Der Jäger

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>>Steh auf<<, sagte Lawrence als er Lana die Decke weg zog. 

Sie öffnete die Augen, schloss sie jedoch wieder. Es war 6 Uhr in der Früh. 

>>Was willst du von mir?!<<, Lana zog sich die Decke über den Kopf und war bereit wieder einzuschlafen. 

Sie hatte die letzten Tage nicht richtig schlafen können, ständig plagten sie Albträume. Sie war weit weg von zu Hause und vermisste ihre Familie schmerzlich. 

>>Ständig beschwerst du dich, dass du mal wieder unter Menschen sein möchtest. Und dann möchte man dir etwas Gutes tun...<<,brummte Lawrence. 

Darauf hatte Lana die ganze Zeit über gewartet, doch irgendwas stimmte nicht. 

>>Und?<<, fragte Lana vorsichtig. 

>>Was meinst du?<<, entgegnete er ihr. Lana befand sich noch immer unter der Decke und langsam wurde die Luft knapp. Wenn Lana etwas verhindern wollte, dann war es das erneute sterben. Und Ersticken hielt sie für eine schreckliche Art zu sterben. An das wieder Auferstehen wollte sie erst gar nicht denken. 

Lana erinnerte sich wieder an Lawrences Frage und antwortete: '' Das Angebot hat irgendeinen Haken.'' 

>>Ist das eine Frage?<<, Lawrence zog ihr die Decke vom Kopf und sah sie an, >>Steh auf und mach dich fertig. Wir haben schon zu viel Zeit verschwendet.<< Ohne auf eine Antwort zu warten, verließ er den Raum. 

Lana lag da, stand aber auf und lief zum Badezimmer. Unter der Dusche schossen ihr viele Fragen durch den Kopf. 

Wie würde ihr Leben jetzt verlaufen? Ihre Verwandlung war schon einen Monat her und sie konnte es trotzdem nicht verstehen. Warum musste ausgerechnet ihr so etwas passieren? Musste sie sich jetzt für immer von Menschenblut ernähren? 

Lana entschied sich alles zu akzeptieren. Von nun an würde sie ein Vampir sein. 

Sie stieg aus der Dusche und zog sich an. Lawrence wartete schon ungeduldig vor der Tür, als Lana endlich heraus kam. 

>>Bist du bereit?<<, fragte er sie. Lana nickte und stieg ins Auto und sie fuhren los. 

Lana kannte sich hier nicht aus, also bemerkte sie es erst, als es zu spät war. Lawrence hielt an. 

>>Wo sind wir?<<, fragte Lana ihn. Ihr fiel auf, dass wann immer sie mit Lawrence zusammen war, sie die einzige war mit den vielen Fragen.  >>Ich hab dich etwas gefragt<<, langsam wurde Lana nervös. >> Es ist durchaus möglich, dass ich dir vorhin nicht ganz die Wahrheit gesagt habe.<< Lawrence stieg aus und Lana tat es ihm gleich. Sie sah sich um. Um sie herum ein dunkler Wald. Lawrence lief los, ohne auf Lana zu warten.

>>Was meinst du damit? Wohin gehst du?<<, Lanas Stimme wurde lauter. Sie war sichtlich genervt. 

Hilfslosigkeit und Unsicherheit gefielen ihr schon als Mensch nicht und jetzt als Vampir erst recht nicht. 

Lawrence lief weiter und führte sie schlussendlich tief in den Wald.  

>>Hier sind wir>>, sagte Lawrence zufrieden. Er schaute zur anderen Seite. Lana sah ihn an und folgte dann seinem Blick. 

Sie hielt es für einen schlechten Scherz. Statt den versprochenen Menschen, tummelten sich hier lauter Wildschweine. 

>>Lawrence?<<, fragte sie mit ruhiger Stimme. >>Ja, Lana?<<, antwortete er mit der selben ruhigen Stimme. Er schien tatsächlich ziemlich zufrieden zu sein. 

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