärker? Und was für Veränderungen gibt es noch? Immerhin habe ich noch nicht das Bedürfnis künftig eine Dämonenjägerfirma zu gründen und eine Preisliste für Dämonenarten zu erstellen. Wenigstens etwas. Aber ich will trotzdem endlich wissen was jetzt mit mir Sache ist. Stefan hätte wenigstens bleiben und mir einiges erklären können. Aber ob ich klar komme ist ihm wahrscheinlich so gleichgültig wie alles andere. Warum hat er mir eigentlich überhaupt geholfen? Bestimmt nicht weil er jetzt mein Freund sein will....“

Die Tür zu Jonas Zimmer öffnete sich und er blinzelte. Doch dann riss er seine Augen weit auf und setze sich auf als er den Besucher erkannte.

„Ingo? Was hast du hier zu suchen? Willst du mir Arbeit mitbringen? Soll ich vielleicht hier im Krankenhaus Kopien machen? Hau bloß ab sonst kannst du dich auf was gefasst machen!“, fuhr Jonas seinen Kollegen grob an. 

Dieser zuckte zusammen. „Ich bin hier weil.....“

„Das ist mir egal. Verschwinde bloß,“ brüllte Jonas mit einem Mal und griff nach einer Flasche Mineralwasser die neben seinem Bett auf seinem Nachtisch stand. Diese warf er zornig nach Ingo doch zu dessen Glück verfehlte sie ihn knapp und zerschellte mit einem lauten Klirren an der Wand. 

Dämonische StatuenLies diese Geschichte KOSTENLOS!