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Kapitel 134

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So leise wie möglich betraten Jonas und Stefan das Kunstmuseum. 

„Die Bilder sind im ersten Stock, wir müssen die Treppe hoch gehen. Schau mal, hier unten hat Bitterfeld seine anderen Gemälde hingestellt,“ sagte Stefan an Jonas gewandt. 

Dieser nickte. „Gut, dann machen wir die wenigstens nicht kaputt. Aber wie genau sollen wir die Bilder-Dämonen eigentlich zerstören? Wie alle anderen? Wenn sie lebendig werden den Kopf abschlagen?“

„Ganz genau. Anders kann man die wohl gar nicht töten!“, stellte Stefan fest und Jonas sah ihn zweifelnd an. „Trifft das eigentlich auch auf dich zu?“

„Nein, trifft es nicht. Ich kann es dir ruhig sagen denn du wirst niemals so nahe an mich herankommen dass du mich töten kannst. Ich bin ein Mensch, verflucht noch mal. Zumindestens zum überwiegenden Teil. Zwar heilen Verletzungen bei mir schneller aber wenn du mir eine Kugel in den Kopf schießt oder so dann ist es mit mir genau so vorbei wie mit jedem anderen auch!“

„Gut zu wissen,“ sagte Jonas mit einem gehässigen Unterton in der Stimme. Zwar hatte Stefan recht, er war im Grunde genommen ein Mensch und Jonas würde ihn allein darum schon nicht versuchen zu töten. 

Aber zumindestens ein wenig gemein durfte er doch auch einmal sein, oder?

Doch dann wandte er sich wieder dem eigentlich Grund ihres Kommens zu denn sie erreichten den ersten Stock des Museums. 

Glücklicherweise waren die Ausstellungsräume auch bei Nacht durch schwaches Licht beleuchtet so dass sie auf Taschenlampen hatten verzichten können. Statt dessen hielten sie ihre Schwerter in der Hand.

„Hoffentlich geht das mal gut,“ dachte Jonas mit einem plötzlichen Anfall von Unbehagen. 

Der Frühling ging bald zu Ende und war da nicht diese Ahnung, zeitweise sogar dieses Wissen gewesen dass er noch vor dem Sommer sterben würde? War es heute Nacht so weit? Für einen Augenblick bekam er es wirklich mit der Angst zu tun und blieb stehen.

Stefan sah ihn belustigt an. „Du traust dich wohl nicht, was? Aber da drüben hängen sie ja schon!“

Jonas sah auf und erblickte an der gegenüberliegenden Wand  in Zweierreihen übereinander hängend jeweils fünf Bilder.

Auf den ersten Blick stellten sie vollkommen gewöhnliche Menschen dar. Es handelte sich um acht Männer und zwei Frauen. Sie trugen Frisuren wie sie in den 50er oder 60er Jahren einmal modern gewesen sein mochten.

„Dann gehen wir denen doch mal einen schönen Abend wünschen,“ schlug Stefan vor und noch ehe Jonas, der anders vorgegangen wäre, etwas darauf antworten konnte stürmte Stefan auch schon vor und blieb, sein Schwert lässig in der Hand haltend, vor den Dämonenbildern stehen.

„Hallo, ihr wartet doch schon auf mich, oder? Da bin ich. Ich habe übrigens noch jemanden mitgebracht!“

Jonas stöhnte. SO wäre er wirklich nicht vorgegangen....

Doch es blieb keine Zeit sich über Stefan zu ärgern denn mit einem Mal begannen die Augen der auf den Bildern abgebildeten Menschen rot zu leuchten und dann geschah etwas das selbst Stefan einen leisen Schauer über den Rücken zu jagen schien.

Die Bilder wuchsen und innerhalb weniger Augenblicke standen zehn vollkommen schwarze, menschengroße Gestalten mit rot leuchtenden Augen vor ihnen.

„Ihr werdet sterben!“, ertönte eine dumpfe Stimme die Jonas eine Gänsehaut verursachte während Stefan tatsächlich lachte. Einmal mehr zweifelte Jonas am Verstand des anderen.„Das sagen alle! Aber ich zeige euch jetzt mal wer hier stirbt!“

Dämonische StatuenLies diese Geschichte KOSTENLOS!