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Pen Your Pride

Kapitel 25

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Teil25

Marco's Sicht:

Ich verstand die Welt nicht mehr! Wie konnte ihr Bruder nur so sein und dann auch noch unser Glück wieder zerstören wollen. Ich saß vor Linas Zimmer und wartete auf das „okay“ der Ärzte, dass ich wieder rein durft. Ihr Kreislauf wurde wieder schwach, als ihr Bruder sie anschrie, aber ich merkte, es war mehr in ihr passiert. David stand vor mir und guckte besorgt, aber ich wollte es ihm einfach nicht abkaufen, dass er besorgt um seine Schwester war. „Was machst du hier eigentlich noch?!“,schnauzte ich ihn an. „Boar halt du deine fresse..du möchte gern Kicker und lass die Griffel von meiner Schwester“,maulte er mich an. „Möchte gern Kicker...hast du den Schuss nicht gehört...sie will nicht mit dir kommen....Sie ist glücklich und zwar mit MIR!!!!“,fuhr ich ihn an und stand auf. Ich stellte mich vor ihn und schaute auf den Winzling herab. Ich packte ihn am Kragen und drückte ihn gegen die Wand. „So jetzt hör mir mal genau zu...du verpisst dich jetzt wieder schön dahin wo du hergekommen bist und hilfst deinen Entzugspatzienten und lässt Lina in Ruhe. Ich schaff das schon alleine und viel besser als du. Mach einfach einen Abgang...du hast sie eh nur wieder geschwächt“,wies ich ihn zurück, lies ihn los und schubste ihn Richtung Ausgang. Er stapfte wütend ab und hinter mir öffnete sich die Tür. Die Ärzte kamen wieder raus. Sie guckte mich an und keiner sagte was. Ich dachte jetzt im ersten Moment an das schlimmste, aber ich fragte schüchtern: „Wie geht es ihr? Ist sie stabiel?“ der Chefarzt trat hervor und legte die Hand auf meine Schulter. Er ging mit mir ein stück weiter, zu einem kleinen Fenster. Durch das fenster konnte man in Linas Zimmer gucken. Sie lag geschwächt und friedlich schlafend auf dem Bett. Ich wiederholte meine Fragen und der Arzt guckte mich an. „Sie müssen jetzt sehr stark sein. Ihr Freundin ist nur bewusstlos geworden, aber ihr Herz und ihr Leber sind geschädigt. Sie kann damit normal weiter Leben, aber es ist jetzt total wichtig, das sie vom Alkohol und den Drogen abkommt, sonst rennt sie dem Tod in die offenden Arme“,sagte er langsam. Ich musste Schlucken und starrte zu Lina ins Zimmer. „Aber wenn sie das schafft, dann bessert sich doch wieder alles oder?“,fraget ich ganz vorsichtig ohne nur einen Augenblick Lina aus den Augen zulassen. „Es wird sich minimal verbessern, aber sie wird immer damit zu Leben haben“,sagte er und lies mich los. „Darf ich zu ihr“,fragte ich leise. „Natürlich“,sagte er und ging weg. Ich verharrte noch ein paar Minuten da und ging dann ganz leise zu Lina ins Zimmer. Sie bewegte langsam ihren Kopf zu mir. Ich schaute in ihr Gesicht mit der Atemmaske und ging langsam auf sie zu. Man konnte ihr ansehen, dass sie total schwach war. „Marco...“,sprach sie leise aus. „Psssscht...sag nichts...bitte ich bin da“,sagte ich beruhigend und nahm ihr Hand. Wie sie es konnte, zog sie mich dichter zum Bett und ich setzte mich neben sie. Meine Hand streichelte ihren Kopf und wir schwiegen uns nur noch an. Ich legte meine Hand um ihr Handgelenk und spürte ganz schwach ihren Puls. Die Wut fing sich wieder an zu stauen. „Marco...ich will nicht gehen“,sagte ihre geschwächte Stimme. „Du wirst auch nicht gehen...du bleibst schön bei mir“,sagte ich und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Mir blieb manchmal der Atem stehen, als sie anfing zu husten und kleine Atemaussetzer hatte. Solch eine Angst um jemanden hatte ich noch nie entwicklet und gehabt. Ich wollte sie nicht verlieren, nicht nachdem was ich ihr angetan hatte. Ich musste immer wieder in ihrer Nähe daran denken, das ich sie wieder zum Konsum von Drogen angestiftet hatte, aber ohne Vorwissen. Wegen meinem Fehlverhalten lag sie im Koma. Mir ging es einfach nicht aus dem Kopf und mir flossen ein paar Tränen das Gesicht runter. Sie platschen auf Linas Atemmaske und ich guckte herab. Sie guckte mich leicht besorgt an und ihre Hand wischte mir sanft die Tränen aus dem Gesicht. „Ich bin doch an allem Schuld“,murmelte ich vor mich hin. Lina hielt die Hand vor meinen Mund und ich schweig. „Du bist nicht schuld....du wusstest es ja nicht“,sagte sie leise, aber irgendwie auch mit starker Stimme. Ich setzte gespielt ein Lächeln auf, damit ich ihr nicht noch mehr Schade. Ihre Augenlider fielen immer wieder zu, aber sie kämpfte gegen sie an. Sie wollte nicht schlafen, ich merkte es, aber sie brauchte einfach Ruhe. Ich legte mich vorsichtig neben sie und legte ihren Kopf an meine Brust. Mein Herz schlug intensiv und ich summte leise vor mich hin. Ihr kopf wurde schwerer und sie atmete langsam, aber regelmäßig. Sie war eingeschlafen und ich streichelte ihr immer wieder über den Arm oder ihren Kopf.

Falling in Love with you (Marco Reus)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!