For every story tagged #WattPride this month, Wattpad will donate $1 to the ILGA
Pen Your Pride

Kapitel 131

72 6 0

Ohne auf eine Einladung zu warten drängte sich Stefan an Jonas vorbei in dessen Wohnung.

„Mach auf der Stelle dass du von hier verschwindest,“ fuhr dieser den ungebetenen Gast an aber Stefan nahm ungerührt auf Jonas Sofa Platz.

„Kann ich was zu trinken haben? Es ist heute so heiß,“ bat Stefan in einem ruhigen Tonfall der Jonas mehr verunsicherte als wenn der andere seine Wohnung kurz und klein geschlagen hätte.

Doch als Jonas keine Anstalten machte Stefan ein Glas Wasser oder dergleichen zu reichen griff dieser sich eine auf dem Tisch stehende Flasche mit Mineralwasser und nahm einen tiefen Schluck.

Jonas riss ihm die Flasche aus der Hand. „Wenn man aus der Hölle kommt ist man durstig, was?“, fragte er spöttisch während Stefan ihn seltsam ansah. „Wie genau meinst du das?“

„Das weißt du doch ganz genau. Übrigens, lass meine Freunde in Ruhe. Dazu gehört auch Gerrit!“, sagte Jonas unfreundlich.

Stefan nickte wissend. „Er hat es dir also erzählt. Ich dachte mir irgendwie schon dass du hinter der Sache mit dieser Statue in Raichelbach steckst! Schade, sicherlich hätte ich an der einiges verdienen können. Aber das ist jetzt egal. Ich bin nicht wegen dem vermasselten Geschäft oder deinem kleinen Freund Gerrit hier. Es geht um etwas anderes....aber vorher, was hat Gerrit dir genau über mich erzählt?“

„Das was ich bereits vermutet habe. Du bist stärker als andere Menschen, schneller und erledigst in kurzer Zeit drei Dämonen im Alleingang. Außerdem hast du einen irren Blick. Und ich finde dich zum Kotzen. Du musst ein Dämon sein!“, antwortete Jonas und behielt Stefan genau im Auge. 

Dieser zuckte kurz zusammen, verhielt sich aber weiterhin ruhig.

„Du kannst ja richtig gemein sein,“ stellte er statt dessen fest und fügte hinzu: „Aber ich muss dich enttäuschen. Ich bin nicht wirklich ein Dämon. Vielleicht zu zwanzig oder dreißig Prozent. Vielleicht ein wenig mehr, oder auch ein bisschen weniger. Aber was hätte ich denn damals machen sollen? Ich habe dir von diesem Dämon erzählt der das Dorf unterdrückt hat? Da wo die Leute hinterher so undankbar waren?“

„Ja, hast du. Und was soll das heißen was hättest du machen sollen? Was genau hast du denn getan?“, erkundigte sich Jonas mit einem Anflug von Neugierde. 

Auch wenn er Stefan am liebsten aus seiner Wohnung geworfen hätte und dies auch so bald wie möglich zu tun gedachte wollte er nun wissen was eigentlich mit dem anderen Dämonenjäger los war.

„Ich habe nur mein Leben gerettet und gleichzeitig das von mehreren anderen Leuten. Umsonst übrigens noch. Ich sagte dass dieser Dämon mich ziemlich übel zurichtete als ich das erste Mal gegen ihn kämpfte. Nur mit Mühe und Not gelang es mir die Grenzen des Dorfes zu erreichen. Da konnte er nicht hin. Im Nachbarort haben sie dann einen Krankenwagen gerufen und mich ins Krankenhaus geschafft. Der Bruch an meinem Arm war ziemlich kompliziert. Und meinem Bein ging es nicht viel besser. Die Ärzte meinten sogar der Arm würde wahrscheinlich steif bleiben und das Bein könnte ich verlieren. Weil ich damit noch herum gelaufen bin nachdem ich mich verletzt habe.Guter Witz, nicht wahr? Entweder dem Dämon entkommen oder das Bein verlieren.....“, antwortete Stefan.

„Tut mir leid für dich. Aber so weit ist es ja nicht gekommen, oder?“, fragte Jonas scheinbar ungerührt. 

Natürlich wünschte er niemandem solche Verletzungen. Aber das alles war doch keine Entschuldigung für Stefans Verhalten, oder?

„Nein, ist es nicht,“ gab Stefan zu. „Aber das lag nicht an der Kunst der Ärzte auch wenn ich sagen muss dass die wirklich getan haben was sie konnten. Vor allem dachten sie es täte mir gut wenn sie meine Frau Sandra anrufen. Die kam dann auch einen Tag später und warf mir ihren Ehering vor die Füße. Ich habe ein paar Geheimnisse zu viel vor ihr gehabt und sie vermutete dass ich fremd gehen würde. Und dabei kündigte sie mir noch an dass ich unsere Tochter, Alina war damals gerade ein halbes Jahr alt, auch nicht mehr zu Gesicht bekommen würde. Inzwischen ist sie neun und sagt zu einem anderen Kerl Papa!“

Dämonische StatuenLies diese Geschichte KOSTENLOS!