His voice is so beautiful

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Ich hasste mich dafür, dass ich so vergesslich war und nie lernte. Faul war ich auch noch und ich war dumm, was mir einleuchtete. Ich habe die halbe Lernstandserhebung von meiner Sitznachbarin abgeschrieben und fühlte mich total mies. Ein paar Aufgaben musste ich alleine lösen, da es sonst auffallen würde. Aber diese Aufgaben waren garantiert falsch und wenn ich sie so betrachtete total sinnlos. Wer verstand schon so einen Mist, ich brauchte ihn im späteren Leben eh nicht, oder?

Nach der Abgabe drehte ich mich zu Liam eine Bank hinter mir um und fragte ihn, wie es gelaufen ist. "Gut, ein paar Aufgaben waren zu schwer für meinen genialen Kopf, aber Niall hat mir dann geholfen." Ich sah zu Niall, der eine Aufgabe aufgeschrieben hatte und immer noch daran herumtüftelte. Wenn selbst Niall, das Genie der Klasse, diese Aufgabe nicht hinbekam, wie sollte ich die bitte schön lösen? "Was macht er da genau?", wollte ich wissen und kassierte einen Bösen Blick von Niall. "Mann, Louis! Du hast mich jetzt total durcheinander gebracht! Jetzt darf ich wieder von neu beginnen!", schimpfte er und warf sich über die, für jeden Menschen der kein Mathegenie war schwere Aufgabe. "Er rechnet die Aufgabe, die er wahrscheinlich falsch hat nochmal." Ich zwinkerte Liam zu und sah ein letztes Mal zu unserem kleinen Streber, dann rief Ms Mealor übertrieben laut durch das Klassnzimmer:"So! Die Zwölfer sind auf dem Weg hier her. Es werden zwei aus dem katholischen Religionsunterricht und zwei aus der praktischen Philosophie sein, die euch ein bisschen was über diese Fahrt erzählen. Danach entscheiden wir, ob wir zu dieser Fahrt antreten oder nicht!" Liam rieb sich die Ohren und auch Niall fluchte leise über ihre Lautstärke, die ihn wieder aus dem Konzept brachte. Liam und ich quatschten noch ein paar Minuten über die Fahrt und was uns dort vermutlich erwartete. Ich blieb fest bei der Meinung, dass wir dort in die Kirche gehen mussten, und über Gott und die Welt reden mussten, à la Bibel. Liam meinte aber das es eine Fahrt wäre bei dem man die Religionen kennenlernen würde, was wir aber schon tausendmal im Unterricht besprochen haben. Aber Liam von etwas zu überzeugen war eine Kunst für sich.

"Hallo, wir sind Taylor und Harry das sind Zayn und Perrie aus dem Philo-Kurs. Ja, wir sind hier, um euch ein bisschen über die Fahrt zu erzählen, die wir vor zwei Jahren gemacht haben", meinte das Mädchen und ich drehte in einem Affentempo rum, da ich Zayns Namen gehört hatte. Er stand dort mit einem Mädchen, was auch zu der zwölften Klasse gehören musste. Aber da stand auch mein Junge, bei dem mein Herz nicht mehr so wollte wie mein restlicher Körper. Sein Name war also Harry? Sofort drehte ich mich wieder zu Liam, der mit seinen Augenbrauen wackelte und einen Kussmund machte. Ich stöhnte leise auf und rutschte aufgeregt auf meinem Stuhl herum. Seine Augen waren Grün und wie sehr wollte ich, dass dieses Grün nur mich ansah. Es schweifte herum, blieb an jedem kleben, außer an mir. Ich war schon etwas traurig, aber warum würdigte er mich keines Blickes? War ich etwa so unauffällig? Ich räusperte mich, worauf die ganze Aufmerksamkeit auf mir lag. Ich lief sofort an und schaute auf den Tisch. Aber meine Augen fanden ihren weg in das Grün, was mich jetzt ansah. Auf seinen Rosa Lippen ein verschmitztes Lächeln, worauf ich nur noch mehr rot anlief und meinen Kopf wieder senkte. "Na ja, also das ist halt so eine Fahrt, da fahren um die 30 Leute hin. Man redet über verschiedene Dinge, die uns am meisten beschäftigen und etwas mit der Bibel zu tun haben. Aber das ist wer Nebensache. Es gibt ein großes Haus und viele Möglichkeiten Sport zu machen, zum Beispiel einen Klettergarten...", sagte das blonde Mädchen mit ihrer schönen Stimme und überließ Harry das Wort. Er strich selbstbewusst seine Locken zurück, bevor er anfing zu reden. "Die Fahrt geht drei Tage lang, in der Schulwoche, also eine gute Nachricht: Keine Schule von Dienstags bis Donnerstags. Habt ihr alle zugehört?!", fauchte er dahin und sah mir in die Augen. Ich fühlte mich angesprochen und nickte schnell. Harry zog die Augenbrauen hoch, aber nur kurz, dann redete er weiter. "Also für die, die Lust haben, die sollen da mitgehen, und die, die nicht wollen, oder nicht können, bleiben hier und nehmen entweder am Unterricht der elften oder an unserer Stufe teil. Bla bla."

