Kapitel 133

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Jonas wusste nicht wirklich was er von Stefans Geschichte halten sollte. Entsprach sein Bericht tatsächlich der Wahrheit? Oder wollte der andere Dämonenjäger ihn auf irgend eine Weise herein legen?

„Ruf halt irgend einen deiner kleinen Freunde an und bitte sie draußen vor dem Museum auf dich zu warten. Dann ist jemand bei dir der dich beschützen kann wenn der böse Stefan dich in eine Falle lockt,“ sagte Stefan grinsend und Jonas nickte. 

„Keine schlechte Idee. Eigentlich ziehe ich andere nicht so gerne in so was hinein. Aber so lange sie weit weg warten....“

Jonas griff zögernd zum Telefonhörer. Diese Sache im Museum konnte sehr gefährlich werden.

Doch auch um des lieben Familienfriedens hatte er schließlich versprochen nicht mehr allein auf Dämonenjagd zu gehen. Also rief er nach einigem Zögern bei Lucas an. Doch weder er noch sein Vater gingen ans Telefon und Jonas erinnerte sich daran dass er am frühen Nachmittag von der Arbeit aus mit seinem Vater telefoniert hatte. Nahm Georg an diesem Abend nicht gemeinsam mit Lucas an einem Grillfest in der Schule teil?

„Da erreiche ich sie ganz bestimmt nicht. Und die beiden sollen auch mal ein wenig Spaß haben. Außerdem hat Lucas weder Auto noch Führerschein und müsste erst umständlich mit dem Zug nach hier kommen.....aber was ist mit jemand anderem, mit Julia zum Beispiel? Sie hat mir bei unserem Berlin-Ausflug doch Hilfe angeboten sollte ich noch einmal Ärger mit Dämonen haben. Und sie verliert nicht so leicht die Nerven, wenn man von der Sache mit den drei Henkern mal absieht. Aber da wäre wohl jeder durchgedreht....“, dachte Jonas.

Jonas ging mit seinem Telefon ins Schlafzimmer, unter Stefans grinsendem Blick wollte er keine Telefonate führen. Glücklicherweise war Julia zu Hause.

„Du willst ins Museum? Zu dieser Bitterfeld-Ausstellung? Meine Kollegin Frau Hellenberg sagte dass sie sich die am Sonntag zusammen mit ihrem Mann ansehen will, daher weiß ich auch davon. Aber dass da in einigen Bildern Dämonen leben sollen ist ja....scheußlich. Hoffentlich holen die sich nicht die Seele von Frau Hellenberg!“, sagte Julia am anderen Ende der Leitung nachdem Jonas ihr von seinem Vorhaben berichtet hatte.

„Und dieser Stefan hat sich schon wieder von seiner Beinverletzung erholt? Das sah doch richtig schlimm aus! Wenn ich da an Sebastian denke, der Arme humpelt immer noch ein wenig und bei ihm haben sich Ärzte darum gekümmert!“, stellte sie verwundert fest nachdem Jonas ihr erzählt hatte von wem er die Information über die Bilderdämonen erhalten hatte.

„Er hat halt gutes Heilfleisch,“ antwortete Jonas knapp. 

Er wollte Julia nicht über Stefans dämonische Besonderheiten aufklären wenn dieser sich im Zimmer nebenan befand. Hatte er nicht etwas von einem guten Gehör erwähnt?

„Wir treffen uns dann vor dem Museum,“ schlug Julia vor und Jonas stimmte dem zu nachdem er sie darauf hingewiesen hatte dass sie im Auto warten und auf keinen Fall mit ins Museum kommen sollte.

„Na, hast du deinen Babysitter erreicht? Beschützt dich die süße Julia? Was ist sie eigentlich von dir? Deine Freundin?“, lästerte Stefan als Jonas ins Wohnzimmer zurück kehrte.

„Nein, ich bin nicht mit ihr zusammen, falls es das ist was du unter Freundin verstehst,“ antwortete Jonas und diese Nachricht zauberte Stefan ein anzügliches Lächeln auf die Lippen.

„Gut, dann wildere ich also nicht in fremden Revier wenn ich demnächst vielleicht mal eine Nacht mit ihr verbringe?“

„Lass sie bloß in Ruhe! Julia ist nicht so jemand.....“, fuhr Jonas den anderen wütend an. 

„Ach, du bist wohl eifersüchtig, was? Wie niedlich. Aber eine feste Freundin solltest du dir wirklich nicht zulegen. So was bringt nur Ärger. Entweder sie glauben nicht an Dämonen und halten dich für verrückt. Oder, schlimmer noch, sie glauben es doch und wollen immer mitkommen und die ganze Zeit dein Händchen halten! Ich habe schon lange keine Freundin mehr gehabt. Das heißt, von Zeit zu Zeit doch. So von Sonnenunter- bis Sonnenaufgang.“

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