Kapitel 130

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Nur noch zwei Wochen trennten Jonas von seinem Sommerurlaub jedoch wie es aussah würden diese die Hölle auf Erden werden.

Ein Stapel unerledigter Schriftstücke lag auf seinem Schreibtisch, die Hälfte der Arbeit hätte eigentlich Ingo erledigen müssen aber dieser sah das in keinster Weise ein.

„Wer sich nachts herum treiben kann, der kann tagsüber auch ein wenig mehr arbeiten,“ hatte er durch eine Kollegin ausrichten lassen die Jonas mit einem schiefen, verlegenen Grinsen die Unterlagen auf den Tisch legte.

Am liebsten hätte Jonas, Verständnis für Ingo hin oder her, die Unterlagen und Akten genommen und diese dem Kollegen vor die Füße geworfen. Aber das hätte ihm doch lediglich weiteren Ärger eingebracht.

„Dann heißt es am Ende noch ich würde Ingo mobben. Er schafft es doch immer wieder am Ende besser dazustehen als ich. Und von so was habe ich wirklich genug....“, dachte er und machte sich an die Bearbeitung der Unterlagen.

„Durch seine ständigen Bemerkungen über meine nächtlichen Ausflüge denken die hier doch sowieso schon ich würde regelmäßig in Diskos versumpfen und dann zur Arbeit torkeln!“

Zumindestens hatte Kommissar Brandt es anscheinend aufgegeben sich an seine Fersen zu heften. War dieser mit dem Lösen anderer Fälle beschäftigt? Jonas hoffte darauf den ihm so unsympathischen Polizeibeamten endgültig los geworden zu sein.

Schritte näherten sich Jonas Schreibtisch und dann wurden mit einem Mal zwei Aktenordner auf seinen Tisch geworfen. 

Ingo stand vor ihm und sah ihn verächtlich an. „Denkst du wieder daran die Welt vor Dämonen zu retten? Mach lieber deine Arbeit. Die Ordner müssen kopiert werden und ich habe keine Zeit dazu!“

Wütend wollte Jonas etwas entgegnen aber Ingo hatte bereits auf dem Absatz kehrt gemacht und den Raum verlassen.

„Es reicht jetzt endgültig. Sollen sie doch hier ruhig alle glauben ich würde die ganze Nacht Party machen und meine Kollegen tyrannisieren. Aber so geht es nicht mehr weiter,“ dachte Jonas und packte sich die beiden Aktenordner.

Er verließ sein Büro und begab sich in den Raum den Ingo sich nun mit einem anderen Kollegen namens Harald teilte. 

Dieser nippte gerade an einer Tasse Kaffee als Jonas den Raum betrat und die Ordner unsanft vor Ingo auf den Tisch legte.

„Wenn du was zu sagen hast dann sag es. Dann gehen wir raus und klären das ganze endlich. Aber hör auf es hinten herum über die Arbeit zu machen. Mal abgesehen davon, was ist eigentlich dein Problem? Du wolltest unbedingt mit nach München. Du erinnerst dich? Ich habe dir gesagt du sollst hier bleiben. Und dann habe ich dir gesagt du sollst abhauen wenn Max und Moritz auf dich zu kommen. Und, hast du es gemacht? Gib mir nicht die Schuld daran dass etwas passiert ist. Du hättest ja hier bleiben können!“, fuhr Jonas den Kollegen an während Harald sich fast an seinem Kaffee verschluckte und Jonas verwundert ansah.

„Max und Moritz? Sind das nicht die beiden Jungs die die Hühner geklaut haben?“

Jonas verließ das Büro seines Kollegen und schloss die Tür unsanft hinter sich. „Von mir aus kann Harald mich jetzt für einen Spinner halten. Ist mir egal!“

Ingo verließ für den Rest des Tages sein Büro nicht mehr und Jonas machte pünktlich Feierabend. 

Es herrschte drückendes Wetter und er dachte daran dass in einigen Tagen der Sommer anfing.....

„Ich glaube nicht dass es noch vor dem Sommer mit mir zu Ende geht. Ich werde einfach in den nächsten Tagen nichts Gefährliches mehr machen! Natürlich kann man auch überfahren werden wenn man morgens zur Arbeit geht. Oder wenn man eine Mutter hat die einem Schlaftabletten in den Kaffee macht. Aber ich glaube nicht dass es so enden wird.....“

Jonas schloss kurz darauf die Tür zu seiner Wohnung auf und genoss eine kühle Dusche. 

Kurz wanderten seine Gedanken zu Jessica. Er dachte darüber nach wie es ihr wohl in München erging? Hatte sie nette Mitbewohnerinnen gefunden? War ihr neuer Chef nett?

„Ich muss aufhören mir darüber Gedanken zu machen! Natürlich will ich dass es ihr gut geht. Aber ich habe nichts mehr mit ihr zu tun. Damit muss ich mich leider abfinden. Ich hoffe sie wird den Dolch niemals brauchen!“, dachte Jonas als er die Dusche verließ und sich anzog. 

Kurz darauf klingelte es an der Tür und Jonas zuckte zusammen als er den Besucher erkannte.

„Stefan? Was hast du denn hier zu suchen?“, erkundigte er sich unfreundlich.

Dämonische StatuenLies diese Geschichte KOSTENLOS!