Die vier blieben noch im Raum stehen und Ms Mealor bat um Handzeichen, wer an der Fahrt überhaupt teilnehmen würde. Ich meldete mich nicht, ich hatte ja die Chance, den Unterricht mit Harry zu verbringen. Aber auch sonst hielten sich die Handzeichen weitgehend zurück. Aufgerundet meldeten sich nur 10 Leute von 30 Stück. Ich kicherte etwas, fiel die Fahrt jetzt also ins Wasser? Stopp, das war doch nicht gut für mich, ich verpasste dann die Chance, mit Harry zusammen im Unterricht zu sitzen. "Also, da sich das so ergeben hat, wird die Fahrt nicht stattfinden. Dann geht ihr vier doch bitte zum Schulleiter und sagt ihm bitte, dass die Neuner daran interessiert wären. Die haben sich nämlich beschwert, dass sie nicht mitkönnen", zischte Ms Mealor und drei von Vieren nickten, Harry sah nur desinteressiert zu Boden. Wow, er sah so bezaubernd aus und seine Stimme war einfach engelsgleich. Was würde ich nicht alles für ihn tun, diese Stimme nochmal hören zu dürfen. "Gut, ihr könnt jetzt gehen!", meinte Ms Mealor zu ihnen und ich wollte einfach nur 'Nein!' schreien. Aber wozu sollte das gut sein? Ich machte mich nur noch mehr zum Affen, außerdem hätte ich mich das gar nicht getraut. "Tschüs!", meinte Taylor und lächelte lieb, die anderen waren anscheinend genervt. Auf Perries und Zayns Gesichtern war Ärger abzulesen, Ärger über ihre eigentlich unnötige Präsentation. Bei Harry konnte ich seine Stimmung nicht lesen, er war kein offenes Buch für mich aber ich für ihn. Ich drehte mich wieder zu Liam, um ihn anzusehen. "Er ist tatsächlich total heiß. Ihr wäret ein gutes Paar!", sagte er und nickte, als ob er eher zu sich selbst gesprochen hatte. Ich lächelte schief und wusste nicht, was ich antworten sollte. Ich wusste selber, dass Harry ein total heißer Typ war. Er hat mich sogar angesehen. Aber eher im amüsierten Weg, weil ich ja so komisch Husten musste. "Aber Lou. Ich glaube nicht, dass er auf jüngere steht."

Das erlösende Klingeln der Schulglocke erweckte mich aus einem Tagtraum, der daraus bestand, dass ich und Harry und küssten und kaum aufhören konnten und zu lösen. Er dominierte den Kuss, was ich zuließ, weil ich eher der Passive Partner war. Er durfte alles mit mir machen, ich hätte zu jeder Sache 'ja' gesagt. "Louis? Du warst so abwesend!", meinte meine Lehrerin Ms Turowski, die auf einmal vor mir stand. Abwesend? Ich war in einer anderen Welt. "Tut mir leid, Ms. Ich werde nächste Stunde besser aufpassen, versprochen", sagte ich und erhielt ein Nicken. Bestimmt war ich wieder total rot auf den Wangen, weil sie mich erwischt hatte. Ich hasste das, dass man mich so gut durchschauen konnte, weil ich so schüchtern war. Ich konnte meine Gefühle nicht gut verstecken, sie blieben auch länger als bei anderen. Ich packte meine Tasche ein und warf sie mir über die Schulter. Schon wieder rempelte mich Zayn an, diesmal von hinten. Verärgert stand er vor mir. "Ah, warst du nicht heute in der Klasse von Ms Mealor? Du bist echt zum-" "Zayn!", kam es von hinten und Harry lief auf uns beide zu. "Hey, Bro! Guck mal, wen ich hier habe!", meinte Zayn und ich dachte zuerst, das ich nun als Prügelopfer enden würde. "Zayn, lass diesen Jungen da gehen, er braucht eine starke Hand an seiner Seite, sei ihm doch nicht gleich böse, wenn er dir Unrecht tut", sagte Harry und seine Stimme machte mich wahnsinnig. Ich sah nur noch ihm in diese grünen Augen, die Zayn zu verstehen gaben, abzuhauen. "Gut... Bis dann, Harry." Er bog um die Ecke und war somit verschwunden. Ich schluckte laut, als Harrys Blick auf mich fiel. Wie sollte ich mich bloß verhalten? "Weißt du, was ich gar nicht mag?" Ich schüttelte den Kopf und presste meine Lippen aufeinander. "Wenn meine Freunde Ärger mit irgendjemandem haben, verstanden?", fragte er in einem Zischton, der mich sofort nicken ließ. "B-Bitte! Ich zu alles für dich, damit du glücklich bist! Bitte!", sagte ich und diese Situation würde mich anmachen, wenn hier nicht die vielen Leute wären. "Alles?", fragte er nochmal nach. Ich nickte heftig und sah ihm hektisch übers Gesicht. "Halte dich von Zayn fern, kapiert?"

Ich biss mir auf die Lippe und blickte zu Boden. Was kann ich denn dafür, wenn er immer kommt? Genau das wollte ich sagen, aber widersprechen wollte ich ihm auch nicht. "Ja, kapiert", sagte ich wie ein treuer Hund und sah wieder auf, in seine Augen. Das Grün entflammte förmlich und jagte mir etwas Angst ein, aber es war zu schön, als es zu meiden. "Sicher, dass du es verstanden hast, kleines?", raunte er mir ins Ohr und ich nickte noch heftiger. Man konnte denken, dass mein Kopf mir vor schütteln abfallen würde. "Ja, kapiert, versprochen, Master!" Fuck.

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Zweites Kapitel :) wie findet ihr es? Ich danke für die letzten Kommis von euch hübschen Menschen da draußen! :)

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Begging (Larry Stylinson AU)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!